Wetter und Klima

Das Wetter beschreibt den augenblicklichen physikalischen Zustand der unteren Atmosphäre (Troposphäre) zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort. Zur Charakterisierung des Wetters werden an klimatologischen Stationen die Parameter Lufttemperatur, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Strahlung, Wind und Niederschlag sowie weitere ableitbare Größen gemessen. Als Witterung wird die Abfolge von Wettersituationen über einen Zeitraum von mehreren Tagen bis Wochen bezeichnet.

Das Klima wird durch die statistische Auswertung (z. B. Mittel- und Extremwerte, Häufigkeiten, Andauerzeiten) der oben genannten meteorologischen Größen über eine Mindestperiode von 30 Jahren charakterisiert. Es ist an einem bestimmten Ort insbesondere durch die geographische Breite, die Höhe des Standortes über Meeresniveau, die Hangneigung und Exposition, die Entfernung zum Meer sowie die Oberflächenbeschaffenheit und Oberflächenform gekennzeichnet. Wechselwirkungen und Rückkopplungen innerhalb des Systems Atmosphäre-Erdoberfläche-Ozeane (z. B. Kryosphäre und Biosphäre) beeinflussen das Klima. Es wird zudem durch periodische Variationen der Erdbahnparameter (Milankovich-Zyklen), Änderungen der Sonnenaktivität, tektonische Vorgänge und dadurch ausgelöste Änderungen der ozeanischen Zirkulation, Vulkanausbrüche und Beiträge durch natürliche Treibhausgase bestimmt (Klimavariabilität). Derzeit wird das Klima zusätzlich durch die anthropogene, also vom Menschen verursachte Emission und Anreicherung von Treibhausgasen und Partikeln in der Atmosphäre, beeinflusst (anthropogen bedingter Klimawandel).

Das Klimasystem © Deutscher Wetterdienst