Die Asiatische Tigermücke in Düsseldorf
In Kooperation mit dem Amt für Umwelt und Verbraucherschutz dem Garten-, Friedhofs- und Forstamt sowie dem Stadtentwässerungsbetrieb hat das Gesundheitsamt Düsseldorf seine Homepage über die Asiatische Tigermücke veröffentlicht. Hier werden grundlegende Informationen über die Asiatische Tigermücke, Bekämpfungsmaßnahmen und Verhaltensempfehlungen zur Verfügung gestellt. Zum aktuellen Zeitpunkt kam es in Düsseldorf noch zu keinem Fund der Insekten, im Süden Nordrhein-Westfalens jedoch schon. Die Informationsseite soll allerdings schon vor der Ausbreitung darüber aufklären, welchen Beitrag jeder leisten kann, um die Ansiedlung der Tigermücke in Düsseldorf zu erschweren.
Themenfelder
Gesundheit
Ort
Düsseldorf
Laufzeit
Seit 2025
Kontakt
Landeshauptstadt Düsseldorf
Gesundheitsamt
Kölnerstr. 180
40227 Düsseldorf
tigermuecke@duesseldorf.de
Karte
Die Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke stellt in Deutschland eine wachsende Herausforderung für den Gesundheitsschutz dar. Ursprünglich in Südostasien beheimatet, hat sich die Art durch den internationalen Waren- und Reiseverkehr in den letzten Jahrzehnten weltweit verbreitet. Inzwischen kommt sie auch in mehreren Regionen Deutschlands regelmäßig vor, insbesondere in klimatisch begünstigten Gebieten.
Die Tigermücke ist an ihrer schwarz-weißen Musterung zu erkennen und gilt als tagaktive, sehr anpassungsfähige Stechmückenart, die sich besonders gut an das urbane Umfeld anpasst. Sie legt ihre Eier bevorzugt in kleinen Wasseransammlungen ab - etwa in Blumentöpfen, Regentonnen oder verstopften Abflüssen. Durch ihre Widerstandsfähigkeit können die Eier auch Trocken- oder Kältephasen überstehen, was eine dauerhafte Etablierung in neuen Gebieten begünstigt.
Neben der Belästigung durch ihr aggressives Stechverhalten birgt die Tigermücke ein gewisses Infektionsrisiko, da sie potenziell Krankheitserreger wie Dengue-, Zika- oder Chikungunya-Viren übertragen kann. Zwar gilt das Risiko einer Virusübertragung in Deutschland derzeit noch als gering, doch die zunehmende Verbreitung der Mücke und der Klimawandel könnten dieses Risiko in Zukunft erhöhen.
Düsseldorf nimmt hierbei eine Vorreiterrolle ein. Bereits seit vielen Jahren führt die Stadt im Rahmen des Klimafolgenmonitorings ein kontinuierliches Mückenmonitoring durch und war damit sehr früh aktiv, lange bevor das Thema Tigermücke in den Fokus rückte. Geplant ist zudem eine wissenschaftliche Kooperation mit der Universität Bonn. Vor dem Hintergrund eines abgewogenen Vorgehens werden zum Schutz vor Infektionen und der Biodiversität bereits frühzeitig Biodiversitätskolleginnen und -kollegen eingebunden. Düsseldorf verknüpft Gesundheitsschutz, Biodiversitätsmonitoring und Bürgerbeteiligung in einem integrierten Ansatz. Dazu sollen Bürgerinnen und Bürger mögliche Brutstätten wie stehendes Wasser in Gefäßen regelmäßig kontrollieren und beseitigen. Zudem sollen Verdachtsfunde gesammelt, an den Mückenatlas verschickt und durch Fachstellen überprüft werden. Die Daten gefundener Tigermücken zu Bürgerinnen und Bürgern mit Infektionen werden stadtintern verknüpft und entsprechende Aufklärungsarbeit geleistet. So werden wissenschaftliche Erkenntnisse, städtische Monitoringdaten und Beobachtungen aus der Bevölkerung gebündelt, um ein umfassendes Lagebild zu schaffen und gezielt Maßnahmen abzuleiten.