Grüne Oase mitten in Herten
Mit dem Konzept „Der Park kommt in die Stadt“ bringen die Stadt Herten, das Land NRW und die Zukunftsinitiative Klima.Werk das Grün und die frische Luft des historischen Parks in das Stadtzentrum. Klimaanpassende Maßnahmen sorgen für einen hohe Lebensqualität und verbesserten Gesundheitsschutz.
Themenfelder
Grüne Infrastruktur, Hitzevorsorge, Starkregen, Wasserbewusste Stadtgestaltung
Ort
Südliche Innenstadt Herten
Laufzeit
2020-2025
Kontakt
Stadt Herten
Amt für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung und Umwelt
64.2 Umwelt und Klima
Frau Sarah Loch
Kurt-Schumacher-Str. 2
45699 Herten
Karte
Weitergehende Informationen
Die Probleme des Klimawandels zeigen sich auch in der in den 1970er-Jahren umgestalteten Hertener Innenstadt: An heißen Tagen leiden die Bewohner der südlichen Innenstadt unter der Hitze, es gibt kaum Grün und wenige Frischluftschneisen. Bei starkem Regen kann das Wasser nicht versickern, da große Bereiche der Innenstadt versiegelt sind. Das neue Innenstadtkonzept schafft jetzt durch klimaanpassende Maßnahmen mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität für Bürgerinnen und Bürger.
Das Konzept „Der Park kommt in die Stadt“ ist Teil einer umfassenden Umgestaltung des Hertener Zentrums. Während sich im nördlichen Bereich der Einzelhandel konzentriert, entsteht im Süden ein Mix aus Bildung, Wohnen und Dienstleistung. Die Kommune stellt sich damit jedoch nicht nur den Anforderungen des Strukturwandels. Wesentlich bei der Umgestaltung ist auch die Entwicklung zu einer klimaresilienten Stadt – der „Grünen Stadt Herten“.
Ausgangspunkt der Umgestaltung ist der an die Innenstadt angrenzende historische Hertener Schlosspark. Noch heute ist hier die ursprünglich barocke Anlage am Wasserschloss zu erkennen. Seit der Öffnung im Jahr 1974 ist der Park bei den Bürgerinnen und Bürgern als Naherholungsgebiet sehr beliebt.
Im Zentrum der Stadt Herten wird künftig Rasenfugenpflaster das Stadtbild prägen. Anstatt in die Kanalisation abzufließen, kann Regenwasser in den Fugen versickern und verdunsten. So bleibt es ganz im Sinne des Schwammstadt-Prinzips im natürlichen Wasserkreislauf. Bei Starkregenereignissen wird dadurch das Risiko von Überflutungen deutlich reduziert.
Viele derzeit asphaltierte oder versiegelte Flächen werden in Grünflächen umgewandelt. Ein zentraler Bestandteil dieses Konzepts ist das Regenwassermanagement: In einer unterirdischen Zisterne wird Regenwasser gesammelt, um in Trockenperioden das städtische Grün und insbesondere die Bäume zu bewässern. Über ein Leitungssystem gelangt das Wasser in Dürrephasen gezielt in die Baumbeete.
Die dadurch entstehende Verdunstungskühle verbessert das Mikroklima im gesamten Stadtzentrum, beugt sommerlichen Hitzeinseln vor und trägt zum Gesundheitsschutz der Bewohnerinnen und Bewohner bei. Gleichzeitig wirken die neuen Grünflächen bei Starkregen als Retentionsräume, die Wasser zurückhalten und so das Überflutungsrisiko weiter mindern.
Vom Schlosspark flanieren die Bürgerinnen und Bürger künftig über die Baumtreppe am Rathaus und den neu gestalten Platz vor der Antoniuskirche in die Innenstadt. Ein neues Gesicht erhalten zudem die südliche Ewaldstraße und der Bramhügel. Der Antoniuskirchplatz und der Marktplatz folgen in weiteren Bauabschnitten.