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Land und EU stellen weitere 34 Millionen Euro für die kommunale Klimaanpassung bereit

Kalender Icon25.11.2025
Newspaper Icon Aktuelle Meldung

Neue Förderung auch für kleinere Maßnahmen, die lokal vor Klimafolgen schützen

Die Landesregierung unterstützt Städte und Gemeinden beim Umgang mit den Folgen der Klimakrise und stockt den Förderaufruf „Klimaanpassung.Kommunen.NRW“ um weitere 34,2 Millionen Euro aus Landes- und EU-Mitteln im Rahmen des EFRE/JTF-Programms NRW 2021-2027 auf. Für größere Vorhaben ab 200.000 Euro stehen in der vierten Einreichungsrunde des Wettbewerbsverfahrens 21,1 Millionen Euro bereit. Zusätzlich wird erstmals eine Richtlinienförderung für kleinere Vorhaben unter 200.000 Euro angeboten, für die 13,1 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Der Aufruf richtet sich vorrangig an Kommunen, teilnahmeberechtigt sind zudem Forschungs- und Bildungseinrichtungen, Kammern, Vereine und Stiftungen.

Für den Wettbewerb gilt weiterhin das zweistufige Verfahren. Antragstellende müssen ihre Betroffenheit von den Folgen des Klimawandels nachweisen und die Wirksamkeit des Vorhabens erläutern. Projektskizzen für die vierte Einreichrunde können ab sofort bis zum 29. Januar 2026 bei der Innovationsförderagentur NRW (IN.NRW) eingereicht werden, die auch Beratung anbietet. Förderfähig sind insbesondere investive Maßnahmen wie die Entsiegelung befestigter Flächen, das Anlegen von Mulden, Rigolen oder Retentionsflächen sowie Maßnahmen zur Kühlung und Verschattung.

Neu hinzu kommt eine Richtlinienförderung für Projekte unter 200.000 Euro. Sie erfolgt nach dem Windhundprinzip, das heißt: Anträge werden in der Reihenfolge ihres Eingangs bewilligt, solange Mittel verfügbar sind. Anträge können ab sofort gestellt werden, die Frist endet am 31. Dezember 2026. Unterstützt werden Maßnahmen, die die Verwundbarkeit gegenüber Hitze, Starkregen oder anderen Klimafolgen verringern und unmittelbar zur lokalen Klimavorsorge beitragen.

Hintergrund

Für zukunftsweisende, nachhaltige und innovative Vorhaben in Nordrhein-Westfalen stehen im EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027 EU-Mittel in Höhe von 1,9 Milliarden Euro des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Just Transition Funds (JTF) zur Verfügung. Hinzu kommen eine Ko-Finanzierung des Landes Nordrhein-Westfalen und Eigenanteile der Projekte. Unterstützt werden Vorhaben aus den Themenfeldern Innovation, Nachhaltigkeit, Mittelstandsförderung, Lebensqualität, Mobilität, Strukturwandel in Kohlerückzugsregionen sowie strategische Technologien und Wettbewerbsfähigkeit. Weitere Informationen unter www.efre.nrw.

Weitere Informationen zu Klimaanpassung.Kommunen.NRW inklusive des neuen Förderaufrufs erhalten Sie unter den folgenden Links:

Auch bei unserer Kommunalberatung zur Klimafolgenanpassung erhalten Sie natürlich Informationen zu diesem und allen anderen zur Verfügung stehenden Förderprogrammen.

 

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Anmeldung zur 3. Mittelgebirgskonferenz zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels am 17. März 2026 freigeschaltet

Kalender Icon19.01.2026
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Bald ist es wieder soweit. Die zentralen Anlaufstellen zur Klimafolgenanpassung der fünf Bundesländer Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen laden ein zur dritten "Mittelgebirgskonferenz 2026 - Anpassung an die Folgen des Klimawandels in mittleren und kleinen Kommunen".

Wann? Dienstag, 17.03.2026 von 09:00 Uhr - 16:30 Uhr, online
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist notwendig und ab sofort möglich. Das Programm sowie das Anmeldeformular sind nun auf der Veranstaltungshomepage freigeschaltet.

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Jahresbilanz 2025 – Ein Jahr mit viel Sonne und wenig Regen

Kalender Icon05.01.2026
Newspaper Icon Witterungsverlauf

Das Jahr 2025 war in Nordrhein-Westfalen von überwiegend hohen Lufttemperaturen, einer überdurchschnittlichen Sonnenscheindauer und einem insgesamt unterdurchschnittlichen Niederschlagsaufkommen geprägt. Besonders ein sehr sonniges und trockenes Frühjahr sowie mehrere ausgeprägte sommerliche Hitzephasen bestimmten den Jahresverlauf. Während einzelne Monate zeitweise feuchtere Witterungsabschnitte aufwiesen, blieb die Niederschlagssumme in der Jahresbilanz unter den langjährigen Mittelwerten. Dieses Jahr folgt in Nordrhein-Westfalen dem Trend der beschleunigten Erwärmung und untermauert die Häufung der Temperaturabweichungen von >1,5 Kelvin gegenüber dem Mittelwert 1961-1990. Nach den vorläufigen Analysen des Copernicus Climate Changes Services läuft das Jahr 2025 global auf Rang drei oder gar auf Rang zwei der wärmsten Jahre bisher, wofür die mittlere Lufttemperatur in Nordrhein-Westfalen dann doch nicht hoch genug war. Mit der abermalig deutlich abweichenden Niederschlagsmenge gegenüber dem Mittelwert 1961-1990 ist zu befürchten, dass die letzten zwei überdurchschnittlichen Jahre nur eine Ausnahme sein können und sich die Häufung trockener Jahre wieder fortsetzt, die zwischen 2010 und 2022 dominierten. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Niederschläge 2026 entwickeln. Mit den deutlich überdurchschnittlichen Sonnenstunden im Jahr 2025 wurde ein Spitzenplatz besetzt, was zumindest für die Erzeugung von Sonnenstrom besonders günstig war.

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Sonnenuntergang bei Viersen I. Wolff

Warm, trocken und sonnig – der Dezember 2025

Kalender Icon05.01.2026
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Der Dezember 2025 verlief in Nordrhein-Westfalen insgesamt milder als im langjährigen Mittel (1991–2020), zugleich niederschlagsarm und sonniger als üblich. Die überdurchschnittliche Monatsmitteltemperatur ist vor allem auf eine sehr milde erste Monatshälfte zurückzuführen. In dieser Phase traten für einen Dezember ungewöhnlich hohe Tageshöchsttemperaturen auf, bevor sich in der zweiten Monatshälfte zunehmend winterliche Luftmassen durchsetzten. Rund um die Weihnachtstage kam es verbreitet zu Frostnächten, in höheren Lagen auch zu Dauerfrost und zeitweiligem Schneefall. Der Niederschlag blieb über weite Teile NRWs unterdurchschnittlich, da längere Hochdruckphasen ergiebige Niederschlagsereignisse verhinderten. Einzelne Regen- und Schneefälle konnten das Defizit nicht ausgleichen, sodass sich die Trockenheit weiter fortsetzte. Gleichzeitig wurde eine überdurchschnittliche Sonnenscheindauer registriert, ebenfalls begünstigt durch die häufigen Hochdrucklagen. Insgesamt war der Dezember 2025 damit ein witterungstechnisch kontrastreicher Wintermonat, der milde, trockene und sonnige Abschnitte mit einer spät einsetzenden winterlichen Phase abschloss.

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