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Warme Sonnenphasen treffen auf häufige Schauer – der Mai 2026

Kalender Icon03.06.2026
Newspaper Icon Witterungsverlauf

Der Mai 2026 zeigte sich in Nordrhein-Westfalen als ein überdurchschnittlich warmer, sehr nasser und trotzdem sonnenscheinreicher Monat mit ausgeprägten Witterungskontrasten. Der Witterungsverlauf war geprägt von starken Gegensätzen zwischen hochdruckbestimmten Warmluftphasen und turbulenten Tiefdruckeinflüssen mit teils unwetterartigen Gewittern. Bereits zu Monatsbeginn sorgten regional kräftige Gewitter mit Starkregen bis 50 l/qm für lokale Überflutungen, während Mitte Mai - rund um die Eisheiligen - sogar noch einmal kurzzeitig Schneefall in den Höhenlagen auftrat. Das letzte Monatsdrittel brachte dann erstmals in diesem Jahr hochsommerliche Temperaturen nach NRW, ehe landesweit kräftige Gewitter mit Sturmböen bis 110 km/h den Monatsabschluss bildeten. Diese Dynamik führte zu einer Häufung von Extremereignissen bei insgesamt überdurchschnittlichen Temperatur- und Sonnenscheinwerten.

Die Durchschnittstemperatur lag im Mai 2026 bei 14,1 °C und damit über den Mittelwerten sämtlicher Klimanormalperioden. Gegenüber der Referenzperiode 1961–1990 (12,4 °C) ergibt sich eine positive Abweichung von 1,7 K, während zur aktuellen Klimanormalperiode 1991–2020 (13,3 °C) eine Abweichung von 0,8 K besteht. Damit rangiert der Mai 2026 auf Platz 30 der wärmsten Maimonate seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881 und liegt im oberen Mittelfeld der langjährigen Verteilung. Der Vergleich der Klimanormalperioden 1881–1910 (12,2 °C), 1961–1990 (12,4 °C) und 1991–2020 (13,3 °C) zeigt einen Anstieg der durchschnittlichen Maitemperatur um insgesamt 1,1 K seit Messbeginn.

1881-1910

1961-1990

1991-2020

2026

12,2 °C

12,4 °C

13,3 °C

14,1 °C

Geprägt durch die verschiedenen Gewitterlagen und eine recht nasse Phase zur Monatsmitte präsentierte sich der Mai 2026 in Nordrhein-Westfalen mit 105 l/m² Niederschlag als ausgesprochen feuchter Monat und belegt Rang 12 der niederschlagsreichsten Maimonate seit Beginn der Messreihe 1881. Im Vergleich zur aktuellen Klimanormalperiode 1991–2020 (64 l/m²) ergibt sich ein Überschuss von 41 l/m² (+64 %). Gegenüber der Referenzperiode 1961–1990 (72 l/m²) beträgt die positive Abweichung 33 l/m² (+46 %). Verglichen mit der ersten Klimanormalperiode 1881–1910 (60 l/m²) fällt ein Plus von 45 l/m² (+75 %) an. Im Vergleich der Klimanormalperioden weist die Referenzperiode 1961–1990 mit 72 l/m² den höchsten Maiwert auf, während die aktuelle Klimanormalperiode 1991–2020 (64 l/m²) und die erste Periode 1881–1910 (60 l/m²) niedrigere, nahezu ähnliche Summen aufweisen.

1881-1910

1961-1990

1991-2020

2026

60 l/m²

72 l/m²

64 l/m²

105 l/m²

Trotz der sehr nassen Witterung verzeichnete der Mai 2026 in Nordrhein-Westfalen - vor allem aufgrund des sommerlichen letzten Drittels - 229 Sonnenstunden und rangiert damit auf Platz 17 der sonnenscheinreichsten Maiwerte seit Beginn der Aufzeichnungen 1951. Verglichen mit dem Mittelwert der Klimanormalperiode 1951–1980 (195 h) ergibt sich ein Überschuss von 34 h. Gegenüber der Referenzperiode 1961–1990 (190 h) liegt das Plus bei 39 h und im Vergleich zur aktuellen Klimanormalperiode 1991–2020 (201 h) beträgt die Abweichung noch 28 h. Der Vergleich der Klimanormalperioden 1951–1980 (195 h), 1961–1990 (190 h) und 1991–2020 (201 h) zeigt, dass die jüngste Periode die höchste durchschnittliche Sonnenscheindauer aufweist.

1951-1980

1961-1990

1991-2020

2026

195 h

190 h

201 h

229 h

Um einen Einblick zu geben, wie das Temperaturgeschehen im Mai war, werden an zwei Stationen des LANUK-Luftqualitätsmessnetzes Temperatur-Kenntage ausgewertet. Dafür wird zum einen die Station Köln – Turiner Straße (VKTU) als eine innerstädtische Station einer Großstadt in der wärmebegünstigten Niederrheinischen Bucht und zum anderen die Station Warstein (WAST) in Warstein als ein Beispiel für eine Stadtrandlage in einer Mittelstadt am Nordrand des Sauerlands dargestellt. 

Im Mai 2026 wurden an der Kölner Innenstadtstation neun Sommertage, drei Heiße Tage, sowie zwei Tropennächte registriert. Die Tageshöchsttemperatur erreichte 32,6 °C, die Tagestiefsttemperatur lag bei 5,9 °C. An der Stadtrandstation Warstein traten fünf Sommertage auf; heiße Tage oder Tropennächte wurden dort nicht beobachtet. Hier wurden 29,8 °C als Höchst- und 3,4 °C als Tiefstwert gemessen. Gegenüber dem Mai 2025 erhöhte sich die Zahl der Sommertage in Köln von vier auf neun und in Warstein von drei auf fünf. Heiße Tage und Tropennächte wurden im Vorjahr an keiner der beiden Stationen verzeichnet. Die Kölner Tiefsttemperatur lag 1,4 °C niedriger als 2025, während der entsprechende Wert in Warstein um 0,4 °C höher ausfiel. Die Höchsttemperaturen fielen im gleichen Vergleichszeitraum in Köln um 2,8 °C und in Warstein um 3,0 °C höher aus.

Eine Übersicht zur Einordnung weiterer Monate und Jahreszeiten, basierend auf den Daten des DWDs, finden Sie hier.

Kenntage im Mai 2026VKTUWAST
Sommertage95
Heiße Tage30
Tropennächte20
Tiefsttemperatur5,9 °C3,4 °C
Höchsttemperatur32,6 °C29,8 °C

 

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