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Winterlicher als zuletzt gewöhnt und recht trocken – der Januar 2026

Kalender Icon03.02.2026
Newspaper Icon Witterungsverlauf

Der Januar 2026 zeigte sich in Nordrhein-Westfalen so wie man ihn erwartet, aber in den letzten Jahren selten erlebt hat, nämlich durchaus winterlich. Nach einem kalten und mit Schneefällen geprägten Jahresstart wurde es gegen Mitte des Monats zumindest in weiten Teilen des Landes milder und deutlich trockener. Gegen Monatsende ergaben sich einige Temperaturschwankungen. Im Laufe des Monats baute sich eine Grenzwetterlage auf, die auch Einfluss auf NRW hatte. Während insbesondere die Landesteile im Norden und Osten unter dem Einfluss des kalten kontinentalen Hochdruckgebietes standen, versuchten atlantische Tiefausläufer, immer wieder von Westen her vorzudringen, was in den westlichen Landesteilen für entsprechend mildere Temperaturen und Regenfälle sorgte. Im Übergangsbereich zur kalten Luft stellten sich daher wiederholt Glatteislagen durch gefrierenden Regen ein. Temperaturtechnisch bewegte sich der Januar 2026 knapp über dem Durchschnitt des "alten" Klimamittels. Dabei war er insgesamt zu trocken und letztlich durchschnittlich sonnig.

Mit einer durchschnittlichen Temperatur von 1,4 °C fiel der Januar 2026 bereits im neunten Jahr in Folge wärmer aus als der Mittelwert der Referenzperiode 1961-1990 (1,1 °C; Abweichung: +0,3 K). Im Vergleich zur aktuellen Klimanormalperiode 1991-2020 lag dieser Januar allerdings unter deren langjährigem Durchschnitt von 2,3 °C (Abweichung: -0,9 K). Insgesamt rangiert der Januar des Jahres 2026 eher im kühleren Mittelfeld der Zeitreihe seit Aufzeichnungsbeginn (Platz 66 der kältesten Januare). Die nachfolgende Tabelle veranschaulicht den Temperaturanstieg im Januar seit der ersten verfügbaren Klimanormalperiode um bereits 2 Grad sehr deutlich.

1881-1910 1961-1990 1991-2020 2026
0,3 °C 1,1 °C 2,3 °C 1,4 °C

Nach drei überdurchschnittlich feuchten Jahren fiel der Januar 2026 erstmals wieder zu trocken aus: im Landesdurchschnitt wurden insgesamt 57 l/m² Niederschlag erfasst, was jeweils eine negative Abweichung um 26% von der Referenzperiode 1961-1990 (77 l/m²) sowie um 30% von der aktuellen Klimanormalperiode 1991-2020 (81 l/m²) darstellt. Auch hier belegt der diesjährige Januar mit Rang 50 der trockensten Januare trotzdem lediglich einen Platz im mittleren Bereich der Messreihe.

1881-1910 1961-1990 1991-2020 2026
62 l/m² 77 l/m² 81 l/m² 57 l/m²

Im Januar 2026 schien im landesweiten Durchschnitt 54 Stunden lang die Sonne, was einem leichten Plus gegenüber dem Durchschnitt der Referenzperiode 1961-1990 (42 h) sowie ungefähr dem Durchschnitt der aktuellen Klimanormalperiode 1991-2020 (51 h) entspricht. Somit landet der diesjährige Januar auch in dieser Kategorie lediglich im oberen Mittelfeld der Zeitreihe (Rang 21). Der Vergleich aller drei hier aufgeführten Klimanormalperioden zeigt in dieser Rubrik im Gegensatz zu den anderen, bisher für den Januar, keine allzu große Entwicklung.

1951-1980 1961-1990 1991-2020 2026
42 h 42 h 51 h 54 h

Um einen Einblick zu geben, wie das Temperaturgeschehen im Januar war, werden an zwei Stationen des LANUK-Luftqualitätsmessnetzes Temperatur-Kenntage ausgewertet. Dafür wird zum einen die Station Köln – Turiner Straße (VKTU), als eine innerstädtische Station einer Großstadt in der wärmebegünstigten Niederrheinischen Bucht, und zum anderen die Station Warstein (WAST) in Warstein als ein Beispiel für eine Stadtrandlage in einer Mittelstadt am Nordrand des Sauerlands, dargestellt.

In Bezug auf die Kenntage verlief der Januar 2026, ähnlich wie bereits im Vorjahr, ohne größere Auffälligkeiten. Das insgesamt winterliche Niveau lässt sich aber ablesen. So wurden in Warstein immerhin sechzehn Frost-  und drei Eistage erfasst. In Köln wurden fünf Frosttage und kein Eisstag verzeichnet. Die Tiefsttemperatur fiel in Köln mit -4,6 °C rund 1,5 Grad niedriger aus als im Vorjahr, während die -8,2 °C in Warstein sogar noch ein bisschen niedriger ausfielen als im Januar 2025. In Köln wurde als Höchsttemperatur in der milden Phase zur Monatsmitte bereits 12,1 °C verzeichnet, in Warstein sogar 15,0 °C. Damit gab es im Januar in Köln eine Temperaturspanne von 16,7 Kelvin, in Warstein lag diese sogar bei über 23 Kelvin. Alle Werte zusammengefasst finden Sie auch in der nebenstehenden Tabelle.

Eine Übersicht zur Einordnung weiterer Monate und Jahreszeiten, basierend auf den Daten des DWDs, finden Sie hier.

Kenntage im Januar 2026 VKTU WAST
Eistage 0 3
Frosttage 5 16
Tiefsttemperatur -4,6 °C -8,2 °C
Höchsttemperatur 12,1 °C 15,0 °C

 

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