Klimaatlas NRW - Newsletter Nr. 62
Editorial
Liebe Leserinnen und Leser,
wir begrüßen Sie herzlich zur neuen Ausgabe des Klimaatlas-Newsletters. Dieser erscheint in diesem Monat etwas später als geplant, das ermöglicht es uns aber, Sie direkt mit den neuesten Informationen aus dem Klimaatlas zu versorgen.
Insgesamt ist gerade einiges los rund um das Thema Klimawandel und Klimaanpassung in Nordrhein-Westfalen, über das wir Sie mit diesem Newsletter informieren möchten. So hat das Landeskabinett in der vergangenen Woche den Entwurf des novellierten Klimaanpassungsgesetz NRW (KlAnG) verabschiedet, der nun im Mai in den Landtag eingebracht wird. Zusammen mit der dazugehörigen Rechtsverordnung wird dann geregelt, wer ab dem Jahr 2027 in NRW Klimaanpassungskonzepte erstellen und bis 2029 erarbeiten muss. Weitere Details dazu finden Sie im "Rundblick". Mit der Novellierung kommen nicht nur auf die Kommunen in NRW neue Aufgaben zu, auch unser Aufgabenspektrum im Team Klimaatlas und Kommunalberatung wächst im Rahmen der Unterstützungstätigkeiten für die Kommunen weiter. Deshalb haben wir derzeit noch bis zum 4. Mai 2026 zwei Stellen ausgeschrieben - die entsprechenden Details und Ausschreibungen finden Sie im "Einlick". Dort blicken wir auch noch einmal auf die Veröffentlichung der Klimaanalyse NRW 2026 zurück, die inzwischen auch komplett open data gestellt werden konnte. Und weil sich der Klimaatlas stetig weiterentwickeln soll, belassen wir es nicht nur bei der neuen Klimaanalyse. Am heutigen 29. April konnten wir das nächste Update der Kartenanwendung des Klimaatlas veröffentlichen, Details dazu natürlich ebenfalls im "Einblick".
Der "Rückblick" widmet sich noch einmal der Witterung in NRW im vergangenen März. Dieser war ziemlich warm, leicht zu trocken und sehr sonnig. Im "Rundblick" finden Sie neben der Meldung zum Klimaanpassungsgesetz Neuigkeiten von der Verbraucherzentrale NRW und einige Neuigkeiten von der Bundesebene. So ist derzeit ein Förderfenster im Bundes-Förderprogramm "Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel" geöffnet, das Bundesumweltministerium ruft zur Beteiligung an der Nationalen Wasserstrategie auf und auch die nächste "Woche der Klimaanpassung" wirft bereits wieder ihre Schatten voraus. Ergänzt wird das Ganze um Hinweise auf aktuelle Veröffentlichungen und Broschüren.
Abgerundet wird der Newsletter wie immer mit aktuellen Veranstaltungshinweisen, die Sie im "Ausblick" finden.
Wir wünschen Ihnen eine erkenntnisreiche Lektüre, kommen Sie gut in den Mai!
Ihr Klimaatlas- und Kommunalberatungsteam des Fachzentrum Klima NRW
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Rückblick
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Einblick
- Die neue Klimaanalyse NRW 2026 ist veröffentlicht und steht zum Download bereit
- Wir suchen Verstärkung – zwei neue Stellen für das Fachzentrum Klima ausgeschrieben
- Aktualisierung der Kartenanwendung des Klimaatlas
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Rundblick
- Nordrhein-Westfalen stärkt die Kommunen beim Schutz vor Klimarisiken wie Hitze und Starkregen
- Klimaanpassung im Alltag: Gründachberatung und „Regenretter“
- Neue Förderrunde des Bundesprogramms „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ gestartet
- Bundesumweltministerium startet Beteiligungsplattform zur Nationalen Wasserstrategie
- Informationen zur Woche der Klimaanpassung 2026
- Leitfaden "Prima. Klima. Wohnen." veröffentlicht
- Leitfaden „Urbanes Grün im Klimawandel“ ebenfalls erschienen
- Neues Spotlight des NKU zu Klimaangepassten Kulturveranstaltungen
- Studie zum Stand der kommunalen Klimaanpassung veröffentlicht
- Drei neue Leitfäden zur Öffentlichkeitsarbeit zu naturbasierter Klimaanpassung veröffentlicht
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Ausblick
- UrbanID: Nachhaltige Quartiersplanung am 4. Mai 2026 in Köln
- BEW-Seminar Basiswissen zur Hitzeaktionsplanung in Kommunen am 07. Mai 2026, online
- Infotage zum LIFE-Förderaufruf 2026 am 12. und 13. Mai, online
- Webinar zur Förderrichtlinie "Palu" in NRW am 22. Mai 2026, online
- Anmeldungen für die Resilience Expo am 10. Juni 2026 in Mönchengladbach ab sofort möglich
- Fachsymposium „Schwammstädte stärken“ am 23. Juni 2026 in Dessau
- Save the Date: Fachtagung „Klimaanpassung erfolgreich gestalten“ am 07. Oktober 2026 in Bonn
Rückblick
Warm und sehr sonnig, aber knapp an den Top 10 vorbei – der März 2026
Der März 2026 kam seiner Rolle als erster Frühlingsmonat in allen Belangen nach. Er startete mild und trocken; dabei blieb das Temperaturniveau mit kleinen Ausnahmen an wenigen Tagen über den gesamten Monat zweitstellig, ohne jedoch die 20-Grad-Marke groß zu überschreiten. Längere Niederschlagsphasen gab es lediglich zur Mitte und gegen Ende des Monats. Letztlich lag die Durchschnittstemperatur in NRW im März deutlich über denen der Vergleichsperioden und der Niederschlag fiel erneut leicht unterdurchschnittlich aus. Aufgrund der längeren Trockenphasen lag die Sonnenscheindauer sehr deutlich über den Durchschnittswerten. Während der März 2026 bei der Temperatur die Top 10 knapp verpasste, landete er bei der Sonnenscheindauer auf Platz 4.
Die mittlere Lufttemperatur lag - bereits im achten Jahr in Folge - auch im März 2026 deutlich über dem Durchschnitt der Referenzperiode 1961-1990 (Abweichung: 3,0 Kelvin) sowie über dem der aktuellen Klimanormalperiode 1991-2020 (Abweichung: 1,8 Kelvin). Damit liegt er auf Rang 11 der wärmsten Märzmonate seit Beginn der Aufzeichnungen.
Nach dem extrem trockenen März des Vorjahres fiel der März dieses Jahres mit einer Niederschlagssumme von 60 l/m² deutlich regenreicher, jedoch immer noch unterdurchschnittlich nass aus und das im mittlerweile dritten Jahr in Folge. Er unterschritt sowohl den Mittelwert von 1961-1990 (71 l/m²) sowie jenen von 1991-2020 (65 l/m²) um jeweils 16 und 8 Prozent. Damit schafft es der März 2026 lediglich auf Rang 67 und somit ins Mittelfeld der niederschlagsreichsten Märzmonate seit Aufzeichnungsbeginn.
Bei den Sonnenscheinstunden wurde im diesjährigen März das Treppchen knapp verpasst: mit stattlichen 187 Sonnenscheinstunden schien in NRW auch im Jahr 2026 Jahren wieder deutlich überdurchschnittlich lang die Sonne (1961-1990: 103 h; 1991-2020: 122 h), so dass dieser März den vierten Platz der sonnenscheinreichsten Märzmonate seit Beginn der Aufzeichnungen 1951 belegt.
Aufgrund der durchgehend milden Witterung, jedoch ohne Extreme, wurden in diesem März weder in Köln, noch in Warstein temperaturbedingte Kenntage verzeichnet. Somit lagen die Tagestiefsttemperaturen an beiden Stationen über dem Gefrierpunkt; sowohl Tiefst- als auch Höchsttemperaturen fielen sowohl in Köln als auch in Warstein um 4 bis 7 Grad Celsius höher aus als im März 2025.
Alle zugehörigen Tabellen und Grafiken finden Sie wie üblich im vollständigen Witterungsverlauf.
Einblick
Die neue Klimaanalyse NRW 2026 ist veröffentlicht und steht zum Download bereit
Lange mussten wir und Sie darauf warten, aber seit Ende März steht sie allen Nutzerinnen und Nutzern zur Verfügung, die neue Klimaanalyse NRW 2026 – wie wir finden durchaus ein Meilenstein was die landesweite Betrachtung der thermischen Belastung angeht. Die nun deutlich höher aufgelöste Klimaanalyse liefert Kommunen und Planungsbehörden eine präzisere Grundlage, um Hitzeschutz vor Ort zu planen – dabei wird erstmals auch die Betroffenheit besonders vulnerabler Bevölkerungsgruppen in den Blick genommen.
Die neue Klimaanalyse richtet sich vor allem an Planerinnen und Planer, Klimamanagerinnen und Klimamanager in Städten, Gemeinden und Kreisen, an die Regionalplanung sowie an Fachbüros, aber auch an interessierte Bürgerinnen und Bürger. Mithilfe der Karten lassen sich Grundlagen für Klimaanpassungskonzepte entwickeln, Maßnahmenpläne schärfen und örtliche Entscheidungen fachlich abwägen oder untermauern.
Im Vergleich zur ersten landesweiten Klimaanalyse aus dem Jahr 2018 wurde die Untersuchung grundlegend weiterentwickelt. Die Modellierungen erfolgten nun in einer räumlichen Auflösung von 25 Metern mal 25 Metern statt wie zuvor in einer Auflösung von 100 Metern mal 100 Metern. Damit ist die neue Analyse 16-fach höher aufgelöst. Kleinräumige Unterschiede innerhalb von Städten und Gemeinden werden dadurch deutlich besser sichtbar. Wo sich Hitze besonders staut, wo Freiräume kühlend wirken und wo planerische Eingriffe besonders notwendig sind, lässt sich damit wesentlich genauer erkennen. Zudem wurden für die Klimaanalyse neue Datengrundlagen zu Siedlungs- und Gebäudestrukturen sowie zur Flächennutzung herangezogen. Des Weiteren flossen kleinräumige Bevölkerungsdaten aus dem ZENSUS 2022 systematisch ein. So verbessert sich nicht nur die Aussagekraft der Karten, sondern auch die fachliche Grundlage für kommunale Abwägungen.
Neu ist der deutlich ausgebaute Bereich der Betroffenheitsanalyse. Die Klimaanalyse betrachtet nicht nur, wo es besonders heiß wird, sondern auch, wo Menschen leben, die gegenüber Hitze besonders empfindlich sein können, um Mehrfachbelastungen räumlich besser sichtbar zu machen. Zu diesem Zweck wurden kleinräumige Bevölkerungsdaten, beispielsweise zu hochaltrigen Menschen und Kleinkindern, ausgewertet und mit den hitzebelasteten Bereichen überlagert. Ergänzend wurde die durchschnittliche Nettokaltmiete als Annäherungswert für die Armutsgefährdung herangezogen. So können Quartiere identifiziert werden, in denen Klimaanpassungsmaßnahmen besonders prioritär sind.
Das Kartenwerk der Klimaanalyse umfasst eine Klimatopkarte, Klimaanalysekarten für Tag und Nacht, eine neue Planungshinweiskarte, eine Karte regional bedeutsamer Klimafunktionen sowie die Karten zur Betroffenheit besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen. Zu jeder Karte werden Methodik-Papiere bereitgestellt, die die Datengrundlagen und die Vorgehensweise transparent erläutern. Der neue Fachbericht 171 gibt zudem einen Überblick über die Methodik und Ergebnisse der Klimaanalyse NRW 2026.
Ab sofort ist die Klimaanalyse NRW 2026 auch auf OpenGeodata.NRW zum Download verfügbar. Die Veröffentlichung auf OpenGeodata.NRW ermöglicht einen direkten Zugriff auf die Datensätze und unterstützt so die breite Anwendung in Verwaltung, Planung und Wissenschaft. Abrufbar ist das neue Angebot direkt unter diesem Link.
Die Präsentation aus der Vorstellungsveranstaltung vom 27. März 2026 finden Sie hier.
Wir suchen Verstärkung – zwei neue Stellen für das Fachzentrum Klima ausgeschrieben
Mit der Novellierung des Klimaanpassungsgesetzes NRW (KlAnG) und der damit verbundenen Rechtsverordnung, kommen auch auf das Fachzentrum Klima im LANUK NRW neue Aufgaben zu. Daher suchen wir ab dem 01.07.2026 Verstärkung für unser Team rund um den Klimaatlas NRW bzw. die Kommunalberatung, nämlich eine/n Geowissenschaftler/in bzw. Data Scientist sowie eine/n Klima- und Regionalmanager/in (beide Entgeltgruppe 13 TV-L).
Es handelt sich dabei um zwei zunächst bis zum 30.06.2030 befristete Vollzeitstellen mit Eignung zur Teilzeit. Voraussetzung ist ein wissenschaftliches Hochschulstudium (z. B. Geomatik, Meteorologie, Geophysik, Umwelt-/ Geowissenschaften, Informationswissenschaften, Klimatologie, Geografie, Stadt- oder Raumplanung, Kommunikationswissenschaft oder Politikwissenschaften).
Hier die Details zu den beiden Stellen:
Der Einsatz erfolgt in beiden Fällen im Fachbereich 37 - Fachzentrum "Klimaanpassung, Klimaschutz, Wärme und Erneuerbare Energien" am Dienstort Essen.
Geowissenschaftler/in, Data Scientist (w/m/d)
Zu den Aufgabenschwerpunkten gehören:
- Erstellung von Klimadatenpaketen, die Kommunen zur Konzepterstellung/Abschätzung der Klimaentwicklung und Klimafolgen zur Verfügung gestellt werden
Erstellung von Leitfäden/Lesehilfen, um die Klimarisiken einzuordnen und die kommunale Betroffenheit in verschiedenen Handlungsfeldern oder Themen abzuleiten
Beratung und Unterstützung der Kommunen bei der Verwendung der Daten
Pflege und Weiterentwicklung des Klimaatlas NRW hinsichtlich der Datenangebote zur Erstellung von Klimaanpassungskonzepten
Fachkommunikation, Schulung und Verbreitung des Daten- und Beratungsangebots
Die eingehenden Bewerbungen werden einer Vorauswahl unterzogen. Alle weiteren Informationen sowie das Anforderungsprofil gibt es in der vollständigen Stellenausschreibung.
Klima- und Regionalmanager/in (w/m/d)
Zu den Aufgabenschwerpunkten gehören:
Erstellung von Leitfäden/Lesehilfen, um die Klimarisiken einzuordnen und die kommunale Betroffenheit in verschiedenen Handlungsfeldern oder Themen abzuleiten
Beratung und Unterstützung der Kommunen bei der Erstellung von Klimaanpassungskonzepten
Unterstützung bei Erfahrungsaustausch und Vernetzung der Kommunen bei der Konzepterstellung untereinander
Monitoring der Konzepterstellung (Abdeckung in NRW), Aufbereitung der Daten für den Klimaatlas NRW (Konzepte vor Ort) und Unterstützung des MUNV bei der Berichterstattung an den Bund
Fachkommunikation, Schulung und Verbreitung des Daten- und Beratungsangebots
Auch hier werden die eingehenden Bewerbungen zunächst einer Vorauswahl unterzogen. Alle weiteren Informationen sowie das Anforderungsprofil gibt es ebenfalls in der vollständigen Stellenausschreibung.
Bewerbungsfrist ist jeweils der 04. Mai 2026.
Wir freuen uns auf zahlreiche Bewerbungen!
Aktualisierung der Kartenanwendung des Klimaatlas
Am 29. April wurden einige Inhalte der Kartenanwendung, aktualisiert, erweitert bzw. verbessert.
Im Handlungsfeld Boden wurden die UFZ-Dürrekarten nun auch auf das neue - höher aufgelöste - Rasterformat umgestellt, welches beim Helmholtzzentrum für Umweltforschung (UFZ) Leipzig schon seit längerem regelmäßig veröffentlicht wird. Nun liegen diese spannenden Karten im Klimaatlas NRW ebenfalls in der Auflösung von 1 km x 1 km vor. Neben der Auflösung hat sich auch die Tiefe des Gesamtbodens leicht geändert (von 180 cm auf 200 cm maximale Bodentiefe) und auch die Referenzperiode für den Dürreindex wurde etwas angepasst. Mehr dazu erfahren Sie in den Begleittexten sowie im aktuellen Methodik-PDF. Außerdem wurden auch die satellitenbasierten Bodenversiegelungskarten endlich um die Daten für 2021 ergänzt. Im Vergleich zu den 2018er Rasterdaten sind die neuen 10 m Raster für 2021 dank automatischer Mustererkennung nochmals detailschärfer und genauer geworden. Der Qualitätssprung führte sogar soweit, dass bei den berechneten Mittelwerten pro Kommune deutliche Unterschiede zu 2018 zu verzeichnen sind. Die älteren Raster hatten eine deutlich geringere Schärfe und haben die reale Versiegelung in einigen Kommunen eher überschätzt. Dennoch ist auch gut ersichtlich, dass die reale Flächenversiegelung weiterhin deutlich zugenommen hat. Weitere Informationen gibt es auch hier bei den Begleittexten und im Methodik-PDF.
Im Handlungsfeld Konzepte vor Ort gab es die turnusmäßige Aktualisierung der Übersichten, welche Kommunen oder welche Kreise bereits Maßnahmen zur Klimaanpassung ergriffen haben. Neu bei den Karten sind nun auch Hinweise und Verlinkungen zur im Rahmen der Hitzeaktionsplanungen erstellten "Kühle Orte Karten (KOK)". Wir versuchen ständig, neueste Klimaanpassungskonzepte, Starkregengefahrenkarten und weitere Anpassungsmaßnahmen jeder Gemeinde und jeden Kreises so gut es geht aufzunehmen und auch die korrekten Links dazu zu liefern. Sollte Ihre Gemeinde oder Kreis fehlen, oder der Link nicht mehr stimmen, senden Sie uns gerne eine Mail und wir sammeln das für die nächste Aktualisierung der Konzepte vor Ort. Weitere Informationen finden Sie auch in dem entsprechenden Methodik-PDF und im Begleittext jeder Karte. Bei der Projektlandkarte sind weitere spannende Leuchtturmprojekte konkreter Klimaanpassungsmaßnahmen hinzugekommen, schauen Sie gerne auch hier rein.
Rundblick
Nordrhein-Westfalen stärkt die Kommunen beim Schutz vor Klimarisiken wie Hitze und Starkregen
Wenn Hitzeperioden Nächte unerträglich machen oder Starkregen Straßen überflutet, spüren die Menschen in Nordrhein-Westfalen unmittelbar die Folgen des globalen Klimawandels. Der Handlungsbedarf in Städten und Gemeinden steigt. Nordrhein-Westfalen hat dafür bereits 2021 als erstes Bundesland ein Klimaanpassungsgesetz verabschiedet. Seit Juli 2024 gilt auch auf Bundesebene ein solches Gesetz. Das Land entwickelt sein Gesetz nun auf Basis der mit dem Bundesgesetz einhergehenden Vorgaben weiter. Der Gesetzentwurf wurde am 21. April 2026 vom Landeskabinett verabschiedet und wird bald in den Landtag gehen. Mit dem Gesetz kommt daher auch die neue Aufgabe zur Erstellung von Klimaanpassungskonzepten auf die Kommunen zu, welche in einer parallel in Erarbeitung befindlichen Rechtverordnung konkretisiert wird. Ziel ist es, Klimarisiken wie Hitze oder Starkregen vor Ort systematisch zu erfassen, Maßnahmen gezielt zu planen und bei Investitionen zu berücksichtigen.
Da diese neue Aufgabe für die Kommunen mit zusätzlichem Aufwand verbunden ist, stellt das Land ihnen insgesamt 20 Millionen Euro für die Erstellung der Klimaanpassungskonzepte zur Verfügung. Zugleich ist Klimaanpassung verbindlich in öffentlichen Planungen verankert. Das Berücksichtigungsgebot stellt sicher, dass etwa bei Infrastrukturprojekten oder der Stadtentwicklung die Folgen des Klimawandels frühzeitig einbezogen werden. So lassen sich spätere Schäden und zusätzliche Kosten vermeiden. Darüber hinaus verankert das Land die Kommunalberatung Klimafolgenanpassung beim Landesamt für Natur, Umwelt und Klima (LANUK) dauerhaft im Gesetz. Städte und Gemeinden erhalten damit langfristig Unterstützung durch Daten, Beratung, Förderinformationen und die Vernetzung untereinander.
Klimaanpassung im Alltag: Gründachberatung und „Regenretter“
Die Verbraucherzentrale NRW bündelt bekanntlich im Klimakoffer vielfältige Angebote zur Klimaanpassung und unterstützt die Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen dabei selbst aktiv zu werden – zwei Beispiele stellen wir Ihnen hier vor:
Mit der Gründachberatung erhalten private Haus- und Immobilieneigentümerinnen und -eigentümer sowie Mieterinnen und Mieter praxisnahe Unterstützung bei der Planung und Umsetzung von Dachbegrünungen. Gründächer helfen, Regenwasser zurückzuhalten, Gebäude vor Hitze zu schützen, die Biodiversität zu fördern und die Kanalisation zu entlasten – ein wirkungsvoller Beitrag zur Klimaanpassung im eigenen Zuhause.
Die Beratung ist individuell, unabhängig und kostenfrei.
Kontakt und Zeiten der Gründachberatung:
Telefon: 0211 91380 1300
E-Mail: klimaanpassung@verbraucherzentrale.nrw
Beratungszeiten:
Montag und Mittwoch: 10:00–13:00 Uhr
Dienstag und Donnerstag: 14:00–17:00 Uhr
Im Gründachkataster des Klimaatlas können Sie übrigens schauen, ob sich Ihr Dach grundsätzlich für eine Begrünung eignet.
Ein anschauliches Beispiel dafür, wie Regenwassernutzung im Kleinen funktionieren kann, ist der „Regenretter“: Der erste Regenretter steht bereits an der Janusz-Korczak-Gesamtschule in Neuss. Eine Illustration mit drei Superhelden erklärt, warum Regenwassernutzung sinnvoll ist – und macht das Prinzip der Schwammstadt für die Schülerinnen und Schüler greifbar.
Als kreatives Kommunikations- und Bildungsformat zeigt der Regenretter mit kurzen optionalen Workshops und Mitmachaktionen z. B. zu Wasserkreislauf, Wasserqualität und Regenwassernutzung, wie Klimaanpassung verständlich und positiv erlebbar wird. Das Angebot richtet sich an Kinder aller Altersklassen.
Für das Projekt „Regenretter“ werden aktuell interessierte Kommunen, Einrichtungen und Standorte gesucht, die das Konzept vor Ort umsetzen möchten. Dies ist überall möglich – öffentliche Orte, Gemeindezentren, Fußgängerzonen.
Bei Interesse melden Sie sich gerne bei Hanna Vitz (Referentin für Regenwasserbewirtschaftung der Verbraucherzentrale NRW):
E-Mail: hanna.vitz@verbraucherzentrale.nrw
Tel.: 0211 91380 2164
Neue Förderrunde des Bundesprogramms „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ gestartet
Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) hat am 1. April 2026 die fünfte Förderrunde des Bundesprogramms „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ gestartet. Dafür stehen insgesamt 80 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Klima- und Transformationsfonds (KTF) zur Verfügung. Städte und Gemeinden in ganz Deutschland können bis zum 30. Juni 2026 Projektvorschläge einreichen.
Mit dem 2020 erstmals aufgelegten Bundesprogramm unterstützt das Bundesbauministerium gezielt eine klimagerechte Entwicklung von Kommunen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Ausbau und der Stärkung der sogenannten blau-grünen Infrastruktur. Förderfähig sind vegetabile und bauliche Investitionen sowie investitionsvorbereitende und projektbegleitende Maßnahmen in urbanen und ländlichen Grün- und Freiräumen, die diese in ihrer Vitalität und Funktionsvielfalt erhalten und weiterentwickeln. Ziel ist es, Grün- und Freiräume in Städten und ländlichen Regionen zu erhalten, zu stärken und vielfältiger nutzbar zu machen. So unterstützt der Bund mit dem Programm die Kommunen dabei, ihre Infrastrukturen und öffentlichen Räume besser an die Folgen des Klimawandels anzupassen und widerstandsfähiger zu gestalten.
Städte und Gemeinden sind aufgerufen, geeignete Projekte bei dem mit der Umsetzung des Programms betrauten Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) einzureichen. Die Projekteinreichung erfolgt über easy-Online dem Portal zur Beantragung von Fördermitteln des Bundes. Die Auswahl der Förderprojekte erfolgt durch den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages.
Weitere Informationen finden Sie im entsprechenden Fördersteckbrief des Förder-Navis oder unter Projektaufruf KlimaRäume 2026
Schriftliche Anfragen senden Sie bitte an klima-raeume@bbr.bund.de
Telefonische Auskunft Montag - Donnerstag von 9 - 14 Uhr unter: 030 18401 1777
Hier finden Sie die Pressemitteilung des BMWSB.
Bundesumweltministerium startet Beteiligungsplattform zur Nationalen Wasserstrategie
Zum Weltwassertag am 22. März hat das Bundesumweltministerium (BMUKN) eine neue Online-Beteiligungsplattform zur Nationalen Wasserstrategie (NWS) gestartet. Bürgerinnen und Bürger, Kommunen, Unternehmen, Wirtschaft, Industrie und Verbände sowie weitere Akteure sind eingeladen, ihre Perspektiven zum Thema Wasser einzubringen und ihren Beitrag zum Schutz unserer Gewässer und unseres Wassers sichtbar zu machen. Die Nationale Wasserstrategie, die die Bundesregierung 2023 beschlossen hat, setzt mit ihren 78 Maßnahmen den Rahmen, um Wasserressourcen langfristig zu schützen und nachhaltig zu bewirtschaften. Die Umsetzung der NWS gelingt dabei nur gemeinsam mit den vielen Akteurinnen und Akteuren vor Ort.
Die Plattform bietet zwei Beteiligungsmöglichkeiten:
In einer Bürgerumfrage können Interessierte ihre Erfahrungen, Wahrnehmungen und Erwartungen zum Thema Wasser teilen. Die Ergebnisse sollen zeigen, welche Bedeutung Wasser für die Menschen in Deutschland hat und welche Veränderungen sie bereits wahrnehmen.
Außerdem können Kommunen, Unternehmen, Verbände, Forschungseinrichtungen und Initiativen ihre Projekte und Maßnahmen auf einer Projektkarte eintragen. So wird sichtbar, wo und wie die Nationale Wasserstrategie bereits umgesetzt wird – und welche Ansätze besonders gut übertragbar sind und wir voneinander lernen können.
Die Beiträge und Umfrageergebnisse fließen in einen Bericht zum aktuellen Stand der Nationalen Wasserstrategie und der Weiterentwicklung der Wasserpolitik in Deutschland ein. Der Statusbericht soll Anfang 2027 veröffentlicht werden. Besonders anschauliche Umsetzungsbeispiele sollen darin sowie bei Fachveranstaltungen vorgestellt werden.
Die NWS ist als integrierter Umsetzungsprozess angelegt, um bis 2050 den Schutz der natürlichen Wasserressourcen und die nachhaltige Nutzung von Wasser in Zeiten des globalen Wandels in Deutschland in allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen zum Wohle von Mensch und Umwelt zu verwirklichen.
Die Beteiligungsplattform ist noch bis zum 4. Mai 2026 geöffnet. Dort erhalten Sie auch weitere Informationen zur Nationalen Wasserstrategie. Zur Beteiligungsplattform gelangen Sie über diesen Link.
Informationen zur Woche der Klimaanpassung 2026
Die Woche der Klimaanpassung (WdKA) geht vom 14. bis 20. September 2026 in die fünfte Runde. Alljährlich steht sie unter dem Motto „Gemeinsam für Klimaanpassung". Im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) führt das Zentrum KlimaAnpassung (ZKA) die WdKA durch, um der Klimaanpassung in Deutschland mehr Sichtbarkeit und Gewicht zu geben.
Ziel der WdKA ist es, die Vielzahl der engagierten Institutionen und Akteure öffentlichkeitswirksam sichtbar zu machen. Dazu ist auch Ihre Hilfe nötig. Verbreiten Sie diese Information in Ihrem Wirkungskreis und rufen Sie dazu auf, sich an der Woche der Klimaanpassung mit einer Veranstaltung, Aktion oder einem Beispiel guter Praxis zu beteiligen, vor Ort oder online. Ob als Vortrag, Konferenz, Klimaspaziergang, Workshop, Webinar, Quiz, aktuelle Publikation, Tag der offenen Tür oder Infostand auf dem Marktplatz – die Bedeutung, Vielfalt und Dynamik der Klimaanpassung lässt sich auf unterschiedlichsten Wegen vermitteln.
Mitmachen können alle, die Klimaanpassung umsetzen, planen, fördern oder dazu beraten und informieren. Sie haben die Möglichkeit, ihre Veranstaltung vom 14. bis 20. September unter dem Dach der WdKA einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Dazu zählen Kommunen, soziale Einrichtungen, Behörden und Verbände von Bund und Ländern, Hochschulen, Vereine, Unternehmen, aber auch alle Bürgerinnen und Bürger, die Klimaanpassung vorantreiben.
Ab sofort steht unter www.zentrum-klimaanpassung.de/wdka26 eine Online-Plattform zur Verfügung, in der Sie eigenständig Ihre Aktionen, Veranstaltungen oder auch Beispiele guter Praxis eintragen können. Das Zentrum KlimaAnpassung und das Bundesumweltministerium bewerben mit ihren Medienpartnerinnen und -partnern und über die Social-Media-Kanäle die WdKA. So wird Ihr Engagement weithin sichtbar gemacht. Zudem steht allen Partnerinnen und Partnern online ein Mediakit mit Materialien zur Verfügung, mit dem Sie die Woche der Klimaanpassung selbst bewerben können. Registrieren Sie sich hier.
In Vorbereitung der WdKA wird die Website mit immer neuen Inhalten befüllt. Vorgesehen sind Praxisbeispiele, Videoporträts, Interviews und natürlich die Veranstaltungen der Akteure der Klimaanpassung selbst, die das „Herzstück“ der WdKA sind. Melden Sie sich beim WdKA Ticker an und bleiben Sie rund um die Aktionswoche informiert.
Bei Fragen senden Sie gerne eine Mail an wdka@zentrum-klimaanpassung.de.
Leitfaden "Prima. Klima. Wohnen." veröffentlicht
Wie kommen Projekte der energetischen und integrierten Quartierssanierung und des Klimaschutzes im Gebäudebestand erfolgreich in die Umsetzung vor Ort? Damit beschäftigt sich ein neuer Leitfaden des Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Digitalisierung NRW (MHKBD).
Der digital abrufbare Leitfaden „Prima. Klima. Wohnen.” wendet sich als praxisorientierte Umsetzungshilfe an kommunale Fachleute aus Stadtentwicklung und -planung, Sanierungsmanagement, Architektur und Energieberatung sowie Umwelt und Klimaschutz. Darüber hinaus richtet er sich auch an Akteurinnen und Akteure aus Unternehmen der Energie- und Wohnungswirtschaft. Die Arbeitshilfe bietet Werkzeuge, Checklisten und ausgewählte Best-Practice-Beispiele. Sie gliedert den Prozess der integrierten Quartiersentwicklung in acht miteinander vernetzte Arbeitsschritte – vom Start über die Auswahl geeigneter Quartiere und der Konzeptentwicklung und (digitalen) Akteursbeteiligung bis hin zur Finanzierung, Umsetzung und Kommunikation erfolgreicher Sanierungs- und Modernisierungsprojekte.
Zum interaktiven Leitfaden gelangen Sie hier.
Leitfaden „Urbanes Grün im Klimawandel“ ebenfalls erschienen
Eine weitere Veröffentlichung des Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Digitalisierung NRW (MHKBD) ist der Leitfaden "Urbanes Grün im Klimawandel".
Urbanes Grün kann auf vielfältige Weise einen Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung liefern. Insbesondere im Lebensraum Stadt, der gerade in Innenstadtlagen von dichter Bebauung und hoher Bevölkerungsdichte geprägt ist, kann die Integration von Naturflächen dazu beitragen, die Auswirkungen des Klimawandels zu vermindern. Urbane Grünstrukturen verhindern durch Kaltluft und Verdunstungskühle die Entstehung von Wärmeinseleffekten, schützen vor Überflutungen, tragen zur Artenvielfalt und Biodiversität bei und vermindern die Schadstoffbelastung. Im Zusammenhang mit blauer Infrastruktur können Synergiepotenziale zum nachhaltigen Regenwassermanagement entwickelt werden. Vor diesem Hintergrund sind die klimaregulierenden Funktionen von Naturflächen im Stadtraum bestmöglich nutzbar zu machen und die urbanen Grünstrukturen gleichzeitig besser auf Wetterextreme und Schädlingsbefall vorzubereiten.
Der vorliegende Leitfaden knüpft an die Studie „Urbanes Grün in der integrierten Stadtentwicklung – Strategie, Projekte, Instrumente“ (2012) an und zeigt insbesondere Maßnahmen zur Grünflächenentwicklung vor dem Hintergrund der gestiegenen Bedeutung von Klimaanpassung im urbanen Raum auf.
Der Leitfaden kann im Broschürenservice des MHKBD heruntergeladen werden.
Neues Spotlight des NKU zu Klimaangepassten Kulturveranstaltungen
Wetterextreme setzen die Veranstaltungsbranche auch in NRW zunehmend unter Druck. Sowohl Hitze als auch schwere Unwetter, verbunden mit Blitz, Donner, Starkregen und Sturm erschweren die Plan- und Durchführbarkeit von Kulturveranstaltungen und erhöhen dabei das wirtschaftliche, gesundheitliche und sicherheitsrelevante Risiko für die Veranstaltenden und die Teilnehmenden vor Ort.
Das Netzwerk Klimaanpassung und Unternehmen NRW (NKU) setzt sich in seinem neuesten "Spotlight" damit auseinander, wir Kulturveranstaltungen in NRW klimaangepasst durchgeführt werden können. Dazu wurden Maßnahmen zur Durchführung klimaangepasster Veranstaltungen gesammelt und Best-Practice Beispiele aus NRW näher beleuchtet. Folgende Leitfragen standen dabei im Fokus.
Warum ist Klimaanpassung gerade für die Veranstaltungsbranche besonders relevant?
Welche Anpassungsmaßnahmen können und sollten in der Veranstaltungsbranche bezüglich des Klimawandels vorgenommen werden?
Welche Veranstalterinnen und Veranstalter haben bereits Maßnahmen durchgeführt und was kann die gesamte Anpassungsbranche davon lernen?
Wie sieht eine klimaangepasste Kulturveranstaltung eigentlich aus?
Die Broschüre kann hier heruntergeladen werden.
Studie zum Stand der kommunalen Klimaanpassung veröffentlicht
Kommunale Klimafolgenanpassung erfordert strategisches Handeln, institutionelle Stabilität und lernfähige Strukturen auf allen Ebenen. Um Anpassungsfortschritt zu erreichen, sichtbar zu machen, bewerten zu können und dauerhaft zu verankern, benötigen Kommunen Unterstützung. Wie dies gelingen könnte und wo Forschungsbedarf besteht, zeigt der jetzt erschienene Abschlussbericht des Projekts „Kommunalbefragung: Wo stehen die Kommunen bei der Anpassung an den Klimawandel und wie kommen sie zu multifunktionalen und transformativen Anpassungslösungen?“ das seit 2023 im Auftrag des Umweltbundesamtes durchgeführt wurde.
Der Abschlussbericht kann hier heruntergeladen werden.
Drei neue Leitfäden zur Öffentlichkeitsarbeit zu naturbasierter Klimaanpassung veröffentlicht
Viele Kommunen nutzen naturbasierte Lösungen, um den Folgen des Klimawandels zu begegnen. Bei Bürgerinnen und Bürgern sind sie trotzdem häufig unbekannt. Das Umweltbundesamt (UBA) zeigt mit drei neuen Leitfäden, wie Kommunen dieses Thema durch Stadtkarten, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sichtbarer machen können. Ein Fokus liegt auf bürgernahen Botschaften und Formaten für vulnerable und schwer erreichbare Gruppen.
Folgende Leitfäden stehen zum Download bereit:
Ausblick
UrbanID: Nachhaltige Quartiersplanung am 4. Mai 2026 in Köln
Die frühzeitige Berücksichtigung von Emissionen im Lebenszyklus von Quartieren wird für Kommunen und Planende immer wichtiger. Im Rahmen der Urban Digital Workation im Rheinland, die am 4. Mai 2026 ab 13:30 Uhr in Köln stattfindet, lädt urbanistic gemeinsam mit dem Kölner Architekturbüro ASTOC zu einem fachlichen Austausch ein, um zu zeigen, wie nachhaltige Quartiersplanung mit digitalen Methoden unterstützt werden kann.
Im Mittelpunkt steht das DBU finanzierte Forschungsprojekt UrbanID. Vorgestellt wird ein webbasiertes Werkzeug, mit dem sich Planungsvarianten in 3D Stadtmodellen direkt gegenüberstellen lassen. So wird deutlich, wie Nachhaltigkeitsaspekte bereits in frühen Planungsphasen besser berücksichtigt und Planungsentscheidungen fundierter vorbereitet werden können.
Der fachliche Austausch richtet sich an kommunale Akteurinnen und Akteure sowie weitere Interessierte. Die Veranstaltung bietet Raum, neue Planungsmethoden kennenzulernen, sich über nachhaltige Stadtentwicklung auszutauschen und Einsatzmöglichkeiten digitaler Werkzeuge für die Quartiersplanung zu diskutieren. Im Fokus stehen dabei unter anderem die folgenden Fragen:
Wie lassen sich Emissionen im Lebenszyklus von Quartieren frühzeitig in die Planung einbeziehen?
Welche Vorteile bieten 3D Stadtmodelle für den Vergleich von Planungsvarianten?
Wie können Kommunen und Planende digitale Werkzeuge sinnvoll für eine nachhaltige Quartiersentwicklung nutzen?
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung erhalten Sie auf der Veranstaltungshomepage.
BEW-Seminar Basiswissen zur Hitzeaktionsplanung in Kommunen am 07. Mai 2026, online
Der voranschreitende Klimawandel wird voraussichtlich dazu führen, dass Hitzeperioden künftig häufiger auftreten, länger andauern und mit höheren Maximaltemperaturen einhergehen werden. Bereits heute kann in NRW ein Anstieg der Sommer- und heißen Tage beobachtet werden. Insbesondere in dicht bebauten und stark versiegelten Stadtgebieten resultiert daraus eine erhebliche thermische Belastung, die zu einer Gefahr für die Gesundheit werden kann.
Das BEW-Onlineseminar "Basiswissen zur Hitzeaktionsplanung" vermittelt wissenschaftliche Grundlagen zur Hitzevorsorge und zeigt anhand von Arbeitshilfen und Best-Practice-Beispielen wie Kommunen einen eigenen Hitzeaktionsplan mit effektiven Anpassungsmaßnahmen erstellen können. Das Seminar findet am 7. Mai 2026 von 9:30 bis 12:45 Uhr als Online-Live-Seminar statt und richtet sich an Mitarbeitende von Städten, Kommunen und kommunalen Betrieben.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf der Veranstaltungsseite.
Infotage zum LIFE-Förderaufruf 2026 am 12. und 13. Mai, online
Durch das europäische Umwelt-, Natur- und Klimaprogramm LIFE werden Projekte gefördert, die den Wandel zu einer nachhaltigen, ressourcenschonenden und klimaresilienten Wirtschaft und Gesellschaft unterstützen. Klimaschutz und Klimaanpassung ist dabei eines der vier zentralen Teilprogramme.
Am 12. Mai 2026 von 9:00 bis 13:00 Uhr und am 13. Mai 2026 von 9:30 bis 14:15 Uhr finden die LIFE Infotage statt. Dort erhalten Sie weitere Informationen zum Förderprogramm, den Voraussetzungen sowie zum kürzlich veröffentlichten Förderaufruf für 2026. Anhand von Erfahrungsberichten zu bereits geförderten Projekten werden zudem Einblicke in die praktische Umsetzung und Antragsstellung gegeben. Die Infotage werden von der LIFE-Beratungsstelle der Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (ZUG) gGmbH veranstaltet und finden online statt.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf der Veranstaltungsseite.
Webinar zur Förderrichtlinie "Palu" in NRW am 22. Mai 2026, online
Im Rahmen der ANK-Förderrichtline „Wiedervernässung und innovative Nutzung von Moorböden“ (Palu) werden sowohl die Planung als auch die Umsetzung von Maßnahmen zur dauerhaften Wiedervernässung von land- und forstwirtschaftlich genutzten Moorböden gefördert. Der Name „Palu“ leitet sich von der Paludikultur ab, einem Verfahren zur nassen und damit besonders schonenden Bewirtschaftung von Moorböden.
Am 22. Mai 2026 veranstaltet das ANK-Regionalbüro NRW gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer NRW von 10:00 bis 12:00 Uhr ein Webinar, in dem die Einsatzmöglichkeiten und Förderleistungen für Paludikultur in NRW vorgestellt werden. Eine Anmeldung ist bis zum 20. Mai 2026 auf der Veranstaltungsseite möglich. Eine weitere Abendveranstaltung zur Palu-Richtlinie ist ebenfalls in Planung.
Anmeldungen für die Resilience Expo am 10. Juni 2026 in Mönchengladbach ab sofort möglich
Die Anmeldung zur diesjährigen Resilience Expo ist ab sofort auf der Veranstaltungsseite möglich.
Die Resilience Expo ist die weltweit erste Fachausstellung, die sich konsequent den Produkten, Technologien und Dienstleistungen der Klimaanpassung widmet: Von Hochwasserschutz, wassersensibler Infrastruktur und klimaresilienten Gebäuden über Frühwarn- und Monitoring-Systeme bis hin zu Beratung, digitalen Tools und Finanzierungsangeboten präsentieren Unternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen ihre Lösungen für eine klimaresiliente Zukunft. Besucherinnen und Besucher erhalten unter anderem:
- einen Überblick über innovative Anpassungslösungen.
- Best Practices aus Projekten im In- und Ausland.
- den direkten Austausch mit Anbietern, Anwenderinnen und Anwendern sowie anderen Nutzenden.
Die diesjährige Resilience Expo findet am 10. Juni 2026 im Hugo Junkers Hangar in Mönchengladbach statt und ist für Fach- und Führungskräfte aus Unternehmen, Kommunen, Landes- und Bundesverwaltung sowie Akteurinnen und Akteure aus Forschung, Zivilgesellschaft und Verbänden interessant.
Fachsymposium „Schwammstädte stärken“ am 23. Juni 2026 in Dessau
Am 23. Juni 2026 präsentiert das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) gemeinsam mit dem Umweltbundesamt (UBA) in Dessau im Rahmen eines Fachsymposiums die Ergebnisse des Forschungsvorhabens „Schwammstadt: Blau-grüne Infrastrukturen umsetzen – Wirksame Hebel für wassersensible Städte und nachhaltige Musterlösungen für begrünte Dächer“.
Im Fokus der Veranstaltung steht dabei die Frage, welche Rahmenbedingungen aus der Perspektive von Städten, Verbänden und der Wissenschaft für eine erfolgreiche Umsetzung des Konzeptes der Schwammstadt notwendig sind.
Weitere Informationen zum Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf der Veranstaltungsseite. Anmeldefrist ist hier der 9. Juni 2026.
Save the Date: Fachtagung „Klimaanpassung erfolgreich gestalten“ am 07. Oktober 2026 in Bonn
Die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen (SUE) veranstaltet am 7. Oktober 2026 im LVR-Landesmuseum in Bonn eine Fachtagung, die sich mit der Akzeptanz und Wahrnehmung von Klimaanpassungsmaßnahmen beschäftigt. Die Aufklärung und Sensibilisierung für das Thema Klimafolgenanpassung ist entscheidend, damit entsprechende Maßnahmen auf kommunaler Ebene mitgetragen werden und in der Praxis tatsächlich umgesetzt werden.
Informationen zur Veranstaltung sowie die bereits bestehende Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf der Veranstaltungsseite.