9.7
Länge der Pollensaison „Die Pollensaison dauert im Mittel mehr als sieben Monate“
1997199819992000200120022003200420052006200720082009201020112012201320142015201620172018201920202021
Beginn Pollensaison [LIPP]409632-182653141248919365725127810-838,018,040631
Ende Pollensaison [LIPP]229232234229237255222231237257230230242231228228226247236244226,0244,0222223228
Länge Pollensaison [LIPP]189223228197255229169217225209221211206174203216219239226252188,0226,0182217197
Beginn Pollensaison [MOEN]409218-825721047-9737511621-1713-12,036,01,015-326,0
Ende Pollensaison [MOEN]230236238234233236232230242245227231231234248234237235234235228247230233277
Länge Pollensaison [MOEN]190227236216241211225228232198236224194183232213238228221247192246215236251

Länge der Pollensaison in Tagen (d) sowie Tag des Beginns der Haselpollensaison und des Endes der Beifußpollensaison an den Messstationen Bad Lippspringe [LIPP] und Mönchengladbach [MOEN] im Zeitraum 1997-2021. Negative Werte markieren Werte im Dezember des Vorjahres (Datengrundlage: PID). Erklärvideo zu den Diagramm-Funktionen.

Datenstand 31.12.2021
Messgröße Länge der Pollensaison, Anzahl der Tage
Räumliche Abdeckung Bad Lippspringe, Mönchengladbach
Datenquelle Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID)
Fortschreibungsturnus jährlich
DPSIR-Indikator Impact

Typische durch Pollen ausgelöste allergische Krankheiten sind allergische Rhinitis (Heuschnupfen) und allergisches Asthma. Während der Pollensaison ist eine Vielzahl der von Pollenallergien Betroffenen auf eine medikamentöse Behandlung angewiesen und leidet zusätzlich unter deren Nebenwirkungen. Eine Verlängerung der Pollensaison infolge des Klimawandels kann die gesundheitlichen Folgen verstärken.

Um die Länge der Pollensaison abzubilden greift der Indikator auf Messreihen des Polleninformationsdienstes (PID) zum Pollenflug von Hasel und Beifuß zurück. Üblicherweise markiert der Pollenflug der Hasel den Beginn, jener des Beifußes das Ende der Pollensaison (Damialis et al. 2019, EAN – Europäisches Aeroallergen Netzwerk). Die Länge der Pollensaison gibt der Indikator in Tagen [d] an. Dabei ist zu beachten, dass der Pollenflug der Hasel und damit auch die gesamte Pollensaison bereits im Dezember des Vorjahres beginnen kann. Ist dies der Fall, wird der Tag des Beginns der Pollensaison vom Jahresbeginn rückwärts gezählt und mit negativem Vorzeichen angeben.

 

Literatur:

Damialis, A., Traidl-Hoffmann, C., & Treudler, R. (2019). Climate change and pollen allergies. Biodiversity and health in the face of climate change, 47-66.

Für die gesamte Zeitreihe (1997-2021) liegt die mittlere Länge der jährlichen Pollensaison für die Station Mönchengladbach bei 222 Tagen pro Jahr, für die Station Bad Lippspringe bei 213 Tagen pro Jahr.

Sowohl Temperaturen als auch Niederschlagsdargebot haben Einfluss auf Länge, Beginn und Ende der Pollensaison. Daher sind die Zeitreihen auch sehr variabel. Eine besonders lange Pollensaison gab es zum Beispiel im Jahr 2001. In Bad Lippspringe ist dieses Jahr der Spitzenreiter bei der Länge der Pollensaison mit 255 Tagen, in Mönchengladbach kommt das Jahr 2001 auf Platz 3, während hier das Jahr 2016 mit 252 Tagen auf Rang 1 steht. Die Minimumwerte unterscheiden sich bei beiden Stationen deutlicher. In Bad Lippsringe gab es die kürzeste Pollensaison im heißen Jahr 2003 mit einer Dauer von 169 Tagen, in Mönchengladbach im Jahr 2010 mit 183 Tagen.

Für alle Indikatoren werden eine Trendberechnung und Signifikanzprüfung nach der Methode des Umweltbundesamtes, kurz "DAS-Methode" genannt, durchgeführt. Die Trendanalyse ergibt, dass an den beiden dargestellten Messstationen noch bei keiner der hier dargestellten Zeitreihen ein signifikanter Trend erkennbar ist.

 

Mittlere Länge der Pollensaison pro Jahr (Anzahl der Tage)

Mönchengladbach

Bad Lippspringe

 

Mittelwert

Trend

Änderung

Mittelwert

Trend

Änderung

1997-2021

222

 

-

213

 

-

Trendbeschreibung

 

  steigender Trend
  fallender Trend
  Trend mit Trendumkehr: zuerst fallend, dann steigend
  Trend mit Trendumkehr: zuerst steigend, dann fallend
  fallender quadratischer Trend
  kein Trend

 

Trendbewertung

 

günstige Entwicklung
     
     

 

ungünstige Entwicklung
     
     

 

keine Bewertung der Entwicklung möglich oder gleichzeitig günstige und ungünstige Entwicklungsaspekte vorhanden