7.1
Phänologie der Buche und Eiche „Die Vegetationszeit von Buche und Eiche wird immer länger“
Jahr200120022003200420052006200720082009201020112012201320142015201620172018201920202021
Buche167158170162163173169162178168170166162181172173,00158180179175164
Eiche175169174182174182184168184175189176174191177182,00173199191190171

Mittlere Dauer der Vegetationszeit der Buche und der Eiche in NRW im Zeitraum 2001-2021 (Datengrundlage: Forstliches Umweltmonitoring NRW). Erklärvideo zu den Diagramm-Funktionen.

Datenstand 31.12.2021
Messgröße Mittlerer Blattaustrieb, Tag im Jahr; Mittlere Blattverfärbung, Tag im Jahr; Länge der Vegetationsphase, Anzahl Tage
Räumliche Abdeckung Punktuelle Stationsdaten
Datenquelle Forstliches Umweltmonitoring Nordrhein-Westfalen
Fortschreibungsturnus jährlich
DPSIR-Indikator Impact

In der Phänologie werden jahreszeitlich wiederkehrende Erscheinungen in der Pflanzen- und Tierwelt beobachtet, wie beispielsweise der Blattaustrieb und die Blattverfärbung bei Bäumen. Temperaturveränderungen wirken sich unmittelbar auf die phänologischen Stadien aus, daher gehören diese zu den sensitivsten Bioindikatoren für den Klimawandel. Vor allem im Frühling, aber auch in den anderen Jahreszeiten bestimmt die Temperaturentwicklung der vorausgehenden zwei bis drei Monate die jeweiligen Entwicklungsphasen. So bedingen die immer milderen Winter und wärmeren Frühjahre, dass unsere Waldbäume immer früher austreiben. Die Herbstphasen werden hingegen von zahlreichen anderen Faktoren, wie beispielsweise der sommerlichen Niederschlagsmenge und der Sonneneinstrahlung mitbestimmt. Eine Veränderung der phänologischen Stadien kann weitreichende Konsequenzen für den Wald mit sich bringen.

Die Dauer der Vegetationszeiten der Buche und Eiche werden anhand ihres Blattaustriebes im Frühling und ihrer Blattverfärbung im Herbst bestimmt: Beim Laubaustrieb ist für den Vegetationszeitbeginn ein bestimmtes Stadium der Blattentfaltung definiert, das erreicht oder überschritten sein muss. Bei der Herbstaufnahme wird der Anteil des verfärbten Laubes in der Baumkrone abgeschätzt. Die Daten werden auf Flächen des forstlichen Umweltmonitorings in NRW durch das LANUV seit 2001 erhoben.

Im untersuchten Zeitraum 2001-2021 dauert die Vegetationsphase der Buche im Mittel über den gesamten Messzeitraum 169 Tage, die der Eiche 180 Tage. In diesem eher kurzen Zeitraum war bei der Eiche das Jahr 2018 das Jahr mit der längsten Vegetationsperiode mit 199 Tagen, bei der Buche das Jahr 2014 mit 181 Tagen. Beide Jahre sind unter den fünf wärmsten Jahren in NRW vertreten. Bei beiden Baumarten tritt 2002 (zusammen mit 2008 (Eiche) und 2017 (Buche)) als das Jahr mit der kürzesten Vegetationszeitlänge auf. Diese liegt bei der Eiche bei 169 Tagen und bei der Buche bei 158 Tagen.

Für alle Indikatoren wird eine Trendberechnung und Signifikanzprüfung nach der Methode des Umweltbundesamtes, kurz "DAS-Methode" genannt, durchgeführt. Die Trendanalyse ergibt für die mittlere Vegetationszeitlänge der Eiche und Buche für diesen vergleichsweise kurzen Zeitraum bisher keine signifikante Änderung.

 

Mittlere Vegetationszeitlänge, Anzahl Tage

Buche

Eiche

 

Mittelwert

Trend

Änderung

Mittelwert

Trend

Änderung

2001-2021

169

 

-

180

 

-

Trendbeschreibung

 

  steigender Trend
  fallender Trend
  Trend mit Trendumkehr: zuerst fallend, dann steigend
  Trend mit Trendumkehr: zuerst steigend, dann fallend
  fallender quadratischer Trend
  kein Trend

 

Trendbewertung

 

günstige Entwicklung
     
     

 

ungünstige Entwicklung
     
     

 

keine Bewertung der Entwicklung möglich oder gleichzeitig günstige und ungünstige Entwicklungsaspekte vorhanden