12.2
Effizienz der Flächeninanpruchnahme „Die Siedlungsfläche pro Einwohnerin und Einwohner geht leicht zurück“
Jahr2015201620172018201920202021
Siedlungsfläche pro Einwohner*in260,63259,77258,24257,36257,27257,3257,51

Regionalplanerisch ausgewiesener Siedlungsraum pro Einwohner und Einwohnerin in m²  in NRW (Datengrundlage: IT.NRW). Erklärvideo zu den Diagramm-Funktionen.

Datenstand 31.12.2021
Messgröße Siedlungsfläche pro Einwohner und Einwohnerin in Quadratmeter
Räumliche Abdeckung Nordrhein-Westfalen (NRW)
Datenquelle IT.NRW
Fortschreibungsturnus jährlich
DPSIR-Indikator Response

Ein wichtiger Grundsatz der Landes- und Regionalplanung ist der Erhalt von Freiraum mit seinen vielfältigen Funktionen, zu denen auch die Sicherung unversiegelter Flächen gehört. Gleichzeitig soll die Siedlungsentwicklung bedarfsgerecht und flächensparend durch die Ausweisung von Siedlungsraum und in untergeordnetem Maße von Bauflächen in den kleineren Ortsteilen gestaltet werden. Diese Rahmensetzung wirkt sich allerdings erst durch die konkrete Planung und Umsetzung der nachgeordneten Ebenen konkret auf die Landbedeckung und Landnutzung aus. Die tatsächliche Nutzung der vorgegebenen Möglichkeiten bleibt den kommunalen Planungsträgern überlassen. Insgesamt betrachtet ist eine möglichst sparsame Flächennutzung optimal. Je weniger Fläche versiegelt ist, desto resilienter werden Siedlungsräume gegenüber Hitze und Starkregen.

Der regionalplanerische Siedlungsraum, in dem sich die Siedlungsentwicklung der Städte und Gemeinden hauptsächlich vollzieht, setzt sich aus den in den Regionalplänen festgelegten Allgemeinen Siedlungsbereichen (ASB) und Bereichen für gewerbliche und industrielle Nutzungen (GIB) (einschließlich ASB und GIB für zweckgebundene Nutzung und GIB für flächenintensive Großvorhaben) zusammen.

In Bezug auf Klimaanpassung ist es dabei von zentraler Bedeutung, die Effizienz der Flächennutzung zu steigern und die Inanspruchnahme von Freiraum so gering wie möglich zu halten. Entsprechend wird die Entwicklung des regionalplanerisch festgelegten Siedlungsraums im Verhältnis zur Bevölkerungsentwicklung beurteilt. Die Angabe erfolgt in Quadratmeter Siedlungsfläche pro Einwohnerin und Einwohner. Die Daten stammen von IT.NRW.

Für den Gesamtzeitraum 2015-2021 liegt die mittlere Siedlungsfläche je Einwohnerin und Einwohner bei rund 258 m².

Für alle Indikatoren erfolgt eine Trendberechnung und Signifikanzprüfung nach der Methode des Umweltbundesamtes, kurz "DAS-Methode" genannt.

Der Indikator zeigt insgesamt eine leichte Abnahme der ausgewiesenen Siedlungsfläche pro Einwohnerin bzw. Einwohner. Die Trendanalyse ergab einen signifikant fallenden Trend (linear).  Das Änderungssignal (Differenz zwischen Anfangs- und Endwert der Trendlinie) ergibt eine Abnahme um -3,2 m² je Einwohner und Einwohnerin. Zurückzuführen ist dies auf den steigenden Bevölkerungsstand in NRW, welcher seit 2015 im Verhältnis schneller gewachsen ist, als der in den Regionalplänen zur Verfügung gestellte Siedlungsraum. Der dadurch gestiegene Bedarf an Siedlungsfläche sollte möglichst flächeneffizient befriedigt werden.

 

Siedlungsfläche pro Einwohner und Einwohnerin in m² Mittelwert Trend Änderung
2015-2021 258   -3,2

 

Trendbeschreibung

 

  steigender Trend
  fallender Trend
  Trend mit Trendumkehr: zuerst fallend, dann steigend
  Trend mit Trendumkehr: zuerst steigend, dann fallend
  fallender quadratischer Trend
  kein Trend

 

Trendbewertung

 

günstige Entwicklung
     
     

 

ungünstige Entwicklung
     
     

 

keine Bewertung der Entwicklung möglich oder gleichzeitig günstige und ungünstige Entwicklungsaspekte vorhanden