Europäische Partnerschaft FOREST
38 Förderorganisationen aus 28 Ländern sowie die Europäische Kommission stellen Mittel bereit, um Europas Wälder fit für die Zukunft zu machen.
Fördergegenstand
Investive Maßnahmen
Förderfähige Maßnahmen
Die eingereichten Projektvorschläge müssen einem oder mehreren der folgenden Themenbereiche zugeordnet werden:
- Resiliente Wälder und Waldlandschaften (Resilient Forests and Forest Landscapes)
Dieser Bereich hat zum Ziel, die Resilienz von Wäldern und Waldlandschaften gegenüber den Folgen des Klimawandels sowie weiteren biotischen und abiotischen Stressfaktoren zu stärken. Hier werden neue Erkenntnisse über die Wechselwirkungen zwischen Klimawandel, Biodiversität, Waldgesundheit und Ökosystemfunktionen sowie innovative Ansätze zur Anpassung und Wiederherstellung von Waldökosystemen adressiert. Berücksichtigt werden dabei Wechselwirkungen zwischen Klimawandel, Biodiversität, Kohlenstoffspeicherung, Wasserhaushalt, Störungen durch Extremereignisse sowie Schädlings- und Krankheitsbefall. Ziel ist es, die langfristige Funktionsfähigkeit von Waldökosystemen und ihre Beiträge zu Klima-, Biodiversitäts- und Nachhaltigkeitszielen zu sichern. - Diversifizierte Waldbewirtschaftung für multifunktionale Wälder (Diversified Forest Management for Multiple Benefits)
Dieser Bereich adressiert eine diversifizierte, standortangepasste und multifunktionale Waldbewirtschaftung, die ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Anforderungen gleichermaßen berücksichtigt. Im Fokus stehen die Entwicklung und Bewertung innovativer Waldbaukonzepte, klimaangepasster Baumarten- und Herkunftswahlen, neuer Technologien sowie datenbasierter Planungs- und Entscheidungsinstrumente. Ziel ist es, die Resilienz und Produktivität von Wäldern zu erhöhen, die Bereitstellung vielfältiger Ökosystemleistungen zu unterstützen und zugleich eine nachhaltige Rohstoffversorgung für eine Wald-Holz-Wertschöpfungskette sicherzustellen. - Innovative Forstprodukte und zirkuläres Wirtschaften (Innovative Forest Products and the Circular Bioeconomy)
Forschung und Innovation sollen die nachhaltige Nutzung forstlicher Ressourcen entlang der gesamten Wertschöpfungskette stärken und den Übergang zu einer kreislauforientierten Wirtschaft unterstützen. Gegenstand sind die Entwicklung innovativer Holz- und Nichtholz-Waldprodukte, ressourceneffizienter Produktionsverfahren sowie digitaler und zirkulärer Wertschöpfungsmodelle. Adressiert werden darüber hinaus auch Fragen der Wiederverwendung, des Recyclings und der Kaskadennutzung von Rohstoffen sowie die Bewertung ökologischer und gesellschaftlicher Wirkungen. Ziel ist es, fossile Rohstoffe schrittweise zu ersetzen und die Wettbewerbsfähigkeit einer nachhaltigen Forst- und Holzwirtschaft zu stärken. - Gesellschaft, Politik und Governance (Society, Policy and Governance)
Gefördert werden Forschungs- und Innovationsvorhaben zu den gesellschaftlichen, politischen und institutionellen Rahmenbedingungen einer nachhaltigen Entwicklung von Wald und Forstwirtschaft. Im Mittelpunkt stehen gesellschaftliche Erwartungen an Wälder, Governance- und Beteiligungsansätze, politische Steuerungsinstrumente, Eigentums- und Nutzungsstrukturen sowie neue Geschäfts- und Wertschöpfungsmodelle. Darüber hinaus werden Wechselwirkungen zwischen Wald, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik adressiert und es können Ansätze für Konfliktlösung, Wissenstransfer und Transformationsprozesse entwickelt werden. Ziel ist es, evidenzbasierte Entscheidungsgrundlagen für eine nachhaltige und gesellschaftlich akzeptierte Waldnutzung bereitzustellen.
Antragsberechtigte
Antragsberechtigt sind Hochschulen, Fachhochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Einrichtungen der Kommunen, der Länder und des Bundes sowie Verbände und weitere gesellschaftliche Organisationen (wie zum Beispiel Stiftungen, Vereine und NGOs).
Fördergebende Institution
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) sowie das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) und die Europäische Kommission.
Förderart
Zuschuss. Die Förderquote liegt bei bis zu 100 %.
Antragsverfahren
Zweistufig.
Förderfenster
Das erste Förderfenster öffnet sich am 15. September 2026.