Schmuckbild Spätherbst max5128 - B512569868 - bildagentur.panthermedia.net

Der Jahrestrend setzt sich fort: zu warm, zu trocken, sehr sonnig – der November 2022

Kalender Icon05.12.2022
Newspaper Icon Witterungsverlauf

Auch der November 2022 reiht sich in die Serie überdurchschnittlich warmer Monate des Jahres 2022 ein. Im Vergleich zur ersten Monatshälfte fielen die letzten beiden Novemberwochen nach einem Wetterumschwung merklich kühler und wechselhafter aus. Insgesamt jedoch war der November wieder deutlich zu trocken und auch die Sonnenscheinstunden erreichten in NRW – für einen November untypisch – erneut beinahe einen Rekordwert.

Mit einer durchschnittlichen Temperatur von 8,1 °C lag der November 2022 im sechsten Jahr in Folge über dem Durchschnitt der aktuellen Klimanormalperiode 1991-2020 (Abweichung: 2,1 Kelvin) und sogar sehr deutlich über dem Durchschnitt der Referenzperiode 1961-1990 (Abweichung: 3,0 Kelvin). Dieser November war damit der 7.-wärmste November seit Aufzeichnungsbeginn. Die folgende Tabelle, welche die Temperaturwerte der Klimanormalperioden 1881-1910, 1961-1990 und 1991-2020 darstellt, zeigt, dass die langjährige Mitteltemperatur für November im durchschnittlichen Monatsmittel merklich angestiegen ist, nämlich um insgesamt 1,5 Kelvin seit Beginn der Aufzeichnungen bis zum Zeitraum 1991-2020.

1881-1910

1961-1990

1991-2020

2022

4,5 °C

5,1 °C

6,0 °C

8,1 °C

Der November war 2022 im dritten Jahr in Folge deutlich zu trocken. Mit 54 l/m² erreichte er nur rund 68 % des Mittelwertes 1961-1990 (79 l/m²) sowie 72 % des Mittelwertes der aktuellen Klimanormalperiode 1991-2020 (64 l/m²). Der November 2022 belegte Platz 51 der niederschlagsärmsten Novembermonate seit Beginn der Aufzeichnungen und liegt somit eher im Mittelfeld. Die Gesamtbetrachtung der Klimanormalperioden 1881-1910, 1961-1990 und 1991-2020 zeigt insgesamt eine Stagnation der monatlichen Niederschlagssummen (s. nachfolgende Tabelle); ob sich der Trend der letzten drei Jahre fortsetzen wird, bleibt abzuwarten.

1881-1910

1961-1990

1991-2020

2022

62 l/m²

79 l/m²

75 l/m²

54 l/m²

Im November 2022 lagen die Sonnenscheinstundensumme mit erfassten 88 h im NRW-Mittel weit über dem Durchschnitt der aktuellen Klimanormalperiode (1991-2020: 55 h) bzw. dem der Referenzperiode 1961-1990 (53 h). Dies entspricht einer positiven Abweichung von rund 40 %. Damit landete der November 2022 auf Rang 3 der sonnenscheinreichsten Novembermonate seit Beginn der Aufzeichnungen 1951. Vergleicht man die mittlere Sonnenscheindauer der drei letzten Klimanormalperioden für November miteinander, ergibt sich lediglich ein minimaler Anstieg der Sonnenscheinstundensumme seit Aufzeichnungsbeginn, der Wert für November 2022 sticht hier deutlich heraus.

1951-1980

1961-1990

1991-2020

2022

50 h

53 h

55 h

88 h

Um einen Einblick zu geben, wie das Temperaturgeschehen im November war, werden an zwei Stationen des LANUV-Luftqualitätsmessnetzes Temperatur-Kenntage ausgewertet. Dafür wird zum einen die Station Köln –Turiner Straße (VKTU) als eine innerstädtische Station einer Großstadt in der wärmebegünstigten Niederrheinischen Bucht und zum anderen die Station Warstein (WAST) in Warstein als ein Beispiel für eine Stadtrandlage in einer Mittelstadt am Nordrand des Sauerlands dargestellt.

Während an der Kölner Messstation keinerlei Temperaturkenntage erfasst wurden, konnten an der Station Warstein zwei Frosttage verzeichnet werden. Die Höchst- und Tiefsttemperaturen des Novembers 2022 lagen in Köln jeweils rund 2 °C bzw. 3 °C über jenen des Vorjahres; in Warstein hingegen hat sich die Temperaturamplitude mit Differenzen von jeweils rund -4 °C und +7 °C gegenüber November 2021 deutlich vergrößert.

Eine Übersicht zur Einordnung weiterer Monate und Jahreszeiten, basierend auf den Daten des DWDs, finden Sie hier.

Kenntage im November 2022 VKTU WAST
Frosttage 0 2
Eistage 0 0
Tiefsttemperatur 3,5 °C -5,1 °C
Höchsttemperatur 18,7 °C 20,2 °C

 

Weitere aktuelle Inhalte

Aktuelle Meldungen Icon
Winterdorf Oleksandra_1768248064

Trotz winterlichem Mittelteil zu warm und zu trocken – der Winter 2025/2026

Kalender Icon03.03.2026
Newspaper Icon Witterungsverlauf

Der Winter 2025/2026 hatte von allem etwas zu bieten. So wechselten sich sehr milde Abschnitte und winterliche Phasen mit Schnee und Frost ab. Der Dezember verlief überwiegend mild, trocken und sonniger als üblich. Zum Jahresanfang brachte Sturmtief "Elli" Wind, Schnee und Glatteis, jedoch dabei glücklicherweise kein größeres Verkehrschaos nach NRW. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern gewannen hier im Monatsverlauf - in weiten Teilen des Landes - Tauwetter und durchschnittliche Temperaturen über dem Gefrierpunkt die Oberhand. Der Februar zeigte sich wechselhaft, mit zahlreichen Regenschauern und zum Monatsende hin teilweise frühlingshaften Temperaturen.

Alles in allem war der Winter 2025/2026 zu warm, deutlich zu trocken und leicht überdurchschnittlich sonnig.

weiterlesen
Sonnenuntergang bei blauem Himmel YODCHAI234226207 - stock.adobe.com

Ziemlich mild, aber regnerisch und vergleichsweise trüb – der Februar 2026

Kalender Icon03.03.2026
Newspaper Icon Witterungsverlauf

Der Februar 2026 startete landesweit ziemlich mild; zur Monatsmitte gingen die Temperaturen noch einmal kurz auf winterliches Niveau zurück, um dann in einem vorfrühlingshaften Finale zu enden, wodurch die letztendliche positive Temperaturabweichung recht groß ausfiel. Besonders warm wurde es dabei z. B. in Geilenkirchen und Duisburg, mit einer Durchschnittstemperatur von jeweils 6,7 °C. Zum Monatsende hin wurden örtlich Spitzentemperaturen von über 20 °C erreicht. Dabei war der letzte Wintermonat um die Monatsmitte herum, insbesondere im Süden und Westen des Landes, von kontinuierlichen Niederschlägen geprägt. Bedingt auch durch große Niederschlagsmengen im Südwesten Deutschlands, führte der Rhein in der dritten Monatsdekade reichlich Wasser und ließ die Pegel steigen, jedoch ohne dass sich dabei ein größeres Hochwasser entwickelte. Daraus folgend zeigte sich die Sonne in diesem Februar verhältnismäßig selten, auf leicht unterdurchschnittlichem Niveau. Besonders trüb war es z. B. in Bad Berleburg im Rothaargebirge: an der dortigen DWD-Messstation in Stünzel schien in diesem Februar die Sonne nur 35 Stunden lang, was lediglich 44 Prozent des üblichen Ortsdurchschnitts beträgt.

weiterlesen
Hitze im Hafen Martin Debus_119223095.jpeg

Vorstellung der Klimaanalyse NRW 2026 am 27. März, online

Kalender Icon27.02.2026
Newspaper Icon Veranstaltung

Das Warten hat ein Ende! Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass die Erstellung der neuen Klimaanalyse NRW 2026 mittlwerweile abgeschlossen ist und diese nach finaler Freigabe im März veröffentlicht werden kann.

weiterlesen