AdobeStock_249669454
Sehr sonnig und überwiegend trocken – der Mai 2025
Mit dem Mai 2025 endet bereits der meteorologische Frühling. Ähnlich wie seine Vorgängermonate war er zu warm, aber weiterhin nicht extrem, und erneut sehr sonnig. Beim Niederschlag bleibt vor allem die Trockenheit der ersten zwei Monatsdekaden in Erinnerung, gegen Ende jedoch gab es erneut einen eher wechselhaften Witterungsabschnitt, der die Trockenheit ein wenig lindern konnte.
Knapp drei Wochen lang sah es im diesjährigen Mai danach aus, als würde er als einer der trockensten in die Geschichte eingehen, Meldungen von Waldbränden wurden wieder häufiger, dann jedoch stellte sich die Wetterlage um, Tiefdruckgebiete übernahmen zunehmend das Geschehen und es kam - nicht unüblich für Ende Mai - zu einigen stärkeren Regenfällen und auch Unwettern, die aber, wie fast immer, vor allem lokal auftraten und entsprechend für Schäden sorgten. Diese beeinflussten die Niederschlagsstatistik jedoch wesentlich.
Die Durchschnittstemperatur lag im Mai 2025 bei 13,6 °C und damit zum Teil deutlich über den Mittelwerten aller Klimanormalperioden: Gegenüber der Referenzperiode 1961-1990 ergibt sich eine positive Abweichung von 1,2 K, während die Abweichung zur aktuellen Klimanormalperiode 1991-2020 lediglich 0,3 K betrug. Dieser Mai liegt im oberen Mittelfeld der wärmsten Maimonate seit Beginn der Aufzeichnungen 1881. Der Vergleich der Klimanormalperioden 1881-1910 (12,2 °C), 1961-1990 (12,4 °C) und 1991-2020 (13,3 °C) verdeutlicht den kontinuierlichen Anstieg der Lufttemperatur um insgesamt 1,1 K seit Messbeginn.
|
1881-1910 |
1961-1990 |
1991-2020 |
2025 |
|---|---|---|---|
|
12,2 °C |
12,4 °C |
13,3 °C |
13,6 °C |
Der Mai 2025 präsentierte sich in Nordrhein-Westfalen mit 48 l/m² Niederschlag letztlich als moderat feuchter Monat, der zu zwei Dritteln sehr trocken und im letzten Drittel vergleichsweise nass war. Die Niederschlagssumme lag dabei deutlich sowohl unter dem langjährigen Mittel der Referenzperiode 1961-1990 (72 l/m²) als auch dem der aktuellen Klimanormalperiode 1991-2020 (64 l/m²). Mit dem Ranglistenplatz 42 der niederschlagsärmsten Maimonate seit Aufzeichnungsbeginn ordnet sich der diesjährige Monat auch hier im oberen Mittelfeld der historischen Messreihe ein. Im Vergleich der Klimanormalperioden wird deutlich, dass die aktuelle Klimanormalperiode 1991-2020 einen ähnlich niedrigen Wert wie die erste Klimanormalperiode 1881-1910 (60 l/m²) aufweist, während der Referenzzeitraum 1961-1990 ein wenig feuchter ausfiel.
|
1881-1910 |
1961-1990 |
1991-2020 |
2025 |
|---|---|---|---|
|
60 l/m² |
72 l/m² |
64 l/m² |
48 l/m² |
Der Mai 2025 war mit 257 Sonnenstunden erneut außergewöhnlich sonnig und belegt den neunten Platz der sonnenscheinreichsten Maimonate seit Beginn der Aufzeichnungen 1951. Damit übertrifft er nicht nur deutlich den Durchschnitt der aktuellen Klimanormalperiode 1991-2020 (201 h), sondern auch die Mittelwerte der früheren Referenzperiode 1961-1990 (190 h). Mit einer positiven Abweichung von +67 Stunden gegenüber dem Referenzwert 1961-1990 setzt sich die Tendenz der letzten Jahre fort. Die aktuelle Sonnenscheindauer bestätigt somit die in den letzten Jahrzehnten beobachtete Häufung besonders sonniger Maimonate in Nordrhein-Westfalen.
|
1951-1980 |
1961-1990 |
1991-2020 |
2025 |
|---|---|---|---|
|
195 h |
190 h |
201 h |
257 h |
Um einen Einblick zu geben, wie das Temperaturgeschehen im Mai war, werden an zwei Stationen des LANUV-Luftqualitätsmessnetzes Temperatur-Kenntage ausgewertet. Dafür wird zum einen die Station Köln –Turiner Straße (VKTU), als eine innerstädtische Station einer Großstadt in der wärmebegünstigten Niederrheinischen Bucht, und zum anderen die Station Warstein (WAST) in Warstein als ein Beispiel für eine Stadtrandlage in einer Mittelstadt am Nordrand des Sauerlands, dargestellt.
Der Mai 2025 zeigte kaum Unterschiede zwischen den beiden Standorten und fiel insgesamt aus wie das Vorjahr. Während in Köln vier Sommertage bei einer Höchsttemperatur von knapp 29,8 °C verzeichnet wurden, kam die höhergelegene Station in Warstein immerhin auf drei Sommertage mit einer Höchsttemperatur von knapp 26,8 °C. Die Tiefsttemperaturen lagen bei 7,3 °C (VKTU) und 3,0 °C (WAST). Im Vergleich zum Mai 2024 wurden dieses Jahr lediglich in Köln zwei Sommertage mehr erfasst, ansonsten gab es keine Unterschiede.
Eine Übersicht zur Einordnung weiterer Monate und Jahreszeiten, basierend auf den Daten des DWDs, finden Sie hier.
| Kenntage im Mai 2025 | VKTU | WAST |
|---|---|---|
| Sommertage | 4 | 3 |
| Heiße Tage | 0 | 0 |
| Tropennächte | 0 | 0 |
| Tiefsttemperatur | 7,3 °C | 3,0 °C |
| Höchsttemperatur | 29,8 °C | 26,8 °C |
Weitere aktuelle Inhalte
Sutthiphong_2104830009_2.jpeg_AdobeStock
Landtag beschließt KlAnG NRW und LANUK Unterstützt bei der Umsetzung der KlAnKVO
In seiner Sitzung am 14. Oktober 2026 hat der Landtag Nordrhein-Westfalen das novellierte Klimaanpassungsgesetz NRW (KlAnG) verabschiedet. Sobald dieses im Gesetzblatt verkündet ist, tritt die damit einhergehende Klimaanpassungskonzeptverordnung (KlAnKVO) zum 1. Januar 2027 in Kraft. Die Verordnung regelt, welche Städte und Gemeinden ab dem kommenden Jahr ein Klimaanpassungskonzept erstellen müssen.
weiterlesen
03093215 ©panthermedia.net Liane Matrisch
Überdurchschnittliche Temperaturen und Trockenheit setzen sich fort – der September 2026
Nach dem Rekordsommer 2026 blieb die synoptische Wetterlage auch im September weiterhin überdurchschnittlich warm, trocken und sonnig. Nordrhein-Westfalen erlebte auch Anfang und Ende September Temperaturen von über 30 °C, wobei in der Monatsmitte die nächtlichen Temperaturen auch schon recht frisch in den einstelligen Bereich rutschten. Gelegentliche Niederschläge konnten nichts an der Tatsache ändern, dass auch der September trockener als im langjährigen Mittel blieb. Da dies auch außerhalb Nordrhein-Westfalens im gesamten Rheineinzugsgebiet so war, gab es auch weiterhin neue Rekordtiefstwerte bei den Pegelständen – die wichtigste Wasserstraße Europas ist immer noch nur extrem eingeschränkt nutzbar. Aber auch die kleineren Gewässer bleiben weiterhin mit Wasser stark unterversorgt, was deutliche Auswirkungen auf die Natur hat. Zumindest für die Freizeitgestaltung und Solaranlagenbesitzerinnen und -besitzer hatte der September mit seinen überdurchschnittlichen Sonnenstunden Vorteile.
weiterlesen
Zerbor - 208891704 - stock.adobe.com
Weitere Stellenausschreibung: wir suchen einen Experten für Fachkommunikation im Bereich Klimaanpassung und Unterstützung der Projektleitung (m/w/d)
Voraussichtlich im November starten die beiden Landes-Sonderförderprogramme 1.000 coole Schulhöfe und 1.000 coole Kitas. Die Kommunalberatung Klimafolgenanpassung NRW wurde mit der Projektträgerschaft für diese Förderprogramme beauftragt. Zusätzlich zu den bereits ausgeschriebenen Stellen suchen wir einen Experten (m/w/d) für Fachkommunikation im Bereich Klimaanpassung und zur Unterstützung der Projektleitung.
weiterlesen