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Natürlicher Klimaschutz in Kommunen: Neustart und Erweiterung des BMUV-Förderprogramms
Das Bundesumweltministerium und die KfW setzen die im vergangenen Jahr im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) gestartete und stark nachgefragte Fördermaßnahme "Natürlicher Klimaschutz in Kommunen" (NKK) fort. Neu hinzugekommen ist die Finanzierung von Entsiegelungsmaßnahmen zur Wiederherstellung natürlicher Bodenfunktionen.
Kommunen erhalten im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) ab sofort wieder Zuschüsse von bis zu 90 Prozent der Finanzierungskosten für Grünanlagen wie Baumpflanzungen oder die Anlage kleiner, naturnaher Parkflächen sowie Naturerfahrungsräumen und urbanen Wäldern. Gefördert werden auch die Umstellung auf ein naturnahes Grünflächenmanagement und die Renaturierung innerörtlicher Kleingewässer.
Neu hinzugekommen ist die Förderung von Entsiegelungsmaßnahmen und die Erstellung kommunaler Entsiegelungskonzepte. Die Förderung von Entsiegelungskonzepten für bebaute Räume soll die vorhandenen Potenziale zur Wiederherstellung der natürlichen Bodenfunktionen erschließen. Auf diese Weise werden Kommunen bei gezielten Maßnahmen zur Steigerung der Biotop- und Artenvielfalt sowie des Wasserrückhalts in unseren Städten und Gemeinden unterstützt. Gleichzeitig sollen Hitzestress sowie Lufttrockenheit im Siedlungsraum anhaltend reduziert werden.
Für 2025 stehen für das neue Förderfenster insgesamt 178 Millionen Euro bereit, davon etwa 33 Millionen Euro für Entsiegelungsmaßnahmen und -konzepte. Im vergangenen Jahr ist bereits eine Vielzahl von Projekten im Rahmen dieses Programms bewilligt worden.
Weitere Informationen zum Förderprogramm NKK finden Sie in unserem Förder-Navi. Wer sich einen Überblick über das Entsiegelunsgpotenzial innerhalb seiner Kommune verschaffen möchte, für den lohnt ein Blick in die luftbildbasierte Versiegelungskarte hier im Klimaatlas.
Weitere aktuelle Inhalte
U. Matthes
Anmeldung zur 3. Mittelgebirgskonferenz zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels am 17. März 2026 freigeschaltet
Bald ist es wieder soweit. Die zentralen Anlaufstellen zur Klimafolgenanpassung der fünf Bundesländer Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen laden ein zur dritten "Mittelgebirgskonferenz 2026 - Anpassung an die Folgen des Klimawandels in mittleren und kleinen Kommunen".
Wann? Dienstag, 17.03.2026 von 09:00 Uhr - 16:30 Uhr, online
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist notwendig und ab sofort möglich. Das Programm sowie das Anmeldeformular sind nun auf der Veranstaltungshomepage freigeschaltet.
Viola Boehme - panthermedia.net
Jahresbilanz 2025 – Ein Jahr mit viel Sonne und wenig Regen
Das Jahr 2025 war in Nordrhein-Westfalen von überwiegend hohen Lufttemperaturen, einer überdurchschnittlichen Sonnenscheindauer und einem insgesamt unterdurchschnittlichen Niederschlagsaufkommen geprägt. Besonders ein sehr sonniges und trockenes Frühjahr sowie mehrere ausgeprägte sommerliche Hitzephasen bestimmten den Jahresverlauf. Während einzelne Monate zeitweise feuchtere Witterungsabschnitte aufwiesen, blieb die Niederschlagssumme in der Jahresbilanz unter den langjährigen Mittelwerten. Dieses Jahr folgt in Nordrhein-Westfalen dem Trend der beschleunigten Erwärmung und untermauert die Häufung der Temperaturabweichungen von >1,5 Kelvin gegenüber dem Mittelwert 1961-1990. Nach den vorläufigen Analysen des Copernicus Climate Changes Services läuft das Jahr 2025 global auf Rang drei oder gar auf Rang zwei der wärmsten Jahre bisher, wofür die mittlere Lufttemperatur in Nordrhein-Westfalen dann doch nicht hoch genug war. Mit der abermalig deutlich abweichenden Niederschlagsmenge gegenüber dem Mittelwert 1961-1990 ist zu befürchten, dass die letzten zwei überdurchschnittlichen Jahre nur eine Ausnahme sein können und sich die Häufung trockener Jahre wieder fortsetzt, die zwischen 2010 und 2022 dominierten. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Niederschläge 2026 entwickeln. Mit den deutlich überdurchschnittlichen Sonnenstunden im Jahr 2025 wurde ein Spitzenplatz besetzt, was zumindest für die Erzeugung von Sonnenstrom besonders günstig war.
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I. Wolff
Warm, trocken und sonnig – der Dezember 2025
Der Dezember 2025 verlief in Nordrhein-Westfalen insgesamt milder als im langjährigen Mittel (1991–2020), zugleich niederschlagsarm und sonniger als üblich. Die überdurchschnittliche Monatsmitteltemperatur ist vor allem auf eine sehr milde erste Monatshälfte zurückzuführen. In dieser Phase traten für einen Dezember ungewöhnlich hohe Tageshöchsttemperaturen auf, bevor sich in der zweiten Monatshälfte zunehmend winterliche Luftmassen durchsetzten. Rund um die Weihnachtstage kam es verbreitet zu Frostnächten, in höheren Lagen auch zu Dauerfrost und zeitweiligem Schneefall. Der Niederschlag blieb über weite Teile NRWs unterdurchschnittlich, da längere Hochdruckphasen ergiebige Niederschlagsereignisse verhinderten. Einzelne Regen- und Schneefälle konnten das Defizit nicht ausgleichen, sodass sich die Trockenheit weiter fortsetzte. Gleichzeitig wurde eine überdurchschnittliche Sonnenscheindauer registriert, ebenfalls begünstigt durch die häufigen Hochdrucklagen. Insgesamt war der Dezember 2025 damit ein witterungstechnisch kontrastreicher Wintermonat, der milde, trockene und sonnige Abschnitte mit einer spät einsetzenden winterlichen Phase abschloss.
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