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Spätsommerlich warm und sonnig – der Herbst 2022

Kalender Icon06.12.2022
Newspaper Icon Witterungsverlauf

Der Herbst 2022 zeigte sich insgesamt sehr warm und sonnig. War der (überdurchschnittlich warme) September zwar geprägt von Wolkenbrüchen und wechselhaften Bedingungen, kletterten die Temperaturen im Oktober und November auf ein sehr hohes Niveau. Das freundliche Wetter sorgte zudem für außergewöhnlich viele Sonnenscheinstunden. Dieser Herbst landete sogar unter den Top 10 der höchsten Temperatur- und Sonnenschein-Messwerte für diesen Zeitraum seit Beginn der Aufzeichnungen.

Im Durchschnitt lag die Temperatur im Herbst 2022 bei 11,8 °C und damit deutlich über den Mittelwerten der Klimanormalperiode 1991-2020 (Abweichung: 1,7 Kelvin) und der Referenzperiode 1961-1990 (Abweichung: 2,3 Kelvin). Damit wird der Wert der Referenzperiode bereits im zwölften Jahr in Folge überschritten. Der Herbst 2022 liegt, gemeinsam mit dem Jahr 2014, auf Rang 2 der wärmsten Herbste seit Beginn der Aufzeichnungen. Im Vergleich der Mitteltemperaturen der vorangegangenen Klimanormalperioden 1881-1910, 1961-1990 und 1991-2020 zeigt sich ein gleichbleibender Anstieg der Lufttemperatur von insgesamt 1,3 Kelvin.

1881-1910

1961-1990

1991-2020

2022

8,8 °C

9,5 °C

10,1 °C

11,8 °C

Der Niederschlag im Herbst 2022 lag mit 201 l/m² leicht unter dem Durchschnitt der Referenzperiode 1961-1990 sowie dem der aktuellen Klimanormalperiode (Herbst 2022: 201 l/m²; 1961-1990: 208 l/m²; 1991-2020: 219 l/m²). Dieser Herbst belegt Platz 69 der niederschlagsärmsten Herbste seit Aufzeichnungsbeginn. Im Vergleich der Klimanormalperioden 1881-1910, 1961-1990 und 1991-2020 ergibt sich seit 1961-1990 eine leichte Zunahme der monatlichen Niederschlagssummen bei den jeweiligen 30-jährigen Mittelwerten (s. nachfolgende Tabelle).

1881-1910

1961-1990

1991-2020

2022

196 l/m²

208 l/m²

219 l/m²

201 l/m²

Die Sonnenscheinstunden lagen im Herbst mit einem Mittelwert von 380 h wesentlich über dem Durchschnitt der aktuellen Klimanormalperiode (1991-2020: 306 h) und der Referenzperiode 1961-1990 (294 h). Die Abweichung nach oben beträgt 20 % beziehungsweise 23 %. Dieser Herbst landet auf Rang 6 der sonnenscheinreichsten Herbste seit Beginn der Aufzeichnungen 1951. Im Vergleich der Sonnenstunden der drei letzten Klimanormalperioden zeigt sich, dass sich die Sonnenscheindauer im Herbst über den gesamten Messzeitraum kaum verändert hat.

1951-1980

1961-1990

1991-2020

2022

301 h

294 h

306 h

380 h

Um einen Einblick zu geben, wie das Temperaturgeschehen im Herbst war, werden an zwei Stationen des LANUV-Luftqualitätsmessnetzes Temperatur-Kenntage ausgewertet. Dafür wird zum einen die Station Köln –Turiner Straße (VKTU) als eine innerstädtische Station einer Großstadt in der wärmebegünstigten Niederrheinischen Bucht und zum anderen die Station Warstein (WAST) in Warstein als ein Beispiel für eine Stadtrandlage in einer Mittelstadt am Nordrand des Sauerlands dargestellt.

Mit 10 Sommertagen wurden an der Kölner Station mehr als dreimal so viele wie in Warstein gemessen (WAST: 3 Sommertage). Die Werte lagen an beiden Stationen ähnlich wie im Vorjahr. An der Station Köln konnten dieses Jahr sogar zwei Heiße Tage erfasst werden (2021: keine). Die erhöhten Temperaturen werden auch bei der Anzahl der Frosttage sichtbar, welche in Warstein von 6 Frosttagen (2021) auf zwei Frosttage (2022) gesunken sind. Die Tageshöchst- und -tiefsttemperaturen fielen an der Station Köln jeweils ca. 2 °C höher aus als im Vorjahr. In Warstein hat sich die Temperaturamplitude im Vergleich zu den Werten von 2021 um 4 °C nach unten und um 1 °C nach oben vergrößert.

Eine Übersicht zur Einordnung weiterer Monate und Jahreszeiten, basierend auf den Daten des DWDs, finden Sie hier.

Kenntage im Herbst 2022 VKTU WAST
Sommertage 10 3
Heiße Tage 2 0
Frosttage 0 2
Eistage 0 0
Tiefsttemperatur 3,5 °C -5,1°C
Höchsttemperatur 31,2 °C 28,7 °C

 

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