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Weiterhin wechselhaft und daher erneut durchschnittlich – der Juli 2024
Nachdem bereits der Juni sehr wechselhaft war, setzte sich diese Witterung im Juli fort. Auf kurze warme, teils heißen Phasen folgte schnell wieder eine Abkühlung, die häufig mit Starkregen und Gewittern einherging. Insbesondere im Münsterland und in Ostwestfalen fielen diese auch stärker aus und richteten entsprechende Schäden an. Eine stabile Hochdruckwetterlage, wie wir sie in den vergangenen Jahren häufig erlebt haben, stellte sich nicht ein. Somit lag der Juli letztlich weitgehend im Durchschnitt des aktuellen Klimamittels.
Die durchschnittliche Temperatur betrug im Juli 2024 18,4 °C, was nur knapp über dem Mittelwert der Klimanormalperiode 1991-2020 lag. Dieser Wert lag jedoch bereits im 13. Jahr in Folge merklich über dem Mittelwert der Referenzperiode 1961-1990 (Abweichung: 1,5 Kelvin). Der Juli belegt dadurch Rang 33 der wärmsten Julimonate seit Beginn der Aufzeichnungen. Der Vergleich der Mitteltemperaturen der Klimanormalperioden 1881-1910, 1961-1990 und 1991-2020 lässt einen kontinuierlichen Temperaturanstieg von insgesamt 1,6 Kelvin erkennen, welcher zum Ende der Zeitreihe hin immer stärker ausfällt.
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1881-1910 |
1961-1990 |
1991-2020 |
2024 |
|---|---|---|---|
|
16,7 °C |
16,9 °C |
18,3 °C |
18,4 °C |
Mit einer Summe von 86 l/m² Niederschlag lag auch dieser Wert im Juli knapp über den jeweiligen Mittelwerten der Referenzperiode 1961-1990 (82 l/m²) und der aktuellen Klimanormalperiode 1991-2020 (83 l/m²). Dieser Juli landet somit auf Platz 43 der niederschlagsreichsten Julimonate seit Aufzeichnungsbeginn. Im Vergleich der Klimanormalperioden 1881-1910, 1961-1990 und 1991-2020 lässt sich seit 1961-1990 vorerst noch keine gerichtete Entwicklung der Niederschlagssumme beobachten (s. nachfolgende Tabelle).
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1881-1910 |
1961-1990 |
1991-2020 |
2024 |
|---|---|---|---|
|
97 l/m² |
82 l/m² |
83 l/m² |
86 l/m² |
Auch die Sonnenscheindauer lag mit 210 h im Juli 2024 leicht über dem Durchschnitt der aktuellen Klimanormalperiode (1991-2020: 208 h) und zugleich wesentlich deutlicher über dem Wert der Referenzperiode 1961-1990 (187 h). Der Juli 2024 belegt Rang 29 der sonnenscheinreichsten Julimonate seit Beginn der Aufzeichnungen 1951. Vergleicht man die Sonnenstunden der drei letzten Klimanormalperioden miteinander, so ergibt sich für den Verlauf der Zeitreihe ein leichter Anstieg der Sonnenscheinstunden.
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1951-1980 |
1961-1990 |
1991-2020 |
2024 |
|---|---|---|---|
|
182 h |
187 h |
208 h |
210 h |
Um einen Einblick zu geben, wie das Temperaturgeschehen im Juli war, werden an zwei Stationen des LANUV-Luftqualitätsmessnetzes Temperatur-Kenntage ausgewertet. Dafür wird zum einen die Station Köln –Turiner Straße (VKTU) als eine innerstädtische Station einer Großstadt in der wärmebegünstigten Niederrheinischen Bucht und zum anderen die Station Warstein (WAST) in Warstein als ein Beispiel für eine Stadtrandlage in einer Mittelstadt am Nordrand des Sauerlands dargestellt.
An der Station in Köln wurden in diesem Juli annähernd doppelt so viele Sommertage wie in Warstein aufgezeichnet, dazu jeweils mehr als im Vorjahr (VKTU: 17 Sommertage; WAST: 9 Sommertage). An beiden Stationen gab es jeweils einen Heißen Tag weniger als im Vorjahr (VKTU: 3 Heiße Tage; WAST: 2 Heiße Tage). Die Anzahl der Tropennächte fiel in diesem Juli in Köln mit 7 erfassten Tropennächten höher aus als im letzten Jahr, in Warstein wurde abermals eine Tropennacht gemessen. Die Tageshöchsttemperaturen lagen an den beiden Stationen um 2,6 °C (VKTU) bzw. 2,4 °C (WAST) niedriger als im Vorjahr, die Tiefsttemperatur in Köln um jeweils rund 1 °C. In Warstein dagegen lag die Tagestiefsttemperatur dieses Jahr ca. 3 °C über den Vorjahreswerten.
Eine Übersicht zur Einordnung weiterer Monate und Jahreszeiten, basierend auf den Daten des DWDs, finden Sie hier.
| Kenntage im Juli 2024 | VKTU | WAST |
|---|---|---|
| Sommertage | 17 | 9 |
| Heiße Tage | 3 | 2 |
| Tropennächte | 7 | 1 |
| Tiefsttemperatur | 13,5 °C | 10,8 °C |
| Höchsttemperatur | 33,0 °C | 31,1 °C |
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