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Zu warm, zu trüb und vom Niederschlag her ausgeglichen – der Herbst 2025
Anders als in einigen der letzten Jahre kam der Herbst 2025 tatsächlich herbstlich daher. Dies lässt sich vor allem daran festmachen, dass er nicht nur gefühlt, sondern auch gemessen recht trüb war. Insbesondere der Oktober, der häufig noch lange Schönwetterphasen bringt, verzeichnete in diesem Jahr eine deutlich unterdurchschnittliche Sonnenscheindauer, die auch von den leicht positiven Werten im September und November nicht ausgeglichen werden konnten. Damit verbunden ist sicherlich das Gefühl, dass der Herbst 2025 auch deutlich zu nass war, aber hier trügt der Schein. Dieser Herbst landet nach den beiden sehr nassen Jahren 2023 und 2024 ziemlich genau im Durchschnitt, was die Niederschlagsummen angeht. Trockene und nassere Phasen wechselten sich immer wieder ab und abgesehen von dem regionalen Starkregenereignis im September im Rheinland blieben große Regenmengen weitgehend aus. Insbesondere der November war, wie schon viele Monate in diesem Jahr, wieder deutlich zu trocken.
Keine "Überraschungen" gab es dagegen bei der Temperatur. Hier lagen alle drei Monate deutlich im Plus, so dass der Herbst 2025 noch knapp in den Top Ten landete. In Bezug auf Temperaturen und Kenntage ging dem Sommer in diesem Jahr, anders als in zahlreichen Jahren zuvor, vergleichsweise schnell die Puste aus und auch der erste Schnee fiel in diesem Jahr im November wieder früher als in einigen der Jahre zuvor.
Mit einer durchschnittlichen Temperatur von 10,9 °C fiel der Herbst 2025 im 15. Jahr in Folge überdurchschnittlich warm aus und lag deutlich über dem Mittelwert der Klimanormalperiode 1991-2020 (Abweichung: +0,8 Kelvin) sowie über jenem der Referenzperiode 1961-1990 (Abweichung: +1,4 Kelvin). Damit landet der diesjährige Herbst gemeinsam mit den Jahren 1949, 1961 und 2018 auf Rang 10 der wärmsten Herbste seit Beginn der Aufzeichnungen. Vergleicht man die Mitteltemperaturen der vorangegangenen Klimanormalperioden 1881-1910, 1961-1990 und 1991-2020 miteinander, so ergibt sich ein kontinuierlicher Anstieg der Lufttemperatur von insgesamt 1,3 Kelvin seit der ersten bis zur aktuellen Klimanormalperiode.
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1881-1910 |
1961-1990 |
1991-2020 |
2025 |
|---|---|---|---|
|
8,8 °C |
9,5 °C |
10,1 °C |
10,9 °C |
Mit einer Niederschlagssumme von 210 l/m² lag der diesjährige Herbst nur unwesentlich über dem Durchschnittswert der Referenzperiode 1961-1990 (208 l/m²), dafür jedoch leicht unter dem der aktuellen Klimanormalperiode (219 l/m²). Dieser Herbst schafft es somit lediglich ins Mittelfeld der Zeitreihe seit Aufzeichnungsbeginn. Im Vergleich der Klimanormalperioden 1881-1910, 1961-1990 und 1991-2020 ergibt sich seit 1961-1990 eine leichte Zunahme der Niederschlagssummen bei den jeweiligen 30-jährigen Mittelwerten (s. nachfolgende Tabelle).
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1881-1910 |
1961-1990 |
1991-2020 |
2025 |
|---|---|---|---|
|
196 l/m² |
208 l/m² |
219 l/m² |
210 l/m² |
Anders als in den letzten fünf Jahren verzeichnete der Herbst 2025 mit einer Anzahl von 247 Sonnenscheinstunden erstmalig wieder unterdurchschnittlich viel Sonnenschein (1961-1990: 294 h; 1991-2020: 306 h). Damit liegen die diesjährigen Herbstsonnenscheinstunden nur auf Rang 12 der sonnenscheinärmsten Herbste seit dem Aufzeichnungsbeginn 1951. Im Vergleich der Sonnenstunden der drei letzten Klimanormalperioden zeigt sich, dass sich die Sonnenscheindauer im Herbst über den gesamten Messzeitraum kaum verändert hat.
|
1951-1980 |
1961-1990 |
1991-2020 |
2025 |
|---|---|---|---|
|
301 h |
294 h |
306 h |
247 h |
Um einen Einblick zu geben, wie das Temperaturgeschehen im Herbst war, werden an zwei Stationen des LANUK-Luftqualitätsmessnetzes Temperatur-Kenntage ausgewertet. Dafür wird zum einen die Station Köln –Turiner Straße (VKTU) als eine innerstädtische Station einer Großstadt in der wärmebegünstigten Niederrheinischen Bucht und zum anderen die Station Warstein (WAST) in Warstein als ein Beispiel für eine Stadtrandlage in einer Mittelstadt am Nordrand des Sauerlands dargestellt. Wie üblich bildet auch der Herbst 2024 das zu dieser Jahreszeit mögliche Spektrum an warmen und kalten Kenntagen gut ab.
Insgesamt wurden 2025 sowohl an der Kölner als auch an der Warsteiner Station weniger wärmebedingte Kenntage verzeichnet als noch im Vorjahr: In Köln konnten vier und in Warstein zwei Sommertage erfasst werden, also jeweils sechs bzw. drei Sommertage weniger als 2024. Zusätzlich wurden in Warstein zwei Tropennächte erfasst, in Köln dagegen keine einzige. Entsprechend gab es bei den kältebedingten Kenntagen mit zwei Frosttagen an der Kölner Station sowie vier Frosttagen in Warstein eine Zunahme gegenüber den Vorjahreswerten. Sowohl die Höchst- als auch die Tiefsttemperaturen lagen in diesem Herbst unter den gemessenen Werten von 2024.
Eine Übersicht zur Einordnung weiterer Monate und Jahreszeiten, basierend auf den Daten des DWDs, finden Sie hier.
| Kenntage im Herbst 2025 | VKTU | WAST |
|---|---|---|
| Sommertage | 4 | 2 |
| Heiße Tage | 0 | 0 |
| Tropennächte | 0 | 2 |
| Frosttage | 2 | 4 |
| Tiefsttemperatur | -0,8 °C | -4,1 °C |
| Höchsttemperatur | 28,7 °C | 29,2 °C |
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