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Erneut Rang vier beim Sonnenschein und ziemlich trocken - der April 2026

Kalender Icon05.05.2026
Newspaper Icon Witterungsverlauf

Solaranlagenbesitzerinnen und -besitzer konnten sich im April 2026 über den viertsonnigsten April seit 1951 freuen, während entsprechend trockene Verhältnisse herrschten. Bedingt durch die seit Jahren zu beobachtenden Veränderungen des Jetstreams, der immer häufiger stark mäandriert, konnte sich in Mitteleuropa erneut eine sehr stabile und sonnige Wetterlage etablieren. Während es tagsüber angenehme Temperaturen gab, wurde es in den Nächten ohne wärmende Wolkendecke immer noch recht frisch. Dennoch liegt auch der April 2026 temperaturtechnisch wieder über dem Mittelwert von 1961-1990 und auch, wenn nur knapp, über dem Mittelwert von 1991-2020. 

Die Temperaturen im April 2026 lagen mit 9,9 °C um 2 Kelvin über dem Mittelwert der Referenzperiode 1961-1990 (7,9 °C) und immer noch 0,4 Kelvin über der aktuellen, von der globalen Erderwärmung bereits deutlich beeinflussten, Klimanormalperiode 1991-2020 (9,5 °C). Mit der Mitteltemperatur von 9,9 °C belegt der April 2026 noch immer den 17. Platz in der Rangliste der wärmsten Aprilmonate ab 1881. Dieser Rang und die Abweichung von lediglich 0,4 Kelvin zur aktuellen Klimanormalperode 1991-2020 zeigen deutlich, dass wir ein neues Temperaturniveau erreicht haben. Die Mittelwerte in der Tabelle zeigen dies auch sehr eindrucksvoll. Gerade der Unterschied zwischen der Referenzperiode 1961-1990 und der aktuellen Klimaperiode 1991-2020 von 1,6 Kelvin zeigt einen drastischen Temperatursprung im April-Temperaturniveau, der auch 2026 bestätigt wurde. Im Vergleich zur ersten verfügbaren Klimanormalperiode 1881-1910 liegt der Unterschied bei 1,9 Kelvin. 

 

1881-1910

1961-1990

1991-2020

2026

7,6 °C

7,9 °C

9,5 °C

9,9 °C

 

Die weiterhin fast stationäre Wetterlage sorgte im April 2026 für recht wenig Niederschlag. Mit nur 26 l/m² fiel der diesjährige Aprilregen eher sparsam aus. Damit landet der diesjährige Aprilmittelwert allerdings immer noch nicht im Bereich Extreme, wie zum Beispiel das Jahr 2007, als der April nur 2 l/m² Niederschlag lieferte. Betrachtet man die Tabelle, so ist zu sehen, dass die Menge von 26 l/m² gerade einmal 42 % des Mittelwertes von 1961-1990 (62 l/m²) und 53 % des Mittelwertes der aktuellen Klimanormalperiode 1991-2020, aber auch der ersten verfügbaren Klimanormalperiode 1881-1910 ausmacht (beide 49 l/m²). Die Tatsache, dass der Niederschlagsmittelwert der aktuellen Klimanormalperiode 1991-2020 wieder dem der ersten verfügbaren Klimanormalperiode 1881-1910 entspricht, ist keine positive Nachricht, denn die Temperaturen sind im Vergleich drastisch angestiegen, was sich wiederum stark auf die Verdunstung auswirkt, die ebenfalls entsprechend angestiegen ist.

 

1881-1910

1961-1990

1991-2020

2026

49 l/m²

62 l/m²

49 l/m²

26 l/m²

 

Mit 244 Sonnenstunden im April 2026 lag die Sonnenscheindauer sehr deutlich über dem Mittelwert der aktuellen Klimanormalperiode 1991-2020 (174 Sonnenstunden) und erst recht über dem Referenz-Mittelwert (1961-1990), der bei 148 Sonnenstunden liegt. Beim Ranking der sonnigsten Aprilmonate reichten 244 Sonnenstunden für den vierten Platz seit Beginn der Aufzeichiung 1951. Die Tabelle zeigt, dass in der aktuellen Klimanormalperiode die meisten Sonnenstunden vorkommen, während die wenigsten 1961-1990 gemessen wurden. Das liegt nicht nur an den durch den Klimawandel häufiger werdenden Hochdruckwetterlagen, sondern auch daran, dass die Luft insgesamt weniger schwefelhaltige Schadstoffe enthält, wie es in den 1970' er Jahren mit regelmäigen Smogwarnungen noch nicht der Fall war.  

 

1951-1980

1961-1990

1991-2020

2026

154

148

174

244

 

Um einen Einblick zu geben, wie das Temperaturgeschehen im März war, werden an zwei Stationen des LANUK-Luftqualitätsmessnetzes Temperatur-Kenntage ausgewertet. Dafür wird zum einen die Station Köln –Turiner Straße (VKTU) als eine innerstädtische Station einer Großstadt in der wärmebegünstigten Niederrheinischen Bucht und zum anderen die Station Warstein (WAST) in Warstein als ein Beispiel für eine Stadtrandlage in einer Mittelstadt am Nordrand des Sauerlands dargestellt.

Auch im April 2026 gab es an beiden Stationen keine Temperaturkenntage zu verzeichnen. Die Temperaturen schwankten in Köln zwischen einem Monatsminimum von 4,1 °C bis zu einem Maximalwert von 22,8 °C. In Warstein lag das Temperaturniveau erwartbar leicht darunter. Hier wurde ein Minimumwert von 1,4 °C und ein Höchstwert von 19,9 °C aufgezeichnet. Im Vergleich zum Vorjahr fiel im April 2026 die Temperaturspanne etwas weniger breit aus. Tatsächlich waren 2025 die Höchstwerte bei beiden Stationen etwas höher und überschritten in Köln sogar die Schwelle zum Sommertag, während es in Warstein sogar einen leicht negativen Tiefstwert gab. 

KenntageVKTUWAST
Sommertage00
Frosttage00
Tiefsttemperatur4,1 °C1,4 °C
Höchsttemperatur22,8 °C19,9 °C

 

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