Klimaatlas NRW - Newsletter Nr. 65
Editorial
Liebe Leserinnen und Leser,
herzlichen Willkommen zur neuen Ausgabe des Klimaatlas-Newsletters.
Auf die große Hitze im Juni, die in abgeschwächter Form jetzt auch im Juli wieder ein Thema war, folgt die Trockenheit und damit einhergehend niedrige Wasserstände in unseren Flüssen. Niederschlag fiel in den vergangenen Wochen gelegentlich mal in Westfalen und sehr selten im Rheinland. Der Pegelstand des Rheins in Düsseldorf beträgt Stand heute am 30. Juli 2026 noch 27 cm, entsprechende Einschränkungen für die Schifffahrt gelten. Das Umweltportal NRW hat die aktuelle Lage zur Trockenheit im Blick.
Die aktuelle Situation mit Hitze und Trockenheit – garniert mit einigen lokalen Starkregenereignissen, die vor allem in der Osthälfte des Landes niedergingen – zeigt uns wieder einmal sehr deutlich die Auswirkungen des Klimawandels. Es ist also höchste Zeit zu Handeln – das zeigen nicht zuletzt einmal mehr die hitzebedingten Todesfallzahlen, die das RKI für die Hitzewelle im Juni ermittelt hat. Von größeren Waldbränden sind wir bisher in NRW weitgehend verschont geblieben, ganz im Gegensatz zu Frankreich, Spanien oder Portugal wo derzeit große Feuer wüten. Je länger es bei hohen Temperaturen trocken bleibt, desto stärker wird auch in NRW die Gefahr von Wald- oder Flächenbränden zunehmen.
Die Hitzewelle im Juni, aber auch – und das ist die positive Nachricht – alles was in NRW bereits in der Klimafolgenanpassung passiert, sind der Grund warum diese Newsletter-Ausgabe noch etwas länger ist als sonst. Neben dem Witterungsverlauf für den letztlich heißesten Juni (gemeinsam mit 2019) seit Aufzeichnungsbeginn hat sich unser Kollege Ingo Wolff im "Rückblick" in einem Schwerpunktartikel der Nachbetrachtung der historischen Hitzewelle gewidmet.
Im "Einblick" werfen wir neben einem Blick zurück auf die vergangenen Veranstaltungen im Juli auch einen Blick nach vorn. Ab November werden wir wieder mit Regionalforen zur Klimafolgenanpassung im Land unterwegs sein und dabei alle Regionen des Landes besuchen. Wir würden uns freuen Sie dort zu treffen! Des Weiteren gab es im Juli eine zwar kleine aber sehr effektvolle Erweiterung in der Kartenanwendung des Klimaatlas. Neben der Möglichkeit verschiedene Hintergrundkarten und -informationen miteinander zu kombinieren, kommen wir mit der zusätzlichen Einbindung eines Layers der sozialen Infrastruktur einem vielfach geäußerten Wunsch unserer Nutzerinnen und Nutzer nach. Obligatorisch haben wir auch wieder die frisch aktualisierten Indikatoren des KFAM aufgeführt.
Der "Rundblick" wird in diesem Monat von zahlreichen Meldungen der Landesregierung dominiert – das zeigt, dass in NRW bereits einiges vorangeht. Insbesondere mit der Umsetzung der Konzeptpflicht für Städte und Gemeinden wird hier ein Meilenstein erreicht. Dazu gibt es wie immer einige neue bzw. aktualisierte Veröffentlichungen auf Landes- oder Bundesebene, die meisten davon, zur Situation passend, mit Hitzebezug.
Auch der "Ausblick" ist in dieser Ausgabe wieder gut gefüllt. Vor allem im September geht die Anzahl interessanter und relevanter Veranstaltungen wieder steil nach oben, aber auch der August hat ein bisschen was zu bieten. Abschließend finden Sie bereits zwei Save the Dates für Oktober und November.
Nun genug der Vorrede, wir wünschen Ihnen nun wie immer eine gute Lektüre.
Ihr Klimaatlas- und Kommunalberatungsteam im Fachzentrum Klima des LANUK
-
Rückblick
-
Einblick
- Neue Runde der Regionalforen zur Klimafolgenanpassung startet im November
- Neue Funktionen für Hintergrundkarten im Klimaatlas freigeschaltet
- Rückblick auf die Vernetzungs- und Austauschaktivitäten zur kommunalen Klimafolgenanpassung im Juli
- Aktualisierung weiterer Indikatoren des Klimafolgen- und Anpassungsmonitorings
-
Rundblick
- Landeskabinett beschließt Klimaanpassungskonzeptverordnung
- Land NRW unterstützt weitere Kommunen bei der Klimaanpassung
- Weiterentwicklung des Hochwasserschutzes in NRW und darüber hinaus
- Wie wollen wir in Zukunft leben? Landesregierung beschließt Nachhaltigkeitsstrategie
- Letzte Einreichungsrunde im Wettbewerb "Grüne Gründungen.NRW" gestartet
- Das LfGA veröffentlicht weitere Handlungshilfe zum Hitzeschutz für Menschen ohne Wohnung oder Obdach
- Die Verbraucherzentrale NRW sucht neuen Standort für Ausstellung zum Thema Regenwasser
- Neue Veröffentlichung des Umweltbundesamtes zur Finanzierung von Trinkwasserbrunnen erschienen
- Der Hitzeknigge ist jetzt auch in leichter Sprache verfügbar
-
Ausblick
- Nebelduschen: Angenehme Abkühlung oder Hygienerisiko? Beides ist möglich es liegt an uns, am 19. August 2026, online
- Copernicus Lunchtalk zum Thema "Satelliteninformationen zur besseren Planung urbaner Klimamaßnahmen" am 25. August 2026, online
- BEW-Seminar: Kommunikations- und Moderations-Workshop für Klimaschutz-und Klimaanpassungsmanagende am 02. und 03. September 2026 in Essen
- Zertifikatskurs "Gesundheitsfördernde Stadtentwicklung – Health in All Policies" ab dem 03. September 2026 an der Hochschule Bochum
- 12. Nachhaltigkeitstagung NRW am 10. September 2026 in Bielefeld
- BEW-Seminar "Klimaschutz und Klimaanpassung in Kommunen erfolgreich managen" am 15. September 2026 in Essen
- 16. ExtremWetterKongress vom 23. bis 25. September 2026 in Hamburg
- Save the Date 1: Themenwoche "Natürlicher Klimaschutz" vom 7. bis 14. Oktober 2026
- Save the Date 2: Konferenz zur transformativen Strukturpolitik am 06. November 2026 in Düsseldorf
Rückblick
Rekordwärme bei viel Sonne – der Juni 2026
Der Juni 2026 präsentierte sich in Nordrhein-Westfalen als außergewöhnlich warmer und sonnenscheinreicher Sommermonat. Grund dafür war eine historische Hitzewelle in der zweiten Junihälfte, die infolge einer ausgeprägten Omega-Wetterlage (Hitzeglocke) entstehen konnte. Anfang Juni dominierten noch Tiefausläufer mit einem großräumigen Gewitteraufzug und lokalem Unwetterpotenzial. Am 16. und 17.06. zog eine Warmfront mit schwül-heißen Luftmassen und vereinzelten Hitzegewittern über das Land hinweg. Im letzten Juni-Drittel steigerte sich die Hitzewelle zu einem Stresstest von bisher unbekannter Intensität und Länge. Die Notaufnahmen und Rettungskräfte hatten alle Hände voll zu tun und voraussichtlich hat es in diesem Zeitraum viele hitzebedingte Todesfälle gegeben – allein in Köln verstarben am letzten Juniwochenende viermal mehr Menschen als "normal". Erst am 29.06. endete für NRW diese Hitzewelle. Insgesamt gab es verbreitet 11 Heiße Tage in Folge mit Temperaturmaxima von bis zu 40,0 °C (Tönisvorst, 26.06., DWD CDC) – ein neuer Juni-Rekord. Es ist davon auszugehen, dass durch die globale Erderwärmung solche Hitzewellen in Zukunft immer gewöhnlicher werden, sofern die globalen Klimaschutzanstrengungen nicht weiter intensiviert werden.
Die Durchschnittstemperatur lag im Juni 2026 dank der Hitzewelle bei 19,5 °C und damit deutlich über den Mittelwerten sämtlicher Klimanormalperioden. Gegenüber der Referenzperiode 1961–1990 (15,4 °C) war dieser Juni 4,1 K wärmer; im Vergleich zur ältesten Klimanormalperiode 1881–1910 (15,5 °C) beträgt der Abstand 4,0 K. Auch zur aktuellen Referenzperiode 1991–2020 (16,3 °C) ergibt sich noch eine positive Abweichung von 3,2 K. Damit setzt sich die seit 2013 ununterbrochene Folge überdurchschnittlich warmer Junimonate im Vergleich zur Periode 1961–1990 fort. Der Juni 2026 ist gemeinsam mit dem Jahr 2019 der Junimonat mit der höchsten Temperatur in der gesamten Messreihe seit 1881.
Der Juni 2026 präsentierte sich in Nordrhein-Westfalen mit 66 l/m² Niederschlag als moderat trockener Monat und belegt Platz 58 in der Rangliste der niederschlagsärmsten Junimonate seit 1881, womit er sich im Mittelfeld der Messreihe befindet. Dabei fiel die wesentliche Niederschlagsmenge in der ersten Monatshälfte. Im Vergleich zur aktuellen Klimanormalperiode 1991–2020 (73 l/m²) wurde ein Defizit von 7 l/m² (-10 %) registriert. Gegenüber der Referenzperiode 1961–1990 (84 l/m²) ergibt sich ein Minus von 18 l/m² (-21 %).
Mit 233 Sonnenstunden zeigte sich der Juni 2026, wie bei einer sommerlichen Omega-Wetterlage zu erwarten ist, sehr sonnig und belegt Rang 20 der sonnenscheinreichsten Junimonate seit Messbeginn 1951. Verglichen mit der Referenzperiode 1961-1990 (184 h) verzeichnete der Monat ein Plus von 49 h. Gegenüber der Klimanormalperiode 1951-1980 (194 h) ergab sich eine Abweichung von 39 h, zum Mittelwert der aktuellen Periode 1991-2020 (201 h) ein Überschuss von 32 h.
Im Juni 2026 verzeichnete die beobachtete Station in Köln (VKTU) 15 Sommertage, 11 Heiße Tage und 12 Tropennächte, während es in Warstein (WAST) 13 Sommertage, 8 Heiße Tage und 6 Tropennächte gab. Die höchste gemessene Temperatur betrug 39,2 °C in Köln und lag damit exakt 2,0 °C über dem Warsteiner Spitzenwert von 37,2 °C. Die tiefste Temperatur erreichte an VKTU 11,7 °C und an WAST 8,9 °C. Gegenüber dem Juni 2025 nahm in Köln die Zahl der Sommertage von 18 auf 15 ab, während die Heißen Tage von 8 auf 11 und die Tropennächte von 11 auf 12 anstiegen. In Warstein erhöhte sich die Zahl der Sommertage von 11 auf 13, die Heißen Tage von 2 auf 8 und die Tropennächte von 1 auf 6, eine vergleichbare Anzahl Tropennächte ist dort bisher nur im August 2020 aufgetreten. Die Höchsttemperaturen stiegen gegenüber dem Vorjahr an beiden Stationen deutlich: von 35,6 °C auf 39,2 °C in Köln und von 32,5 °C auf 37,2 °C in Warstein. Die Tiefsttemperaturen lagen 2026 lediglich geringfügig über den Vorjahreswerten (VKTU: +0,3 °C; WAST: +1,1 °C).
Alle dazugehörigen Grafiken sowie die obligatorischen Vergleichstabellen finden Sie wie immer im kompletten Witterungsverlauf.
Nachbetrachtung zur Hitzewelle im Juni 2026
Nachdem es Ende Mai bereits eine erste kurze aber intensive Hitzewelle von Westeuropa bis nach NRW geschafft hatte, erlebte Deutschland und natürlich auch NRW in der Zeit vom 18. bis zum 28. Juni die bisher extremste Hitzewelle seit Aufzeichnungsbeginn. Ausgelöst durch eine klassische Omega-Wetterlage, maximale Sonnenscheindauer bei Sonnenhöchststand und absoluten Höchsttemperaturen im Mittelmeer, wurden die zuvor erreichten Temperaturrekorde von 2019, als es zum allersten Mal drei Tage hintereinander Temperaturen über 40 °C in NRW gab, buchstäblich pulverisiert. Im besagten Zeitraum sorgte diese persistente Hochdrucklage in Nordrhein-Westfalen durchgängig für Temperaturen von deutlich über 30 °C (Heißer Tag) und in vielen Regionen des Landes von Tiefsttemperaturen nicht unter 20 °C in der Nacht (Tropennacht). Ab dem Zeitraum 21.06. bis 23.06. stiegen die Temperaturen dann auf Werte von über 35 °C im ganzen Bundesland. Die Hitzewelle erreichte in Nordrhein-Westfalen ihren Höhepunkt am Freitag und Samstag den 26.06. und 27.06. mit Temperaturen um 40 °C (40,0 °C in Tönisvorst 26.06.; 39,9 °C Weilerswist-Lommersum 27.06., DWD CDC). Während NRW im bisherigen Temperatur-Rekordjahr 2019 innerhalb Deutschlands am stärksten von der damaligen Hitzewelle, die wenige Tage andauerte, betroffen war, waren es im Juni 2026 vor allem das Saarland, das Rhein-Maingebiet, der Oberrheingraben und Teile Ostdeutschlands, an denen reihenweise neue Temperaturrekorde aufgestellt wurden, wie in der folgenden Tabelle zu sehen ist.
Tabelle 1: Top 10 Maximaltemperaturen im Stationsnetz des Deutschen Wetterdienstes mit mindestens 40-jähriger Zeitreihenlänge. Aus DWD-Meldung vom 13.07.2026.
Deutscher Wetterdienst 2026
Mit diesen flächenhaften neuen Temperaturrekorden ist Deutschland laut dem Deutschen Wetterdienst nun offiziell in der gleichen Liga der Sommertemperaturen, wie sie zuvor nur Mittelmeeranrainer (DWD 2026) hatten, angekommen. Insgesamt wurden während des Höhepunktes dieser Hitzewelle am Wochenende des 26. bis 28.06. an 467 von 488 DWD-Stationen Allzeit- oder Monatsrekorde aufgestellt, wovon 339 Rekorde bei den höchsten Tagestemperaturen aufgestellt wurden. Auch bei den nächtlichen Tiefsttemperaturen wurden reihenweise neue Höchstwerte registriert. So sank die Temperatur zum Beispiel an der Pfälzischen Station Weinbiet am 27.06. nicht unter 28,2 °C. Am Samstag, den 27.06. gab es sogar auf den Nordfriesischen Inseln und Rügen Tropennächte (DWD 2026).
Eine kürzlich erschienene gemeinsame Attributionsstudie des Deutschen Wetterdienstes und des Forschungsprojekts CLIMXTREME (Schröter, J. et al. 2026) bescheinigt, dass die erlebte Hitzewelle in einer Welt ohne anthropogen verstärkten Strahlungsantrieb so nicht möglich gewesen wäre. Fest steht, ohne menschlichen Einfluss, also in einer Welt ohne künstlich angestiegene Treibhausgasgehalte, wären die maximalen Temperaturen am heißesten Tag in Deutschland um 3 °C kühler gewesen. Die Minimaltemperaturen in der wärmsten Nacht wären um 3,2 °C kühler gewesen.
Bekanntlich belastet solche eine Hitze den körperlichen Organismus sehr stark. Deutschlandweit ist die Zahl der Hitzetoten mittlerweile auf ca. 7900 (KW 28) angestiegen (an der Heiden M. et al. 2026), diese Zahl ist jetzt schon durch diese Hitzewelle so hoch wie im Jahr 2018 gesamt, als es ohne extreme Hitzewelle beständig zu warm und trocken war. Sobald die Wochenmitteltemperaturen 20 °C übersteigen, steigen die hitzebedingten Sterbefälle, aber auch die hitzebedingten Notaufnahmevorstellungen, die das Robert-Koch-Institut monitort. In der folgenden Abbildung wird der Zusammenhang der Sterbefallzahlen mit der Wochenmitteltemperatur anschaulich dargestellt. Hier ist deutlich die Auswirkung der Hitzewelle vom 18.06. bis 28.06.2026 in Deutschland zu sehen.
Robert Koch Institut 2026, an der Heiden et al. 2026
Abbildung 1: Zusammenhang Anzahl Sterbefälle und Wochenmitteltemperaturen aus an der Heiden et al. 2026. Man beachte die Auswirkung der Hitzewelle ab KW 25 2026.
Die bisher beispiellose Häufung von extrem heißen Tagen und Tropennächten führte dazu, dass der DWD deutschlandweit 12 Tage hintereinander vor Hitze warnen musste. Neben der extremen Übersterblichkeit führte die Hitzewelle auch zu Ausnahmesituationen in den Notaufnahmen. Die medizinischen Notfälle, die durch Hitze ausgelöst wurden, stiegen sprunghaft an. In Köln wurde sogar vorsorglich ein Lazarett in den Messehallen aufgebaut, um die Anzahl der Notfälle versorgen zu können (Pressemitteilung Stadt Köln 28.06.2027).
Neben den gesundheitlichen Folgen gab es auch erhebliche Schäden in der Infrastruktur. Bei zahlreichen Autobahnen gab es sogenannte „Blow-Up“-Schäden infolge der extremen Hitze, der Schienenverkehr war teilweise stark eingeschränkt, weil die Züge nicht für solche Temperaturen ausgelegt sind oder aber Fugenmasse im Gleisbett zu flüssig geworden ist, wie es z. B. in Leipzig der Fall war. Hinzu kamen zahlreiche Schäden bei Transformatoren, die bei den Temperaturen zum Teil in Brand gerieten und dadurch lokale Stromausfälle verursachten. Laut einer Prognos-Studie des Bundesarbeitsministeriums für Arbeit und Soziales kostet jeder Tag mit Temperaturen ab 30 °C direkt 431 Millionen Euro, wovon 97 % auf geminderte Produktivität und der Rest auf die gesundheitliche Belastung durch Fehltage infolge von hitzebedingten Erkrankungen oder Unfällen fällt. Ab 35 °C am Tag steigen die Schäden sogar auf 985 Millionen Euro (Prognos 2026), wovon alleine 205 Millionen Euro pro Tag über 35 °C in NRW anfallen!
Zusammengefasst forderte die Hitzewelle alleine in Deutschland vom 18.06. bis zum 28.06. fast 8000 Hitzetote und sorgte für grob überschlagen 6,3 Milliarden Euro an Schäden durch geminderte Produktivität (Prognos 2026). Die Kosten im Gesundheitssektor, bei Infrastruktur und Verkehr sowie in Land- und Forstwirtschaft sind noch genau zu beziffern. Fest steht, dass Pflegeheime, Krankenhäuser, Kindergärten und Schulen kaum auf solche Bedingungen vorbereitet, geschweige denn an sie angepasst sind, und hier dringender Nachholbedarf besteht. Steigen die Treibhausgasemissionen weiter so an wie aktuell, werden solche Hitzewellen deutlich wahrscheinlicher und noch intensiver werden. Dies ist auch ein Ergebnis der hier genannten und weiterer Attributionsstudien (Schröter, J. et al. 2026 und Keeping, T. et al. 2026) zur Hitzewelle im Juni 2026 und ganz allgemein der vorliegenden Projektionen des möglichen zukünftigen Klimas, die im Klimaatlas NRW aufbereitet sind.
Weitere Informationen zur Juni-Hitzewelle 2026 in Europa liefert neben dem Bericht des Deutschen Wetterdienstes (Deutscher Wetterdienst 2026) vom 13.07.2026 auch die Analyse des Copernicus Climate Change Service zum Juni 2026. Hier gibt es weitere Einschätzungen zur erlebten Temperaturanomalie.
Interessante Links und Quellen zur Hitzewelle:
an der Heiden M, Zacher B, RKI-Geschäftsstelle für Klimawandel & Gesundheit, Diercke M, Bremer V: Wochenbericht zur hitzebedingten Mortalität KW 28/2026. https://edoc.rki.de/bitstream/handle/176904/13794/RKI-Wochenbericht_Hitzemortalit%c3%a4t_KW28_2026-07-23.pdf?sequence=1&isAllowed=y
Deutscher Wetterdienst 2026: Hitzewelle wie zuvor im Mittelmeerraum beobachtet trifft Deutschland im Juni 2026. https://www.dwd.de/DE/klimaumwelt/aktuelle_meldungen/260713/hitzewelle-deutschland-2026.html?nn=634854
Schröter, J., Fischer-Frenzel, P., Sauerbrei, Wagner-Jacht, M., R., Lorenz, P. und Kreienkamp, F. (2026): Hitzewelle in Deutschland im Juni 2026, Bericht des Deutschen Wetterdienstes, https://doi.org/10.5676/dwd_pub/attribution/2026_02
Keeping, T. et al. (2026): Fossil fuel emissions have rapidly worsened European heatwaves in just a few decades (WWA scientific report No. 85) World Weather Attribution. DOI:10.25560/130926. https://spiral.imperial.ac.uk/bitstreams/682af9b4-b7c7-4593-b4b1-551f966ec4d4/download
Robert Koch Institut (2026): Notaufnahmesurvaillance – Hitzeassoziierte Notaufnahmevorstellungen (HEAT). https://public.data.rki.de/t/public/views/Notaufnahmesurveillance/DashboardSyndrome?%3Aembed=y&%3AisGuestRedirectFromVizportal=y
Prognos AG (2025): Klimabedingte Risiken für die Arbeitswelt. Ökonomische Verluste und die strategische Rolle des Arbeitsschutzes bei der Klimaanpassung. https://www.prognos.com/sites/default/files/2026-04/260317_Klimabedingte_Risiken_fuer_die_Arbeitswelt_Report_final.pdf
Prognos AG (2026): Die Rechnung der Hitze: 6,3 Milliarden Euro in zwei Wochen. https://www.prognos.com/de/kosten-hitzewelle-juni-2026
World Weather Attribution 2026: https://www.worldweatherattribution.org/fossil-fuel-emissions-have-rapidly-worsened-european-heatwaves-in-just-a-few-decades/
Copernicus Climate Change Service 2026: https://climate.copernicus.eu/copernicus-record-heatwave-brings-hottest-june-western-europe-during-second-warmest-june-globally
Einblick
Neue Runde der Regionalforen zur Klimafolgenanpassung startet im November
In den Jahren 2018 und 2019 haben wir, die Federführung lag damals noch bei der EnergieAgentur.NRW, eine erste Runde von Regionalforen zur Klimafolgenanpassung in NRW durchgeführt. Damals ging es darum, das vielfach noch am Anfang stehende Thema Klimafolgenanpassung in die Regionen zu tragen und daraus Vernetzungsaktivitäten zu generieren. Nun, acht Jahre später, ist es an der Zeit zu schauen, wo die Regionen inzwischen stehen, welche Erkentnisse aus den letzten Jahren zu welchen Aktivitäten geführt haben und gemeinsam die nächsten Schritte zu gehen. Daher veranstalten wir als Klimaatlas- und Kommunalberatungsteam im Auftrag des Umweltministeriums ab November eine neue Runde der Regionalforen zur Klimafolgenanpassung. Wir gehen dabei diesmal tiefer in die Regionen, um dort Wirkung zu entfalten, wo der Bedarf am größten ist und laden Sie schon heute dazu ein dabei zu sein.
Insgesamt finden erneut fünf Regionalforen in NRW statt. Im Rahmen der Veranstaltungen erwarten Sie regional spezifische Programmpunkte, wie zum Beispiel spannende Fachvorträge, eine aktuelle Einordnung der Klimafolgen für die jeweilige Region sowie Workshops zu verschiedenen aktuellen Themen der Klimaanpassung. Darüber hinaus bietet ein „Markt der Möglichkeiten“ Einblicke in innovative Projekte und Praxisbeispiele. Neben den fachlichen Impulsen wird es ausreichend Gelegenheit zum Austausch, zur Vernetzung und zum gegenseitigen Lernen geben.
Die Teilnahme ist nicht zwingend an die jeweilige Region gebunden. Alle Interessierten können das Regionalforum auswählen, das für sie thematisch, organisatorisch oder terminlich am besten passt. Es werden die folgenden Veranstaltungen stattfinden:
Regionalforum Südwestfalen am 04.11.2026 in Attendorn
Regionalforum Ostwestfalen-Lippe (OWL) am 17.11.2026 in Paderborn
Regionalforum Rheinland/Eifel am 10.12.2026 in Schleiden-Gemünd
Regionalforum Niederrhein am 19.01.2027 in Kamp-Lintfort
Regionalforum Münsterland am 27.01.2027 in Münster
Die Regionalforen richten sich an alle Fachbereiche, die sich mit Klimaanpassung in Kommunen beschäftigen. Geben Sie diese Information daher gerne auch an fachlich interessierte Kolleginnen und Kollegen aus z. B. Gesundheits-, Stadtplanungs- oder Grünflächenämtern weiter.
Weitere Informationen zu den genannten Veranstaltungen (Anmeldung, Programm etc.) veröffentlichen wir in Kürze unter https://www.klimaatlas.nrw.de/beratung-klimaanpassung/vernetzung.
Neue Funktionen für Hintergrundkarten im Klimaatlas freigeschaltet
Am Dienstag, den 14.07.2026 erfolgte eine weitere Aktualisierung der Kartenanwendung des Klimaatlas NRW. Neben den auf den neuesten Stand gebrachten Karten des Handlungsfeldes Konzepte vor Ort, wurde nun auch die von den Nutzerinnen und Nutzern lange gewünschte Erweiterung bzw. Weiterentwicklung der Hintergrundkarten um zuschaltbare Layer der verschiedenen Gebietskulissen sowie verschiedener sozialer Einrichtungen durchgeführt.
Ab sofort können unter "Weitere Kartenebenen" zusätzlich zu den bekannten Hintergrundkarten (Topographische Karte, Luftbilder etc.) die Gebietseinheiten Regierungsbezirke, Kreise, Gemeinden, Planungsregionen und Großlandschaften hinzugefügt und wieder abgeschaltet werden. Dies ist besonders hilfreich für den direkten Kartenexport über die "Druckfunktion" im Klimaatlas NRW. So kann zum Beispiel die genaue Lage der Gemeinden deutlich klarer gezeigt werden, als nur mit der topographischen Hintergrundkarte.
Neben den Gebietseinheiten können nun auch die Standorte verschiedener sozialer Einrichtungen ebenfalls hinzugeschaltet werden, um zum Beispiel genau darstellen zu können, welcher Kindergarten bei einem Starkregenereignis gefährdet ist, oder welches Krankenhaus oder Pflegeheim in einem Gebiet mit besonders hoher Hitzebelastung liegt. Die unter "soziale Infrastruktur" zuschaltbaren Einrichtungen sind:
Krankenhäuser
Pflegeheime
Schulen
Kindertageseinrichtungen
Sonstige Einrichtungen für Kinder
Die Standortdaten der Schulen und Kindertageseinrichtungen stammen vom Schulministerium NRW und sind im Geoportal NRW zu finden. Krankenhausstandorte stammen vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW (MAGS) und sind ebenfalls unter Geoportal.nrw.de zu finden. Die Standorte von Pflegeheimen stammen vom gleichen Ministerium, allerdings wurden hier die Daten mittels Daten-Schnittstelle vom Portal www.Heimfinder.nrw.de abgerufen. Wir hoffen, dass diese neuen Funktionen hilfreich sind und freuen uns weiterhin über konstruktives Feedback zur Weiterentwicklung des Klimaatlas.
Rückblick auf die Vernetzungs- und Austauschaktivitäten zur kommunalen Klimafolgenanpassung im Juli
Auch in den vergangenen Wochen fanden weitere Vernetzungsveranstaltungen der Kommunalberatung Klimafolgenanpassung NRW statt. Gleich zwei Formate boten Gelegenheit zum fachlichen Austausch: der 5. Erfahrungsaustausch der Kreise sowie eine zweite Spezialausgabe des Klimaanpassungs-Cafés NRW. Ein kurzer Rückblick auf diese oder vergleichbare Veranstaltungen hat sich zum festen Bestandteil unseres Newsletters entwickelt.
5. Erfahrungsaustausch der Kreise: Hitzeschutz, Praxisbeispiele und offener Austausch
In Präsenz und gemeinsam mit der Landeskoordinierungsstelle für gesundheitsbezogenen Hitzeschutz am Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen (LfGA) ausgerichtet, kamen am 9. Juli die Kreis-Klimaanpassungszuständigen zum mittlerweile 5. Erfahrungsaustausch im Duisburger Standort des LANUK zusammen. Im Mittelpunkt des Vormittags standen zunächst die Betroffenheitsanalyse der Klimaanalyse NRW 2026 und die Unterstützungsangebote und Hinweise zum gesundheitsbezogenen Hitzeschutz des LfGA. Ergänzt wurden die Impulse durch zwei interessante Praxisbeispiele aus dem Kreis Soest und dem Kreis Viersen.
Der Nachmittag war dem offenen Austausch der Teilnehmenden gewidmet. Im Zentrum standen dabei zwei Themen von hoher Aktualität: zum einen die anstehende Konzeptpflicht für Städte und Gemeinden, zum anderen die Erfahrungen mit der Hitzewelle im Juni. Besonders erfreulich war, dass wieder zahlreiche Kreise der Einladung gefolgt sind und neben den Klimaanpassungszuständigen auch Mitarbeitende der Kreisgesundheitsämter mit dabei waren.
Klimaanpassungs-Café Spezial: Richtlinienförderung im Fokus
Am 13. Juli folgte die zweite Spezialausgabe des Klimaanpassungs-Cafés. Die Kommunalberatung stellte dafür die Plattform bereit und übernahm die Moderation. Das Café widmete sich dem Förderprogramm Klimaanpassung.Kommunen.NRW für niederschwellige Maßnahmen. Inhaltlich standen Inputs des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr (MUNV), der Innovationsförderagentur NRW (IN.NRW) sowie des Fachbereichs 17 des LANUK im Mittelpunkt, die gemeinsam noch einmal die Richtlinienförderung vorstellten. Im anschließenden Austausch hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, offene Fragen zu klären und Unklarheiten rund um die Förderrichtlinie direkt mit den Expertinnen und Experten zu besprechen. Für Detailfragen besteht weiterhin die Möglichkeit, die Beratungsangebote zum Förderprogramm in Anspruch zu nehmen. Wir hoffen, dass die Veranstaltung dazu beigetragen hat weitere Anträge in diesem Förderprogramm zu stellen, dies ist noch bis zum 31. Dezember 2026 möglich.
Aktualisierung weiterer Indikatoren des Klimafolgen- und Anpassungsmonitorings
Auch im Juli konnten wieder einige unserer Indikatoren des Klimafolgen- und Anpassungsmonitorings (KFAM) mit neuen Werten versehen und weiterentwickelt werden.
Folgen Indikatoren wurden aktualisiert:
Im Cluster Klimaentwicklung die Indikatoren
- 1.2 Durchschnittliche Jahreszeitenlufttemperatur und
- 2.2 Durchschnittliche Jahreszeitenniederschlagssumme
Im Handlungsfeld "Menschliche Gesundheit" die Indikatoren
Im Handlungsfeld "Katastrophenschutz" die Indikatoren
Im Handlungsfeld "Stadtentwicklung und Kommunale Planung" der Indikator
Und im Handlungsfeld "Tourismuswirtschaft" die beiden Indikatoren
Wie immer wünschen wir Ihnen auch diesmal wieder gute Erkenntnisse beim Nachvollziehen der neuesten Werte.
Rundblick
Landeskabinett beschließt Klimaanpassungskonzeptverordnung
Seit 2024 ist das Bundesklimaanpassungsgesetz (KAnG) in Kraft. Darin fordert der Bund nach §12 die Länder dazu auf festzulegen, welche Kommunen in Zukunft verpflichtet werden Klimaanpassungskonzepte zu erstellen. Damit verbunden ist die Novellierung der Landesgesetzgebung. Die Landesregierung arbeitet seit geraumer Zeit daran, diese zukünftige Regelung in die Tat umzusetzen. In der letzten Kabinettssitzung vor der Sommerpause konnte hier nun am 14. Juli ein zentraler Baustein angestoßen werden. Der Entwurf des weiterentwickelten Landesklimaanpassungsgesetz von 2021 (KlAnG) wurde bereits im April in den Landtag eingebracht. Darin heißt es in §5 "Die Landesregierung wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung diejenigen öffentlichen Stellen zu bestimmen, die für die Gebiete der Gemeinden und Kreise Klimaanpassungskonzepte aufstellen, und die Anforderungen an die Klimaanpassungskonzepte zu regeln". Diese Rechtsverordnung, die sogenannte Klimaanpassungskonzeptverordnung, kurz KlAnKVO, wurde nun nach einer ausgiebigen Verbändeanhörung und der notwendigen Ressortabstimmung vom Kabinett final beschlossen. Die KlAnKVO, die den Kommunen über die Kommunalen Spitzenverbände bereits bekannt ist, wird mit Verabschiedung des novellierten KlAnG durch den Landtag, welche für Mitte Oktober vorgesehen ist, rechtsgültig und danach veröffentlicht.
Nach KlAnKVO müssen ab dem kommenden Jahr alle Städte und Gemeinden NRWs ein Klimaanpassungskonzept erarbeiten. Dafür erhalten die Kommunen entsprechende Konnexitätszahlungen. Ausgenommen sind die Kommunen, die ein Klimaanpassungskonzept vorliegen haben oder erarbeiten, dass über die Deutsche Anpassungsstrategie (DAS) gefördert wurde/wird. Für die Erstellung der Klimaanpassungskonzepte haben die Städte und Gemeinden bis zum 30. November 2029 (Städte über 100.000 EW und Gemeindeverbünde bis 30. November 2030) Zeit. Darüber hinaus regelt die KlAnKVO die geforderten Inhalte der Klimaanpassungskonzepte und die jeweilige Höhe der Ausgleichszahlungen.
In diesem Zusammenhang werden wir als Klimaatlas- und Kommunalberatungsteam die Städte und Gemeinden sowohl mit Daten als auch mit verschiedensten Beratungs- und Unterstützungsangeboten eng begleiten. Dazu erhalten Sie in den kommenden Monaten weitere Informationen. Wenn Sie jetzt schon Fragen zum Gesetz oder zur Verordnung haben, können Sie sich jederzeit an unser Funktionspostfach unter klimaatlas@lanuk.nrw.de wenden.
Land NRW unterstützt weitere Kommunen bei der Klimaanpassung
Nicht nur die Pflicht zur Erstellung von Konzepten wird konkreter, das Land NRW unterstützt auch weiterhin bei der Finanzierung zur Umsetzung von Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung. So erhalten die nächsten 19 Projekte insgesamt 23,9 Millionen Euro aus dem Wettbewerb "Klimaanpassung.Kommunen.NRW".
Das Land unterstützt die Kommunen seit vielen Jahren bei der Finanzierung von Anpassungsmaßnahmen. Zwischen 2020 und 2026 wurden rund 200 Millionen Euro bereitgestellt, um lokale Projekte wie die Entsiegelung von Flächen oder Dachbegrünungen zu unterstützen. Eines der großen Förderangebote zur kommunalen Klimaanpassung ist der Förderaufruf zum Wettbewerb „Klimaanpassung.Kommunen.NRW“ im Rahmen des EFRE/JTF-Programms 2021–2027, welcher im November letzten Jahres in die vierte Runde gestartet ist. Aus 42 Bewerbungen wurden nun 19 Vorhaben von einem unabhängigen Begutachtungsausschuss zur Förderung mit EU- und Landesmitteln empfohlen. Insgesamt stehen für diese Projekte 23,9 Millionen Euro bereit, um eine klimaresiliente Entwicklung voranzubringen.
Informationen zu den einzelnen Projekten finden Sie in der Pressemitteilung des MUNV.
Hintergrund:
Für zukunftsweisende, nachhaltige und innovative Vorhaben in Nordrhein-Westfalen stehen im EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027 EU-Mittel in Höhe von 1,9 Milliarden Euro des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Just Transition Funds (JTF) zur Verfügung. Hinzu kommen eine Ko-Finanzierung des Landes Nordrhein-Westfalen und Eigenanteile der Projekte. Unterstützt werden Projekte aus den Themenfeldern Innovation, Nachhaltigkeit, Mittelstandsförderung, Lebensqualität, Mobilität, Strukturwandel in Kohlerückzugsregionen sowie strategische Technologien und Wettbewerbsfähigkeit.
Weiterentwicklung des Hochwasserschutzes in NRW und darüber hinaus
Regionalpakt für Hochwasserschutz: Land und Emscher-Lippe-Region besiegeln enge Zusammenarbeit
Das Land Nordrhein-Westfalen, die Wasserverbände und die Kommunen im Emscher-Lippe-Gebiet arbeiten beim Hochwasserschutz künftig noch enger zusammen. Am Montag, 6. Juli 2026, unterzeichneten die Partner in Castrop-Rauxel den neuen „Regionalpakt für Hochwasserschutz an Emscher und Lippe“. Das Abkommen folgt auf den landesweiten „Pakt für Hochwasserschutz“ und benennt konkrete Maßnahmen, um die Region Emscher-Lippe besser vor Hochwasser zu schützen und Maßnahmen abgestimmt „aus einem Guss“ zu entwickeln. Auch für die übrigen Flusseinzugsgebiete in Nordrhein-Westfalen werden Regionalpakte verhandelt – die Emscher-Lippe-Region macht den Anfang.
In dem Pakt verpflichten sich die Partner zu fünf zentralen Zielen:
Sie betrachten Flussgebiete als Einheit und arbeiten grenzüberschreitend zusammen.
Sie beschleunigen Planungen und Genehmigungen.
Sie sichern aktiv Flächen für künftige Rückhalteräume.
Sie nutzen digitale Werkzeuge, um besser zu planen und zu warnen.
Sie stärken die private Eigenvorsorge der Bürgerinnen und Bürger.
Diese Ziele werden mit konkreten Projekten verfolgt. Dem Pakt ist eine umfangreiche Maßnahmenliste mit bislang 28 vereinbarten Projekten beigefügt, die für die kommenden Jahre geplant sind. Die ersten konkreten Vorhaben wurden bereits von Emschergenossenschaft, Lippeverband, Wasserverband Obere Lippe und den Kommunen angemeldet. So sollen zum Beispiel die Emscher-Deiche in Oberhausen ertüchtigt und der Herringer Bach in Hamm ökologisch verbessert werden.
Hintergrund: Landesweiter Pakt für Hochwasserschutz
Der Regionalpakt für die Emscher-Lippe-Region ist Teil des landesweiten „Pakts für Hochwasserschutz“, den Umweltminister Oliver Krischer im Februar 2026 in Düsseldorf mit den kommunalen Spitzenverbänden, Wasserverbänden und Bezirksregierungen geschlossen hat. Diese große Allianz legt das Fundament, um Schutzmaßnahmen künftig über Gemeindegrenzen hinweg gemeinsam zu planen, Prozesse zu beschleunigen und technischen mit naturnahem Hochwasserschutz zu vereinen. Um die Kommunen bei diesen Aufgaben zu entlasten garantiert das Land langfristige finanzielle Sicherheit: In den kommenden zwölf Jahren fließen mindestens 1,1 Milliarden Euro Landesmittel in den Hochwasserschutz.
Hier geht`s zur Pressemitteilung des MUNV.
Auch Nordrhein-Westfalen und die Niederlande vertiefen Ihre Zusammenarbeit beim Hochwasserschutz
Die Hochwasserkatastrophe 2021 war für das Land Nordrhein-Westfalen eine Zäsur. Sie hat auf dramatische Weise gezeigt, dass Schutzsysteme und Warnstrukturen weiterentwickelt und Planungen an die Folgen des Klimawandels angepasst werden müssen. Bei der ersten gemeinsamen Hochwasser-Pressekonferenz mit den Niederlanden, die als Vorreiter in der Vorsorge gelten, legten beide Länder dar, was sie in den vergangenen fünf Jahren unternommen haben, um die Menschen besser vor Hochwasser zu schützen. Beide Länder verbindet seit den großen Rheinhochwassern vor mehr als 30 Jahren eine einzigartige Partnerschaft.
Ob bei der Sanierung der Rheindeiche in Emmerich oder Rheinberg, an denen niederländische Firmen beteiligt sind, oder bei einem der größten gesteuerten Hochwasserpolder Deutschlands, der gerade in Köln-Worringen entsteht und Anlieger bis in die Niederlande schützen soll: Beide Länder profitieren von dieser Zusammenarbeit.
Rückblickend markierte die Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 in beiden Ländern eine Zäsur. Seit 2021 hat das Land Nordrhein-Westfalen rund 500 Millionen Euro für den Hochwasserschutz zur Verfügung gestellt. Trotz angespannter Haushaltslage wurde klar priorisiert: 2021 betrug der Mittelansatz für den Hochwasserschutz 56,7 Millionen, seit 2025 stellt das Land mit rund 100 Millionen Euro fast doppelt so viel pro Jahr zur Verfügung. Damit wurden seit der Hochwasserkatastrophe rund 600 Projekte gefördert, die zum klassischen Hochwasserschutz zählen, darunter Deichsanierungen, Neubauten, Rückhaltebecken, der Ausbau des Pegelnetzes und die Erstellung von Starkregenmanagement- und Hochwasserschutzkonzepten in den Kommunen.
Hier geht`s zur entsprechenden Pressemitteilung des MUNV.
Wie wollen wir in Zukunft leben? Landesregierung beschließt Nachhaltigkeitsstrategie
Nordrhein-Westfalen ist Industrieland, Ballungsraum, Wissenschaftsstandort und Heimat von 18 Millionen Menschen. In den kommenden Jahren wird sich hier entscheiden, wie wirtschaftliche Stärke, Klimaschutz, soziale Teilhabe und Lebensqualität zusammengehen können. Mit der Nachhaltigkeitsstrategie.NRW 2026 „Leben in Nordrhein-Westfalen“ hat die Landesregierung die Grundlage für ihre Nachhaltigkeitspolitik der kommenden Jahre beschlossen.
Die Menschen in Nordrhein-Westfalen gestalten nachhaltige Entwicklung bereits heute an vielen Orten mit: in Sportvereinen, die neue Zielgruppen erreichen und inklusive Angebote schaffen; in Unternehmen, die mit ÖKOPROFIT Energie, Wasser und Abfall einsparen; in Kommunen, die eigene Nachhaltigkeitsstrategien, Nachhaltigkeitsberichte und Beteiligungsformate entwickeln; in Schulen mit BNE- und MINT-Profilen; und in Quartieren, in denen Demokratiewerkstätten Teilhabe, Toleranz und Zusammenhalt stärken.
In die Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie flossen Rückmeldungen aus einem breiten Beteiligungsprozess ein. Mehr als 50 Organisationen aus ganz Nordrhein-Westfalen brachten sich ein. Dazu gehörten Verbände, Einrichtungen aus Wirtschaft und Forschung, Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen, Kommunen sowie Akteurinnen und Akteure der Zivilgesellschaft – unter anderem das Eine Welt Netz NRW, die Stiftung Gemeinwohl-Ökonomie und das Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland e. V. NRW.
Die Strategie umfasst sechs Transformationsbereiche: Lebensqualität, Gesundheit und gesellschaftliches Miteinander; Klimaschutz, Energie und Wärme; Mobilität und Transport; Industrie und Kreislaufwirtschaft; Klimaanpassung, Natur und Ressourcen; sowie Bildung und Teilhabe. Diese Bereiche übersetzen die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen in die Wirklichkeit Nordrhein-Westfalens.
Die Nachhaltigkeitsstrategie dient als Grundlage für die Nachhaltigkeitspolitik in Nordrhein-Westfalen. Hinter den Nachhaltigkeitszielen stehen konkrete Maßnahmen aus allen Ressorts – von Förderprogrammen und Beratungsangeboten über Veranstaltungen bis hin zu Informations- und Vernetzungsangeboten. Dies bietet allen Organisationen, Engagierten und allen Bürgerinnen und Bürgern eine verlässliche Grundlage für ihre Entscheidungen und ihr Handeln.
Ein wichtiger nächster Schritt zur Umsetzung der Strategie ist die 12. Nachhaltigkeitstagung am 10. September 2026 im Lokschuppen in Bielefeld. Die vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr organisierte Veranstaltung bietet ein abwechslungsreiches Programm mit Impulsen, Best-Practice-Beispielen sowie vielfältigen Möglichkeiten zur Vernetzung. Mehr dazu im "Ausblick".
Die Nachhaltigkeitsstrategie können Sie unter www.nachhaltigkeit.nrw.de herunterladen.
Letzte Einreichungsrunde im Wettbewerb "Grüne Gründungen.NRW" gestartet
Innovative Start-ups leisten einen wichtigen Beitrag zur ökologischen und wirtschaftlichen Transformation. Mit der siebten und vorerst letzten Einreichungsrunde des Förderwettbewerbs „Grüne Gründungen.NRW“ unterstützen das Land Nordrhein-Westfalen und die EU erneut junge Unternehmen, die neue Technologien für Klima- und Ressourcenschutz entwickeln. Für die aktuelle Runde stehen rund 3,8 Millionen Euro EU-Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des EFRE/JTF-Programms NRW 2021-2027 zur Verfügung.
Förderfähig sind Vorhaben aus den acht Teilmärkten der Umweltwirtschaft. Dazu gehören unter anderem Innovationen in den Bereichen erneuerbare Energien, Energiespeicherung, Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft, Wasserwirtschaft, emissionsarme Mobilität, Umwelttechnik, Klimaanpassung sowie biobasierte Verfahren. Unterstützt werden Projekte mit hohem Innovations- und Wachstumspotenzial, die zur Entwicklung, Herstellung oder Skalierung kritischer Technologien beitragen oder entsprechende Wertschöpfungsketten in Europa stärken. Gefördert werden Start-ups mit bis zu 450.000 Euro pro Projekt. Über die Auswahl der Vorhaben entscheidet ein unabhängiger Begutachtungsausschuss.
Antragsberechtigt sind Unternehmensneugründungen aus der Umweltwirtschaft (kleine und Kleinstunternehmen). Forschungs- und Bildungseinrichtungen, Vereine, Kammern oder Stiftungen können als Partner beteiligt sein und die Entwicklung von Prototypen unterstützen.
Projektskizzen können bis zum 30. September 2026, 14:00 Uhr, bei der Innovationsförderagentur NRW eingereicht werden. Weitere Informationen zum Förderaufruf finden Sie hier.
Das LfGA veröffentlicht weitere Handlungshilfe zum Hitzeschutz für Menschen ohne Wohnung oder Obdach
Nicht alle Menschen sind im gleichen Ausmaß von Hitze betroffen. Für Menschen ohne Wohnung oder Obdach stellen extreme Wetterlagen wie Hitzewellen besondere Herausforderungen dar. Häufig fehlen ihnen kühle Rückzugsorte und sie haben oft nur einen erschwerten Zugang zu Trinkwasser und medizinischer Versorgung.
Das Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz NRW (LfGA) hat daher in Zusammenarbeit mit der AG "Chancengerechtigkeit im gesundheitsbezogenen Hitzeschutz" die Handlungshilfe "Hitzeschutz für Menschen ohne Wohnung oder Obdach" erarbeitet. Sie soll kommunale Akteurinnen und Akteure bei der Aufstellung von Maßnahmen unterstützen, um Menschen ohne Wohnung oder Obdach vor den gesundheitlichen Folgen durch Hitze zu schützen. Die Handlungshilfe richtet sich insbesondere an die Verantwortlichen in Gesundheits-, Sozial- und Umweltämtern. Sie kann darüber hinaus auch für Trägerinnen und Träger von Einrichtungen, Unterstützungsdienste sowie weitere Akteursgruppen bei der Entwicklung eigenständiger Maßnahmen hilfreich sein.
Bitte beachten Sie, dass sich das LfGA NRW aufgrund der dramatischen Hitzewelle im Juni dazu entschlossen hat, die Handlungshilfe in einer vorläufigen Version zu veröffentlichen. So soll die Möglichkeit geschaffen werden, noch in diesem Sommer effektive Hitzeschutzmaßnahmen für Menschen ohne Wohnung oder Obdach umzusetzen. Die aktuelle Version ist noch nicht barrierefrei gestaltet, zudem wird das Layout für die finale Version noch angepasst.
Weitere Informationen zur Handlungshilfe sowie die Möglichkeit zum Download der vorläufigen Version finden Sie hier.
Die Verbraucherzentrale NRW sucht neuen Standort für Ausstellung zum Thema Regenwasser
Die Wanderausstellung “Regen retten – Stadt begrünen” der Verbraucherzentrale NRW zeigt aktuell in Kaarst praxisnahe Lösungen für Dach- und Fassadenbegrünung sowie zur Regenwassernutzung. Dort zu sehen ist ein Regenfang mit einer Regenbank und mehrere Pflanzkästen zum Thema Gründach, Vertikalbegrünung und trockenheitsverträglicher Bepflanzung. Ab Ende September 2026 sucht die Ausstellung einen neuen, öffentlich zugänglichen Standort für das nächste halbe Jahr. Interessierte Kommunen können sich über klimakoffer@verbraucherzentrale.nrw bewerben und erhalten im Gegenzug regelmäßige Info- und Beratungstage durch das Team des Klimakoffers sowie Unterstützung bei der Bewerbung der Aktionen. Nutzen Sie die Gelegenheit und profitieren Sie von diesem Angebot!
Neue Veröffentlichung des Umweltbundesamtes zur Finanzierung von Trinkwasserbrunnen erschienen
Das Umweltbundesamt (UBA) hat die Ergebnisse eines neuen Sachverständigengutachtens zu Finanzierungsoptionen für öffentliche Trinkwasserbrunnen veröffentlicht.
Gemeinden errichten und betreiben immer häufiger Trinkwasserbrunnen. Im Jahr 2022 gab es ca. 1.300 Trinkwasserbrunnen in Deutschland, die Städte und Gemeinden auf freiwilliger Basis errichtet haben. Es handelt sich dabei aber nicht mehr um Brunnen, die Trink- und Brauchwasser aus dem Grundwasser fördern, sondern die an das öffentliche Leitungsnetz für die Wasserversorgung angeschlossen sind. Viele Städte und Gemeinden investieren in öffentlich zugängliche, entgeltfreie Trinkwasserbrunnen. Was bisher auf freiwilliger Basis geschah, ist durch Art. 16 Abs. 2 EU-Trinkwasserrichtlinie und dessen Umsetzung in § 50 Abs. 1 S. 2 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) eine Pflicht geworden.
Mit dieser Regelung ergeben sich praktische Fragen der Umsetzung. § 50 Abs. 1 S. 2 WHG enthält eine grundsätzliche Rechtspflicht mit dem Ziel, die Anzahl der in der Bundesrepublik bereits aufgrund freiwilliger kommunaler Initiativen bestehenden Trinkwasserbrunnen möglichst flächendeckend zu erhöhen. Durch die Verpflichtung der Gemeinden als landesrechtlich bestimmte Träger der öffentlichen Wasserversorgung werden diesen durch die neue Regelung zusätzliche Aufgaben übertragen. Die Kostenübernahme für die Aufstellung und Instandhaltung bzw. für das Betreiben der Trinkwasserbrunnen ist dabei allerdings nicht mitgeregelt. Das WHG trifft keine Aussage darüber, wie die Gemeinden die Aufstellung der Trinkwasserbrunnen finanzieren sollen. Die Frage, wer für die Kosten der Trinkwasserbrunnen aufkommen soll, war durch das Sachverständigengutachten zu klären. Es untersuchte diese Problemstellung rechtswissenschaftlich auf Grundlage des geltenden Rechts.
Die Ergebnisse des Sachverständigengutachtens können Sie hier genauer nachvollziehen.
Übrigens: Das Land NRW will Trinkwasserbrunnen zukünftig über das Landeswassergesetz finanzieren, indem Sie Trinkwasserbrunnen zum Teil der Trinkwasserversorgung macht. So ist es im neuen Entwurf des Landeswassergesetzes vorgesehen.
Der Hitzeknigge ist jetzt auch in leichter Sprache verfügbar
Der bekannte und vielfach verwendete Hitzknigge des Umweltbundesamtes ist ab sofort auch in leichter Sprache verfügbar und kann weiterhin für jede Kommune individuell angepasst werden.
Weitere Informationen erhalten Sie hier.
Ausblick
Nebelduschen: Angenehme Abkühlung oder Hygienerisiko? Beides ist möglich es liegt an uns, am 19. August 2026, online
Nebelduschen oder Brumisateure erfreuen sich in diesen heißen Zeiten immer größerer Beleibtheit. Der VDI widmet sich in einem Webinar am 19. August 2026 von 10 bis 11 Uhr dem Thema Hygienerisiko bei Vernebelungsanlagen.
Vernebler im öffentlichen Raum sind kein Luxus mehr. Hitzeaktionsplanung, überhitzte Innenstädte, immer mehr öffentliche Plätze mit Versprühungsanlagen: Das Wasseraerosol kühlt – und kann, wenn das Hygieneregime nicht stimmt, Legionellen verbreiten. Dieser Thematik wird sich das Webinar widmen. Geplant sind ein 30-minütiger Vortrag und 30 Minuten Zeit für Fragen.
Als Fachlicher Hintergrund dient die VDI-Richtlinie 2047 Blatt 2 – die maßgebliche Richtlinie für Verdunstungskühlanlagen, auf die sich auch die 42. BImSchV stützt.
Die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.
Copernicus Lunchtalk zum Thema "Satelliteninformationen zur besseren Planung urbaner Klimamaßnahmen" am 25. August 2026, online
Im Rahmen der Copernicus Lunchtalk-Reihe bieten die nationalen Copernicus Netzwerkbüros Energie, Verkehr, Wald und Kommunal gemeinsam den Raum, um Themen, Projekte und Produkte aus den Fachnetzwerken zu präsentieren.
Sie sind herzlich eingeladen, sich einmal im Monat über Neuigkeiten aus Projekten, Aktualisierungen von Datenprodukten oder über neue Forschungsvorhaben zu informieren. Mit dieser Reihe möchten die Copernicus Netzwerkbüros Raum für mögliche Synergien, einen sektorübergreifenden Wissenstransfer und Vernetzungsmöglichkeiten (z. B. für projektbegleitende Arbeitskreise aus Expertinnen und Experten oder Nutzerfeedback) schaffen.
Die nächste Veranstaltung findet am Dienstag, den 25. August 2026 von 12:00-12:30 Uhr statt
Thema: Satelliteninformationen zur besseren Planung urbaner Klimamaßnahmen, Referent ist Dr. Jürgen Born von der Spatial Business Integration GmbH
Alle Informationen und die Einwahldaten finden Sie auf der Website.
BEW-Seminar: Kommunikations- und Moderations-Workshop für Klimaschutz-und Klimaanpassungsmanagende am 02. und 03. September 2026 in Essen
Professionelle Kommunikation und Moderation zählen zu den wichtigsten Werkzeugen, um Ziele im Bereich Klimaschutz- und Klimaanpassung sowie der Energie- und Mobilitätswende nachhaltig und effektiv umsetzen zu können. Beispielsweise dann, wenn Sie verschiedene Projektpartner zusammenbringen oder Veranstaltungen mit unterschiedlichsten Stakeholdern leiten bzw. moderieren.
Das Seminar Kommunikations- und Moderations-Workshop für Klimaschutz-und Klimaanpassungsmanager/-innen am 02. und 03. September 2026 im BEW-Essen unterstützt Sie dabei, diese Fähigkeiten gezielt auszubauen. Sie erwerben Kenntnisse, die Ihnen helfen, noch zielgerichteter und situationsbezogener zu kommunizieren und unterschiedlichste Gesprächssituationen souverän zu gestalten. Dabei profitieren Sie sowohl von den fundierten theoretischen Grundlagen als auch von praxisnahen Beispielen, die Sie im Rahmen des Seminars unter professioneller Anleitung direkt ausprobieren können.
Lernen Sie, auch in herausfordernden Situationen souverän zu agieren!
Hier gibt es weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung.
Zertifikatskurs "Gesundheitsfördernde Stadtentwicklung – Health in All Policies" ab dem 03. September 2026 an der Hochschule Bochum
Gesunde Städte entstehen nicht zufällig! Mit dem neuen Zertifikatskurs „Gesundheitsfördernde Stadtentwicklung – Health in All Policies“ der BO Akademie der Hochschule Bochum lernen Sie die Möglichkeiten kommunaler Planung für gesundheitsfördernde Stadtentwicklung zu nutzen.
Sie lernen passende Planungsinstrumente kennen und wie diese auf kommunale Kontexte angewendet werden können. Zudem werden fachliche Grundlagen zu räumlichen und kommunalen Gesundheitsfaktoren sowie deren gesundheitliche Wirkungen praxisnah vermittelt. Start ist am 03.September 2026.
Zielgruppe:
Praktikerinnen und Praktiker in der Stadt-, Umwelt-, Sozial- und Gesundheitsplanung sowie alle Interessierten
Kursleitung:
Prof.in Dr.in habil. Heike Köckler, Professorin für Sozialraum und Gesundheit an der HS Bochum
Termine:
Auftakt: 3. September 2026, online 18:00-19:00 Uhr
Online-Phase: ab 3. September 2026 (via Online-Plattform: zeitlich flexibel während der Kurslaufzeit nutzbar)
4 Präsenztage: 14.-15. September und 2.-3. November 2026 am Gesundheitscampus der Hochschule Bochum
Weitere Informationen finden Sie bei der Kursauschreibung. Anmeldungen sind ebenfalls über die Website möglich.
12. Nachhaltigkeitstagung NRW am 10. September 2026 in Bielefeld
Das Umweltministerium NRW lädt Sie herzlich zur 12. Nachhaltigkeitstagung.NRW nach Bielefeld ein – einem Tag, der Inspiration, Austausch und konkrete Schritte für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie.NRW 2026 (siehe Rundblick) vereint.
Ob Sie Lösungsansätze suchen, Projekte vorantreiben oder einfach dazulernen möchten – Sie erwartet ein abwechslungsreiches Tagungsprogramm sowie viele Möglichkeiten zur Vernetzung:
Erleben Sie hochkarätige Impulse aus der Landesregierung NRW zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie.NRW 2026
Bringen Sie sich bei der interaktiven Installation "Zukunftsbaum.NRW" ein
Tauschen Sie sich mit Gleichgesinnten aus und finden Sie Partnerinnen oder Partner für Ihre Projekte
Erhalten Sie Einblicke, wohin uns der Weg "Beyond 2030" führen kann
Gestalten Sie das Programm am Mittag mit: nennen Sie Ihre Interessen im Rahmen des Anmeldeprozesses. Basierend auf Ihren Rückmeldungen werden entsprechende Schwerpunkte gesetzt
Ort: Lokschuppen Bielefeld
Datum: 10. September 2026
Zeit: 10:00 bis 16:30 Uhr (inkl. Netzwerken & Mittagessen)
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Alle Details zur Anmeldung und zum Programm finden Sie unter Nachhaltigkeitstagung.NRW 2026 in Bielefeld.
Auch wir vom Klimaatlas- und Kommunalberatungsteam werden mit einem Stand vor Ort vertreten sein und u. a. über die Rechtsverordnung zur Erstellung von Klimaanpassungskonzepten (KlAnKVO) informieren.
BEW-Seminar "Klimaschutz und Klimaanpassung in Kommunen erfolgreich managen" am 15. September 2026 in Essen
Projekte im Klima- und Umweltschutz sind häufig besonders komplex. Hinzu kommen viele verschiedene Akteure aus unterschiedlichsten Bereichen mit den dazugehörigen Belangen. All diese Aspekte müssen im Rahmen einer erfolgreichen Projektarbeit miteinbezogen werden.
Das BEW-Seminar "Klimaschutz und Klimaanpassung in Kommunen erfolgreich managen" am 15.09.2026 im BEW-Essen bietet Ihnen wertvolle Einblicke, wie Projekte im Klima- und Umweltschutz innerhalb der Strukturen von Kommunalverwaltungen effektiv umgesetzt werden können.
Sie erhalten praxisnahe Anregungen für eine effiziente Projektarbeit in öffentlichen Verwaltungen. Anhand zahlreicher Beispiele aus der eigenen Erfahrung zeigen Ihnen die Referierenden auf, wie Projekte erfolgreich platziert und durchgeführt werden können. Durch praxisorientierte Übungen und den Austausch mit anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern erhalten Sie außerdem wertvolle Tipps, wie Sie Ihre Projekte besser organisieren und umsetzen können.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf der Veranstaltungsseite.
16. ExtremWetterKongress vom 23. bis 25. September 2026 in Hamburg
Vom 23. bis 25. September findet an der HafenCity Universität Hamburg (HCU) wieder der ExtremWetterKongress statt. Der Kongress ist eine interdisziplinäre Fachtagung zu Extremwetter und Klimawandel in Deutschland. Er bringt renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Expertinnen und Experten sowie eine interessierte Öffentlichkeit nun schon zum 16. Mal zusammen, um aktuelle Erkenntnisse verständlich aufzubereiten und den direkten Austausch zu fördern. Teil des Programms sind Vorträge, Diskussionen, Workshops sowie vielfältige Möglichkeiten zum Netzwerken. Ergänzt wird der Kongress durch die Deutsche KlimaManagementTagung (KMT), die unmittelbar im Anschluss mit über 40 Workshops stattfindet und den Fokus auf praktische Umsetzung legt.
Weitere Informationen zum Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf der Veranstaltungshomepage.
Save the Date 1: Themenwoche "Natürlicher Klimaschutz" vom 7. bis 14. Oktober 2026
Nach der Woche der Klimaaanpassung (WdKA) vom 14. bis zum 20. September 2026 findet vom 7. bis zum 14. Oktober die Themenwoche "Natürlicher Klimaschutz" statt.
Die Themenwoche des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) sowie des Kompetenzzentrums Natürlicher Klimaschutz (KNK).
Mit einer Vielzahl unterschiedlicher Aktionen – von Veranstaltungen vor Ort bis hin zu Social-Media-Beiträgen – werden die Projekte des ANK einer breiten Öffentlichkeit präsentiert und erlebbar gemacht. Über das Programm und weitere Details werden Sie rechtzeitig informiert. Wenn Sie zudem Interesse haben, mit Ihrem ANK-Projekt an der Themenwoche mitzuwirken, freuen sich die Kolleginnen und Kollegen des ANK-Regionalbüros NRW über Ihre Rückmeldung. Melden Sie sich dazu gerne unter ank@lanuk.nrw.de.
Save the Date 2: Konferenz zur transformativen Strukturpolitik am 06. November 2026 in Düsseldorf
Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNV NRW) setzt sich seit einigen Jahren für eine transformative Strukturpolitik ein. Alleine im Rahmen der aktuellen EU-Förderperiode 2021-2027 fördert das MUNV NRW nachhaltige Projekte im Umfang von rund einer Milliarde Euro.
Der Ansatz einer transformativen Strukturpolitik unterstützt dabei die Ziele Nordrhein-Westfalens und der Europäischen Union, eine wettbewerbsfähige, klimaneutrale, ressourcenschonende und krisenresiliente Wirtschaft sowie eine gerechte Gesellschaft zu erreichen. Die Förderangebote des MUNV NRW adressieren dafür zentrale Zukunftsfelder einer nachhaltigen Transformation:
die Entwicklung einer zukunftsfähigen und resilienten Wirtschaft durch Circular Economy und Ressourceneffizienz, Umweltinnovationen und die Stärkung der Umweltwirtschaft,
den Schutz und die Stärkung natürlicher Lebensgrundlagen durch Klimaanpassung, Wasserresilienz, Biodiversität und Grüne Infrastruktur,
innovative Ansätze für nachhaltige, multimodale Mobilität durch bessere Vernetzung von Mobilitätsangeboten, Digitalisierung und Infrastrukturentwicklung sowie
Bildung für nachhaltige Entwicklung als Motoren des gesellschaftlichen Wandels.
Um die Zukunft der Strukturförderungen im Umwelt-, Naturschutz und Verkehrsbereich auch zukünftig im Sinne einer sozial-ökologischen Transformation – vor dem Hintergrund der laufenden Diskussionen zum Mehrjährigen Finanzrahmen auf EU-Ebene ab 2028 – zu gestalten, lädt das MUNV am 6. November 2026 nach Düsseldorf ein.
Für das Plenumsprogramm haben bereits der Direktor für Politik in der Generaldirektion Regionalpolitik und Stadtentwicklung der EU-Kommission, Peter Berkowitz, der Präsident des Umweltbundesamts, Prof. Dr. Dirk Messner, die Beigeordnete für Umwelt und Grüne Infrastruktur beim Regionalverband Ruhr, Nina Frense, und der Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW, Oliver Krischer, zugesagt. In mehreren parallelen Sessions soll über die Herausforderungen der Transformation und die Möglichkeiten der Strukturförderung diskutiert werden. Die Präsentation von Projekten und die ausführliche Gelegenheit zum Netzwerken stehen im weiteren Fokus der Veranstaltung.
Veranstaltungsdaten:
Datum: 6. November 2026
Zeit: 9.30 – 15.00 Uhr
Ort: Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW, Emilie-Preyer-Platz 1, 40479 Düsseldorf
Sobald das Gesamtprogramm veröffentlicht und die Möglichkeit zur Anmeldung freigeschaltet ist, wird dies auf der Veranstaltungsseite zu finden sein. Bei Fragen erreichen Sie das zuständige Fachreferat unter EU-Foerderung@munv.nrw.de.