Klimaanpassung.Kommunen.NRW - niederschwellige Maßnahmenförderung
Ziel dieser Richtlinie ist es, Investitionen in Einzelmaßnahmen oder in kombinierte Maßnahmen anzureizen, die einen Beitrag zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels leisten können. Gefördert werden Ausgaben für investive Vorhaben in Nordrhein-Westfalen an, auf oder in Gebäuden, Liegenschaften, Infrastruktureinrichtungen sowie im öffentlichen Raum, die der Klimafolgenanpassung dienen.
Fördergegenstand
Investive Maßnahmen
Förderfähige Maßnahmen
Förderfähig sind folgende Maßnahmen:
- Entsiegelung befestigter Flächen zugunsten von Grünflächen,
- Begrünungsmaßnahmen wie Dach- und Fassadenbegrünungen sowie Baum- und Strauchpflanzungen, gekoppelt mit Regenwasserspeicherung und -nutzung zur Bewässerung,
- Anlegen von Mulden, bewachsenen Gräben oder Wasserspeichern unter Bäumen (Rigolen) zur Regenwasserversickerung und eventuell -speicherung („Schwammstadtkonzept“),
- Weitere Maßnahmen der Regenwasserspeicherung und -nutzung zur Bewässerung von Grünflächen wie zum Beispiel naturnahe Rückhaltebecken/- anlagen, Retentionsflächen, Retentionstiefbeete, Sickerteiche, Füllkörperrigolen, oder ähnliches,
- Retentionsgründächer (Grün- Blaudächer),
- Klimaangepasste Umgestaltung von Schul- und Kitageländen, beispielsweise durch Entsiegelung von Schul- und Kitahöfen sowie das Anlegen eines Schul- oder Kitagartens, Biotops oder grünen Klassenzimmers,
- Bau von Verschattungsanlagen und Maßnahmen zum Schutz vor UV-Strahlung (zum Beispiel außenliegenden Sonnenschutz, Sonnensegel),
- Errichtung und Betrieb von Anlagen zur kostenlosen Bereitstellung von Trinkwasser
Antragsberechtigte
Antragsberechtigt sind:
Kommunen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen, Kammern, Vereine und Stiftungen, die eine Niederlassung in Nordrhein-Westfalen haben.
Fördergebende Institution
Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen
EU - Europäischer Fond für regionale Entwicklung (EFRE)
Förderart
Zuschuss oder Zuwendung: Die Förderquote liegt je nach Voraussetzungen zwischen 50 % und 90 %. Die förderfähigen Gesamtausgaben dürfen 200.000 Euro nicht überschreiten.
Antragsverfahren
Das Antragsverfahren ist einstufig. Die Antragsstellung erfolgt über das EFRE. NRW.online-Portal oder schriftlich unter Verwendung der Antragsformulare beim Landesamt für Natur, Umwelt und Klima als bewilligenden Stelle.
Förderfenster
Das Förderfenster ist bis zum 31. Dezember 2026 geöffnet.