9.8
Befall mit Eichenprozessionsspinnern „Hoher Bekämpfungsaufwand für Kommunen“
Jahr2018201920202021
EPS-Befall143105115158
Kein EPS-Befall141545644
Keine Rückmeldung112237224194

Eichenprozessionsspinner-Vorkommen in Gemeinden und kreisfreien Städten in NRW im Zeitraum 2018-2021 (Datengrundlage: Wald und Holz NRW). Erklärvideo zu den Diagramm-Funktionen.

Datenstand 31.12.2021
Messgröße Anzahl der Kommunen mit Meldungen über den Befall mit Eichenprozessionsspinnern pro Jahr
Räumliche Abdeckung Nordrhein-Westfalen (NRW)
Datenquelle Landesbetrieb Wald und Holz NRW
Fortschreibungsturnus jährlich
DPSIR-Indikator Impact

Infolge des Klimawandels kann es zur Vermehrung von wärmeliebenden Tierarten kommen. In diesem Zusammenhang tritt der Eichenprozessionsspinner (EPS)  vermehrt auf. Bevorzugte Orte für ihre Eiablage sind Eichen an sonnenexponierten Lagen, etwa an Waldrändern, an Übergangsbereichen zu Straßen und Siedlungen, in Parkanlagen und Gärten sowie an Sport- und Spielplätzen (Bräsicke 2013).

Für die menschliche Gesundheit ist die Ausbreitung des EPS mit unangenehmen Folgen verbunden. Die Brennhaare von Eichenprozessionsspinnerraupen verursachen oft starken Juckreiz, Hautrötungen, Quaddeln, Allergien, Bindehautentzündungen, Bronchitis, Asthma oder Schwindel. 
 

Literatur:

Bräsike, Nadine (2013): Ökologische Schäden, Gesundheitliche Gefahren und Maßnahmen zur Eindämmung des Eichenprozessionsspinners im Forst und im urbanen Grün. Veranstaltung des Julius Kühn-Insitutes un ddes Bundesinstitutes für Risikoberwertung zum Thema "Prozessionsspinner 2012 - Fakten, Folgen, Strategien" Quedlingburg: Julius Kühn-Inst., Bundesforschungsinst. für Kulturpflanzen (Julius Kühn Archiv, 440). online verfügbar unter http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:gbv:3:2-68608 [13.07.2021].

Seit dem Jahr 2018 erhebt der Landesbetrieb Wald und Holz NRW über eine jährliche Befragung die Kommunen NRWs, in denen Eichenprozessionsspinner-Befälle auftraten. Als Messgröße kommt daher für den Indikator die Anzahl an Kommunen in NRW zum Einsatz, in denen ein Befall gemeldet wurde. Als Befall gilt dabei ein bloßes Vorkommen, Probleme oder durchgeführte Maßnahmen zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners.

Der  Eichenprozessionsspinner beschäftigt viele Kommunen in NRW: Im Zeitraum 2018-2020 haben jeweils mehr als 100 Kommunen einen Befall gemeldet. Allerdings war die Beteiligung der Kommunen an der Befragung in den drei Jahre unterschiedlich hoch, so dass die Darstellung eher Stichprobencharakter hat. Da sich die Zeitreihe im Aufbau befindet, sind Aussagen zu Trends noch nicht möglich. Die Aussagekraft des Indikators wird sich erhöhen, wenn künftige Jahrgänge die Zeitreihe ergänzen.

 

Anzahl der Städte und Gemeinden mit EPS Befall ohne EPS Befall keine Rückmeldung Teilnehmerquote in %
  Mittelwert Trend Änderung Mittelwert Trend Änderung Mittelwert Trend Änderung Mittelwert Trend Änderung
2018-2021 130   - 74   - 192   - 52   -
                         

Trendbeschreibung

 

  steigender Trend
  fallender Trend
  Trend mit Trendumkehr: zuerst fallend, dann steigend
  Trend mit Trendumkehr: zuerst steigend, dann fallend
  fallender quadratischer Trend
  kein Trend

 

Trendbewertung

 

günstige Entwicklung
     
     

 

ungünstige Entwicklung
     
     

 

keine Bewertung der Entwicklung möglich oder gleichzeitig günstige und ungünstige Entwicklungsaspekte vorhanden