Hitze in der Stadt panthermedia.net_tomwang.jpg

VDI-Expertenempfehlung zur Hitzeaktionsplanung jetzt im VTU-Portal abrufbar

Kalender Icon16.07.2025
Newspaper Icon Aktuelle Meldung

Im April und Juni wurden die einzelnen Blätter der VDI-Expertenempfehlung zur Hitzeaktionsplanung als Blatt 13 der VDI-Richtlinie 3787 veröffentlicht. Ziel der Richtlinie ist es, den Kommunen einen standardisierten Handlungsrahmen zum möglichen Vorgehen im Umgang mit Hitzeereignissen und in einer auf Prävention ausgerichteten Hitzeaktionsplanung aufzuzeigen. Nähere Informationen dazu finden Sie hier. Die einzelnen Blätter stehen nun über das VTU-Portal des Landes NRW allen Kreisen und kreisfreien Städten nach entsprechender Registrierung zur Verfügung.

Die VDI-EE 3787 Blatt 13 enthält folgende Kernelemente (die Nummerierung der Kernelemente richtet sich dabei nach der Handlungsempfehlung des BMUB (2017)):   

  1. Zentrale Koordinierung und interdisziplinäre Zusammenarbeit  (13.1)  
  2. Nutzung des Hitzewarnsystems   (13.1)
  3. Information und Kommunikation   (13.1)
  4. Reduzierung von Hitze in Innenräumen  (13.3)
  5. Besondere Betrachtung von Risikogruppen  (13.2)
  6. Vorbereitung der Gesundheits- und Sozialsysteme  (13.2)
  7. Langfristige Stadtplanung und Bauwesen (Sammlung von Hinweisen und Verweisen zu im Kontext stehenden, existierenden Richtlinien, Normen und Standards) (13.3)
  8. Monitoring und Evaluierung der Maßnahmen. (13.1)

In der VDI-EE werden kurz-, mittel- und langfristige Anpassungsmaßnahmen für einen nachhaltigen hitzebezogenen Gesundheitsschutz beschrieben. Darüber hinaus wird auf die Bedeutung der interdisziplinären und fachübergreifenden Zusammenarbeit der verschiedenen kommunalen Fachstellen und der Notwendigkeit einer zentralen Koordination hingewiesen. Weitere Elemente der Richtlinie beschreiben den Ablauf von der Hitzewarnung bis zur Information der und Kommunikation mit der Bevölkerung sowie der Betrachtung von Risikogruppen bis hin zu stadtplanerischen Aspekten. Außerdem wird auch ein kontinuierliches Monitoring und eine Evaluation der Hitzeaktionsplanung in der Richtlinie behandelt. 

Die Expertenempfehlung steht ab sofort in der Vorschriftensammlung Technischer Umweltschutz (VTU) des Landes Nordrhein-Westfalen zu Verfügung.

Folgender Link ist dafür relevant:

Zugang zum VTU-Portal (hier ist eine Registrierung notwendig) http://lv.kommunen.nrw.testa-de.net/igsalpha/

Weitere aktuelle Inhalte

Aktuelle Meldungen Icon
Kirschblüte fotolia K.-U. Häßler

Wechselhaft, sonnig und wärmer als üblich – der Frühling 2026

Kalender Icon05.06.2026
Newspaper Icon Aktuelle Meldung

Der Frühling 2026 war in Nordrhein-Westfalen durch einen ausgeprägten Witterungswechsel zwischen Phasen stabilen Hochdruckwetters und zeitweise markanten Tiefdruckeinflüssen geprägt. In allen drei Monaten lag die Durchschnittstemperatur deutlich über sämtlichen Vergleichsperioden. Die Verteilung des Niederschlags war insgesamt ausgeglichen, extreme Trocken- oder Regenperioden blieben aus, wobei der Mai jedoch insgesamt sehr nass und März und April eher zu trocken ausfielen. Im März und April dominierten überwiegend Hochdruckeinflüsse, die für viel Sonnenschein und milde Temperaturen sorgten. Diese wurden jedoch durch kühle Nächte mit örtlich leichtem Frost bis etwa -3 Grad, besonders in den Tal- und Muldenlagen des Sauerlandes, begleitet. Die erste hochsommerliche Phase des Jahres stellte sich im letzten Maidrittel ein. Dagegen traten vor allem Ende März markante Sturmböen und im Mai auch erste heftige Gewitter mit Starkregen und teils orkanartigen Böen auf. Diese kontrastreichen Wetterabschnitte führten zu größeren Temperaturschwankungen - während örtlich letzte Nachtfröste auftraten, wurden auch die ersten heißen Tage und Tropennächte registriert.

weiterlesen
Löwenzahl im Frühling AdobeStock_330354146

Warme Sonnenphasen treffen auf häufige Schauer – der Mai 2026

Kalender Icon03.06.2026
Newspaper Icon Witterungsverlauf

Der Mai 2026 zeigte sich in Nordrhein-Westfalen als ein überdurchschnittlich warmer, sehr nasser und trotzdem sonnenscheinreicher Monat mit ausgeprägten Witterungskontrasten. Der Witterungsverlauf war geprägt von starken Gegensätzen zwischen hochdruckbestimmten Warmluftphasen und turbulenten Tiefdruckeinflüssen mit teils unwetterartigen Gewittern. Bereits zu Monatsbeginn sorgten regional kräftige Gewitter mit Starkregen bis 50 l/qm für lokale Überflutungen, während Mitte Mai - rund um die Eisheiligen - sogar noch einmal kurzzeitig Schneefall in den Höhenlagen auftrat. Das letzte Monatsdrittel brachte dann erstmals in diesem Jahr hochsommerliche Temperaturen nach NRW, ehe landesweit kräftige Gewitter mit Sturmböen bis 110 km/h den Monatsabschluss bildeten. Diese Dynamik führte zu einer Häufung von Extremereignissen bei insgesamt überdurchschnittlichen Temperatur- und Sonnenscheinwerten.

weiterlesen
Wegweiser Klimafolgenanpassung NRW LANUK NRW

Wegweiser Klimafolgenanpassung NRW aktualisiert

Kalender Icon01.06.2026
Newspaper Icon Aktuelle Meldung

Seit heute steht allen in der Klimaanpassung Aktiven im Land Nordrhein-Westfalen eine aktualisierte Version unseres Wegweiser Klimafolgenanpassung NRW-Dokuments im Kommunalberatungsbereich des Klimaatlas zur Verfügung. Der Wegweiser richtet sich insbesondere an alle neu für das Thema Klimaanpassung Zuständigen und soll Orientierung beim Einstieg in die Arbeit bieten.

weiterlesen