Klimaatlas NRW - Newsletter Nr. 66
Editorial
Liebe Leserinnen und Leser,
herzlich Willkommen zur nun mehr 66. Ausgabe unseres Klimaatlas-Newsletters.
Was für ein Sommer, den wir in diesem Jahr erleben. Er zeigt uns sehr eindrücklich mit welchen Auswirkungen wir uns in Zukunft nun immer häufiger auseinandersetzen müssen, denn das was wir gerade erleben, ist vermutlich nur der Anfang. Der Ablauf ist dabei quasi klassisch. Auf die große Hitzewelle im Juni folgten im Juli und August weitere kleine Hitzewellen, die die Anzahl der in diesem Jahr registrierten Heißen Tage (Tage mit einer Höchsttemperatur von min. 30 °C) weiter ansteigen ließen. Damit einhergehend stellte sich parallel eine immense Trockenheit in NRW ein. So waren in der Kalenderwoche 33 rund 99 % der Landesfläche von Trockenheit oder Dürre betroffen. Die Situation hat sich zwar in der zweiten Monatshälfte insgesamt leicht entspannt, ist aber in einigen Landesteilen immer noch angespannt. Eine weitere Folge der Trockenheit und der hohen Temperaturen ist die erhöhte Waldbrandgefahr, die zu zahlreichen Waldbränden im August geführt hat. Neben vergleichsweise kleineren Bränden, die über das ganze Land verteilt auftraten, machten vor allem die Brände im Hürtgenwald, als der größte Waldbrand in NRW bisher, und der Brand im Hohen Venn nahe der Grenze zu Belgien Schlagzeilen. Starkniederschläge sind in diesem Sommer weniger präsent, aber auch diese haben punktuell stattgefunden, waren aber nicht mit großen Schäden verbunden. Spannend abzuwarten bleibt daher die Bilanz des August und natürlich die des gesamten Sommers, die wir in der kommenden Woche ziehen können und im nächsten Newsletter berichten werden.
All das zeigt wie wichtig unsere Arbeit und die unserer Partnerorganisationen, aber natürlich auch Ihr Engagement für eine klimaresiliente Zukunft ist! Als Begleiterscheinung der aktuellen Umstände hat immerhin die Diskussion um eine Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung und Naturschutz, die dafür sorgen würde, dass Klimaanpassung – nicht nur im Sinne der Daseinsvorsorge – zur Pflichtaufgabe und von Bund und Ländern in gleichen Teilen finanziert würde, Fahrt aufgenommen. Wichtig in dem Zusammenhang ist auch der Blick auf die Schadenskosten, die mit den Folgen des Klimawandels einhergehen (s. u.). Auch hier bleibt zunächst abzuwarten, wie es weitergehen wird. Aber jegliche Diskussion darüber ist besser als dieses, die gesamte Bevölkerung betreffende, Thema zu ignorieren.
Im "Rückblick" starten wir selbstverständlich mit einem Blick auf die Witterung des Juli – der trockenste seit Aufzeichnungsbeginn in NRW. Im letzten Newsletter haben wir in einem Schwerpunktartikel die Juni-Hitzewelle mit ihren Folgen genauer betrachtet. Dieses Mal möchten wir näher auf die Trockenheit und ihre Folgen in NRW eingehen. Dafür haben uns dankenswerter Weise die Kolleginnen und Kollegen der Wasserabteilung des LANUK einen Beitrag erstellt. Im diesmal etwas kürzeren "Einblick" schauen wir voraus auf das nächste Klimaanpassungs-Café im September und die nächste Anwenderschulung für den Klimaatlas im Oktober. Im Hintergrund laufen aber bereits wieder die Vorbereitungen für alles, was in naher Zukunft bei uns passieren wird, auf Hochtouren - mehr dazu erfahren Sie in den kommenden Ausgaben.
Der "Rundblick" umfasst wie immer zahlreiche interessante Meldungen aus Land und Bund zur Klimafolgenanpassung. Unter anderem hat die Prognos-AG bezugnehmend auf die Hitzewelle im Juni ein Whitepaper erstellt, welches die wirtschaftlichen Folgen der Hitze in den Fokus nimmt. Passend dazu hat auch Greenpeace in den vergangenen Tagen eine Kurzstudie veröffentlicht. Der "Ausblick" informiert Sie über spannende Veranstaltungen im September und Oktober. Dabei weisen wir gerne noch einmal auf die bald wieder startende Woche der Klimaanpassung hin, in der auch wir wieder im Rahmen von verschiedenen Veranstaltungen eingebunden sind, u. a. beim Auftakt der Entsiegelungsinitiative.NRW, die am 17. September 2026 starten wird.
Genug der Vorrede, nun wüschen wir Ihnen wie immer eine spannende Lektüre.
Ihr Klimaatlas- und Kommunalberatungsteam des Fachzentrum Klima im LANUK
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Rückblick
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Einblick
- Einladung zum 9. Klimaanpassungs-Café NRW am 22. September, online
- Nächste Anwenderschulung zum Klimaatlas NRW beim BEW am 8. Oktober 2026
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Rundblick
- Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe – viel geschafft, vieles bleibt noch zu tun
- Obere Diemel als bundesweites Vorbild für erfolgreiche Renaturierung ausgezeichnet
- Olof-Palme-Gesamtschule in Hiddenhausen erhält Community-Preis des "Blauen Kompass"
- Förderprogramm für klimaangepasste Wälder: Europäische Partnerschaft FOREST startet im September 2026
- Neues UBA-Fact Sheet: Der Weg zur klimaresilienten Schwammstadt
- BBSR-Studie zu Hitzestress in Städten: Konsequenzen des "Nichthandelns"
- Neues Prognos-Whitepaper zu den Kosten von Hitze erschienen
- Greenpeace-Studie errechnet, was der extreme Sommer 2026 in Deutschland gekostet hat
- ZKA veröffentlicht neue Broschüre zur Klimaanpassung im ländlichen Raum
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Ausblick
- Klimafakten.de-Workshop "Wirksame Klimakommunikation" am 03. September 2026, online
- Erinnerung an die Woche der Klimaanpassung vom 14. bis 20. September 2026
- Online-Veranstaltung: Klimaanpassungsbedarfe im Kulturbereich am 16. September 2026
- Online-Auftaktveranstaltung: Entsiegelungsinitiative.NRW – "Entsiegelung aktiv umsetzen!" am 17. September 2026, online
- "Schwammstadt in der Praxis – Lösungen für Klimaanpassung im Garten und bei Dachbegrünung" am 29. September 2026 in Recklinghausen
- Know-How für Gremienmitglieder in der Kommune – Hitze, Dürre, Überflutung - resiliente Kommunen am 1. Oktober 2026, online
- Fachtagung: Klimaanpassung erfolgreich gestalten – Synergien nutzen, Akzeptanz schaffen am 07. Oktober 2026 in Bonn